Eric Clapton

The 1960's Review

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DVD-Review

Reviewdatum: 29.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Eric Clapton
The 1960's Review, Chrome Dreams, 2010
Produziert von: Chrome Dreams Länge: 120 Min 00 Sek Medium: DVD

Wer sich für Eric Clapton, einen der großen weißen Blues-Gitarristen, interessiert und womöglich Slowhands Biografie "Mein Leben" noch nicht gelesen hat (die es übrigens inzwischen auch als Taschenbuchausgabe gibt), kann sich zumindest mit dieser DVD, die mit "The 1960's Review" treffend betitelt ist, einen Eindruck über die ersten musikalischen Kapitel dieser Saitenlegende verschaffen.

Die über 'Chrome Dreams' vertriebene, knapp 120-minütige DVD zeigt auf ihrem Cover ganz offenherzig an, dieses Werk sei "weder vom Künstler, seiner Plattenfirma, noch von seinem Management authorisiert". Das erklärt dann wahrscheinlich auch die seltenen und recht kurzen Statements des Meistergitarristen selbst, der nur in knappen Auszügen zu Worte kommt. Der Großteil dieser Dokumentation fokussiert sich auf Aussagen, respektive Interviews mit früheren Clapton-Kumpels bzw. Mitmusikern oder Journalisten, die sich natürlich gut an die Initiationsjahre des späteren Helden erinnern.

Da wird die Zeit vor den YARDBIRDS begutachtet, die musikalische Aufbruchsstimmung der frühen Sechziger, als sich die jungen Wilden mit ihrer Plattensammlung unterm Arm gegenseitig besuchten, austauschten, die schwarzen amerikanischen Vorbilder studierten und mehr oder weniger akribisch genau die 12-taktigen Vorlagen verinnerlichten. Die YARDBIRDS-Phase wird ebenso kritisch beleuchtet wie der recht kurze, aber kaum wegzudenkende John Mayalls Bluesbreakers Abschnitt, sowie die aufwühlenden, verrückten und prägenden Jahre mit dem Supertrio CREAM neben Ginger Baker und Jack Bruce. Den Ausklang der 60's umrahmten schließlich die ebenso hochgejubelten wie kurzlebigen BLIND FAITH mit Erics altem und neuem Partner Steve Winwood.

Da kommen also u.a. die alten Begleiter und Mentoren wie John Mayall, Paul Jones, Neil Innes, Tom McGuiness, Chris Dreja, Top Topham, Ben Palmer, Dave Kelly und Cream Producer Bill Halverson zu Wort und erzählen Claptons frühe Geschichte aus ihrer Sicht. Zwischendurch gibt's hochbetagtes Bild- und Tonmaterial, schwarz/weiß natürlich und von wenig umwerfender Qualität, aber dem dokumentarischen Charakter dieser Karriereaufbereitung durchaus dienlich.

Die 120 Minuten werden für echte Musikfreaks sicherlich nicht langweilig, sofern man sich einigermaßen in der englischen Sprache auskennt (es gibt nur die englische Tonspur und keine Untertitel). Trotz einiger netter Bonus-Features (u.a. einFilmclip von den YARDBIRDS), kann man wohl behaupten, schon die eine oder andere qualitativ bessere und tiefschürfendere Dokumentation gesehen zu haben. Da diese DVD aber nicht gerade sündhaft teuer daherkommt, darf man sie aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses wohl als brauchbar bzw. empfehlenswert einstufen.

Frank Ipach, 28.09.2010

 

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