Empires Of Eden

Channeling The Infinite


CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Empires Of Eden
Channeling The Infinite, Music Buy Mail, 2012
Stu MarshallGitarre und Bass
JasixSchlagzeug
Shane FrenchGitarre
Yoshiyasu MaruyamaGitarre
Udo DirkschneiderGesang
Rob RockGesang
Steve GrimmettGesang
Mike DiMeoGesang
Sean PeckGesang
Carlos ZemaGesang
Alessandro Del VecchioGesang
Danny CecatiGesang
Louie GorgievskiGesang
Vo SImpsonGesang
Produziert von: Stu Marshall Länge: 66 Min 10 Sek Medium: CD
01. Cry Out08. Your Eyes
02. Hammer Down09. Born A King
03. This Time10. As Flames Scorch The Ground
04. Channeling The Infinite11. White Wings
05. Lions For Lambs12. Hammer Down (All Star Version)
06. Cyborg13. Born A King (Sean Peck Version)
07. World On Fire

EMPIRES OF EDEN sind das Projekt des australischen Gitarristen Stu Marshall und legen mit “Channeling The Infinite“ das dritte Album vor. Dabei setzt Marshall auch weiterhin auf eine Schar an international bekannten und erfolgreichen Sängern, die seine Kompositionen dann vortragen dürfen beziehungsweise teilweise selber für die Gesangsmelodien und die Lyrics verantwortlich sind.

Dabei gibt es auf “Channeling The Infinite“ ein Wiedersehen mit einigen Sängern, die auch schon auf dem Vorgängerwerk “Reborn In Fire“ zu hören waren. Sean Peck (CAGE), Steve Grimmett (GRIM REAPER), Carlos Zema (OUTWORLD, VOUGAN) und Louie Gorgievski (CRIMSONFIRE) kommen wieder zum Einsatz. Aber insbesondere die Namen der anderen Vokalkünstler lesen sich wie ein kleines Who-is-who des Heavy Metal: Rob Rock (IMPELLITTERI, DRIVER), Mike DiMeo (Ex-MASTERPLAN, RIOT, CREATION’S END), Alessandro Del Vecchio (EDGE OF FOREVER) und Runny Munroe (Ex-METAL CHURCH) sind schon klangvolle Namen, aber über dem allen thront Udo Dirkschneider, der deutsche Metal Titan von ACCEPT und U.D.O.

Dieser darf sich dann auch über die stärkste der durchweg guten Kompositionen auf diesem Album freuen. Hammer Down hätte exakt in dieser Form auch auf ACCEPT-Klassikern wie “Restless And Wild“ oder “Balls To The Wall“ stehen können. Es ist kein Wunder, dass Marshall sich für diesen Song Dirkschneider als Sänger aussuchte, denn diese Stimme gibt dem ohnehin ungemein starken Song das besondere Etwas, wie es ein Gassenhauer der Marke Balls To The Wall eben hatte. Die später folgende All Star Version schafft es durch die verschiedenen, sich abwechselnden Sänger in die Kategorie „ganz interessant“, kommt aber nicht an die geradezu geniale „Ur-Version“ heran.

Das bedeutet nicht, dass die anderen Stücke nicht gut wären. Cry Out (mit Rob Rock) ist eine Up-Tempo-Nummer, die gut zum IMPELLITTERI gepasst hätte. Insofern passt auch hier die Wahl des Sängers. Aber manchmal fehlen nur ein paar Keyboards wie etwa bei This Time (Sänger: Steve Grimmet) und man könnte auch an Melodic Metal Bands wie STRATOVARIUS denken. Beim Titelstück kommen dann Reminiszenzen an JUDAS PRIEST oder frühe, ungeschliffene ICED EARTH auf. EMPIRES OF EDEN bieten wieder eine große Bandbreite des Metal an.

Dabei steht neben den verschiedenen Sängern und ihren Leistungen vor allen Dingen die Gitarrenarbeit von Marshall im Vordergrund, der ein wahrer Shredder vor dem Herren ist und in seinen Soli kaum mal eine Note länger als eine Sekunde lang hält (oder halten kann?). Ein Flitzefinger, wie er in idealtypischer Weise zu dieser Version des Metal passt. Der Sound der Gitarren und damit des Albums erinnert in weiten Teilen an “Painkiller“ von JUDAS PRIEST: druckvoll, schneidend, aggressiv.

“Channeling The Infinite“ ist wieder ein sehr gutes, weil eingängiges aber in Nuancen durchaus variables, sehr gut produziertes, komponiertes und gespieltes Album, voller echter Metal-Kracher. Stu Marshall kann Stolz sein auf das, was er hier wieder nahezu im Alleingang geleistet hat – und auch darauf, wen er dazu bekommen hat, diese Songs einzusingen. Dadurch wird das Werk zu einem wahren Fest für Metal-Fans.

Marc Langels, 04.06.2012

 

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