Ensiferum

Two Decades Of Greatest Sword Hits


CD-Review

Reviewdatum: 24.03.2016
Jahr: 2016
Stil: Folk Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Ensiferum
Two Decades Of Greatest Sword Hits, Spinefarm Records, 2016
Petri LindroosGesang & Gitarre
Markus ToivonenGitarre & Gesang
Sami HinkkaBass & Gesang
Janne ParviainenSchlagzeug
Emmi SilvennoinenKeyboards & Gesang
Produziert von: Ensiferum Länge: 74 Min 09 Sek Medium: CD
01. By The Dividing Stream08. Twilight Tavern
02. From Afar09. Burning Leaves
03. Heathen Horde10. Treacherous Gods (Album Version)
04. One More Magic Potion11. Lai Lai Hei (Album Version)
05. In My Sword I Trust12. Two Of Spades
06. Token Of Time (Album Version)13. Iron (Album Version)
07. Dragonheads (Album Version)14. Victory Song

Seit zwei Jahrzehnten bereits durchstreifen die Schwerter-schwingenden Horden namens ENSIFERUM die Folk-Metal-Wälder und haben es von den Jugendcentren der finnischen Hauptstadt Helsinki bis auf die Hauptbühnen bei den wichtigsten Festivals rund um die Welt geschafft. Grund genug auf die bisweilen turbulente Karriere der Band mit einem Krug voll Met und einer Kompilation ihrer größten „Schwert-Hits“ zurückzublicken.

Wobei der Begriff „Hits“ immer relativ zu betrachten ist, denn messbare Single-Erfolge im Sinne von Top-Positionen in Mainstream-Charts können die Finnen natürlich wie die meisten anderen Metal-Bands nicht vorweisen. Aber es ist ihnen durchaus gelungen 14 Kompositionen auszuwählen, die das nicht unbeträchtliche Spektrum der Band würdig abbilden. Von den fast symphonischen Klängen, die bei Nummern wie dem Intro By The Dividing Stream und Burning Leaves Verwendung finden, über recht klassische Metal-Nummern der Marke Heathen Horde, folkloristisch beeinflusste Lieder à la One More Magic Portion sowie Token Of Time und Hymnen der Klasse von In My Sword I Trust beziehungsweise Twilight Tavern bis hin zu den epischeren Strukturen von etwa dem Victory Song ist alles dabei, was ein EINSIFERUM-Neueinsteiger so braucht.

Photo-Credit: Oktober Promotion

Eines ist dabei natürlich klar: einen richtigen Fan der Band kann man mit dieser Zusammenstellung wohl kaum hinter dem Wikinger-Schild hervorlocken. Denn wirkliche Raritäten aus dem Studio finden sich auf “Two Decades Of Greatest Sword Hits“ genau so wenige wie Live-Aufnahmen, die das Album aus Sicht eines Fans sicherlich aufgewertet hätten. Auch ein paar alternative Version, so wie rein akustische Nummern oder welche mit noch stärkerer Betonung der folkloristischen Elemente im Gegensatz zu den regulären Nummern wäre auch ein Verkaufs-Argument für bereits überzeugte Anhänger gewesen. So bleibt entweder der Sammeltrieb oder aber der Wunsch nach einer gut zusammenstellten Kollektion für das Auto-Radio.

Wie bereits angedeutet ist “Two Decades Of Greatest Sword Hits“ ein Album, das insbesondere Neulinge ansprechen soll und ihnen dabei sowohl einen guten Überblick über das bisher veröffentlichte Material der Band als auch genügend Appetit-Anreger dafür liefert, sich mit den übrigen Veröffentlichungen von ENSIFERUM vertraut machen zu wollen. Bis dahin: schenkt euch ein weiteres Met ein und lehnt euch zurück, während euch die Finnen in die Welt des Folk Metal ent- und einführen. Auf weitere zwanzig Jahre!

Marc Langels, 24.03.2016

 

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