Ellis Mano Band

Ambedo

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.09.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 41:55
Produzent: Edis Mano

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Plattenfirma: Jazzhaus Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Max Mutzke

Danny Bryant

Titel
01. The Horrible Truth
02. Sweet Sin
03. Ambedo Mind
04. The Fight For Peace
05. Johnny & Susie
 
06. Long Road
07. The Question
08. Breakfast
09. Keep It Simple
10. Heart N' Mind
Musiker Instrument
Chris Ellis Vocals
Edis Mano Guitars
Severin Graf Bass
Nico Looser Drums

Diese vier Schweizer hatten vor ein paar Jahren genug davon, immer nur die Kohlen in den Kessel für andere zu schaufeln und beendeten ihr Musiklehrer-/Studio-/Session-/ und Sideman- (u. a. für Max Mutzke und Tracy Chapman) Dasein um die ELLIS MANO BAND ins Leben zu rufen. Nach ihrem 2019er Debütalbum “Here And Now“ folgt mit “Ambedo“ nun der Nachfolger, der bekanntermaßen immer als der schwierigere Part gilt. Gewidmet hat man sich dem Blues Rock im weiterem Sinne und dass es auch bei den Eidgenossen hervorragende Musiker in der Sparte gibt, sollte man allerspätestens seit Hank Shizzoe realisiert haben.

 

Die “schreckliche Wahrheit“ präsentiert uns das Quartett mit dem Opener: Die Typen haben einiges los. Vor allem Chris Ellis, mit seinem rauen Shouter-Organ und Gitarrist Edis Mano, der zielgerichtete Riffs ebenso im Köcher hat, wie wieselflinke Soli, die manchmal knapp oberhalb der Geschwindigkeitsbegrenzung liegen. Befeuert und untermauert vom flexiblen Rhythmusduo Graf und Looser legen legen sie hier einen mitreißenden Start hin. Dass es aber auch gefühlvoller, jazzig angehaucht, geht, zeigt das folgende Sweet Sin. Geschmackvolle Riffs, und auch Ellis lenkt seine Röhre in gefühlvollere Bahnen, die dennoch recht rau werden. Mit Ambedo Mind wird’s dann allerdings richtig R&B-groovy und jazzig. Zeigt die Bandbreite der Band und anhand zusätzlicher Instrumente, wie Bläser und Sänger, demonstriert man seine Flexibilität. Cooler Soul im Stile von Sade.

 

Die spannungsgeladene Blues-Ballade Fight For Peace schleicht sich unnachgiebig ins Ohr, steigert sich immer mehr und erinnert mich – ähnlich wie am Ende des Albums Heart'n'Mind – nicht wenig an Danny Bryant. Das dynamische Johnny & Susie entfernt sich zwar vom Blues, schert dafür aber direkt auf den Highway ein und begleitet uns munter auf diesem Road-Trip. Überwiegend auf der Überholspur. Und wenn die Long Road uns dann nachdenklich macht, begleitet uns der passende, blues-soulige Titel auch durch dieses Tal. Leicht irisch angehaucht, überwiegen mit akustischen Instrumenten gespielt ragt der Songs – zumindest bei den ersten Durchläufen – heraus.

 

Deutlich rockiger, leicht progressiv, geht’s dann bei The Question zu. Bevor es zum Breakfast wieder besinnlicher wird. Allerdings mit sachte brodelnder Steigerung. Auch hier erinnert ich zumindest der Gesang an Danny Bryant. Keep It SimpleI ist mir mit seinem folkigen Charakter dann doch etwas zu... simpel. Insgesamt jedoch ein gut gemachtes, facettenreiches Album, das mit mehrmaligem Hören noch an Qualität gewinnt. Wenn die Herren da dran bleiben, dürften sie nicht nur in der Schweiz noch viele Fans bekommen.

 

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