Eric Athey

Open House


CD-Review

Reviewdatum: 17.03.2004
Jahr: 2004

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Eric Athey Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Eric Athey
Open House, Eigenvertrieb, 2004
Eric Athey Vocals, Guitar, Harmonica, Mandolin, Toy Piano
Dave Boquist Guitar, Lap Steel, Fiddle, Dobro
Mark Boquist Drums & Percussion
Brook Duer Bass
Jan Nigro Piano & Organ
Ken Zeserson Backing Vocals, Guitar, Sax
Kimberly Sherwood-Caso Backing Vocal on In Another World
Produziert von: Eric Athey, Mark Boquist & Matt Saccuccimorano Länge: 52 Min 44 Sek Medium: CD
1. Matter of Time8. Poison
2. You'll Be Back Around9. Habits Die Slow
3. Did I Break Your Heart Tonight10. It's My Life
4. An Imitation11. The Strongest Walls
5. In Another World12. Don't Have to Be Alone
6. Devil In This House13. Home Tonight
7. Vacant14. Ghost Waltz (Hidden Track)

Mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in Sachen Songwriting und Performance hat dieser Eric Athey schon auf dem Buckel. Und da fällt ihm doch glatt im letzten Sommer ein, gemeinsam mit ein paar Freunden und dem einen oder anderen fremden Musiker sein Debut-Album einzuspielen.
Da kommt natürlich eine erhebliche Menge Erfahrung zusammen, zumal sich die Herren Boquist, Dave und Mark, ihre Meriten schon bei den allseits beliebten SON VOLT verdient haben.

Wenig verwunderlich, dass die dreizehn Songs (plus hidden track) so gar nicht nach zögerlichem Herantasten oder vorsichtigem Positionieren klingen, sondern eine verdammt abgehangene und absolut souveräne Haltung des Gesamtpersonals widerspiegelt. Eric Athey muß nach über zwanzig Jahren wohl niemanden mehr etwas beweisen, der kann Songs schreiben.

Und hier liegt womöglich auch das klitzekleine Manko dieser Scheibe: Man hat das alles schon einmal erlebt .... so oder so ähnlich zumindest. Klar, so extrem innovativ kann man im Roots-Rock-Lager eh nicht sein, denn der zu beschreitende Weg scheint für die meisten Künstler zu deutlich vorgezeichnet und wer kommt schon gerne freiwillig vom sicheren Weg ab? Das wagt schon mal ein Mann wie Jeff Tweedy von WILCO, aber sonst?

So durchschreitet auch Eric Athey mit seinen erfahrenen Weggefährten diese sattsam bekannten Meilen, erfreut sich an den verbliebenen Fußspuren seiner Vorgänger und wandelt traumwandlerisch auf der sicheren Seite.

Kein Problem! Denn man kann sich wohlfühlen mit diesen Liedern, die von Frauen handeln, von Liebe, von Enttäuschungen, von Glücksmomenten, von Bedauern und Schamgefühl. Erinnerungen werden wach an fast vergessene Bands wie BLUE MOUNTAIN oder GO TO BLAZES. Einmal streift Athey den alten WHISKEYTOWN-Song Excuse me while I break my own heart tonight oder er denkt beim Singen an WILCO's Via Chicago.

Die angenehmsten Momente passieren während der Erholungsphasen, wenn uns Eric mit seiner Akustischen, an einen Baum gelehnt, von seinen Problemen vorsingt und er es so überzeugend rüberbringt, dass man ihn einfach nicht im Stich lassen möchte. Na ja, so gelingt es ihm, uns sicher bis zur Zielgeraden zu begleiten, ohne auch nur einmal zu straucheln. Und es ist eine schöne Zeit, ohne Zweifel, aber dann hat man plötzlich wieder Lust auf ein richtiges Abenteuer und will auch mal vom altbekannten Weg abweichen.

Frank Ipach, 17.03.2004

 

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