Death Angel

Switchtense
Weak Aside

Essen, Turock, 14.06.2012

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 26.07.2012
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Death Angel, Switchtense, Weak Aside,
Essen, Turock, 14.06.2012

Wer dem Fussball-EM-Rummel mal entfliehen und stattdessen viel lieber die musikalische Vollbedienung erfahren möchte, ist am heutigen Donnerstagabend im Essener Turock goldrichtig: eine der besten und einflussreichsten Thrashmetal-Bands aller Zeiten, DEATH ANGEL, steht mal wieder auf dem Programm und soll erneut beweisen, warum sie einfach nicht totzukriegen ist: einfach zu gut, kompromisslos und stetig auf qualitativ allerhöchstem Niveau rocken die Jungs seit den achtziger Jahren einfach alles in Grund und Boden und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Und heute übertreffen sie sich mal wieder selbst, das ist jetzt schon sicher. Doch vorher stehen die beiden Vorgruppen WEAK ASIDE und SWITCHTENSE noch auf der Bühne und heizen erstmal ordentlich ein.

Los geht es mit WEAK ASIDE aus dem Norden Deutschlands, die mit ihrem Melodic-Death- Sound nicht ganz so gut zum Headliner passen, aber in einer gut halbstündigen Show dennoch für ordentliche Begeisterung sorgen. Hier wird schön gerumpelt und die Songs der bisher zwei Alben der Band, „Fire At Will“ und „Ghostleader“, gehen doch recht gut ins Ohr. Der Gesamtsound ist zwar etwas laut, aber doch sehr druckvoll und somit bleibt festzuhalten, dass die Jungs unbedingt mal näher angecheckt werden sollten. Sehr gut!

SWITCHTENSE kommen aus Portugal und sind als nächste Truppe an der Reihe. Sie sorgen unter den Anwesenden für eher zwiespältige Eindrücke: die einen schätzen den thrashigen Sound mit teils growligen Vocals durchaus, die anderen vermissen etwas die Eigenständigkeit. Die Jungs gibt es dabei seit nunmehr rund zehn Jahren und sie können schon auf eine Diskographie von zwei Alben zurückblicken. Die Livequalitäten sind jedenfalls durchaus sehr gut, Sänger Hugo Andrade hüpft ständig hin- und her und auch der Rest der Band wirkt sehr souverän und routiniert. Demnach wird ihnen auch entsprechender Respekt entgegengebracht und der Gig mit ordentlichem Applaus gewürdigt.

Doch dann ist es endlich soweit und DEATH ANGEL, die schon mehrfach das Turock in Schutt und Asche gelegt haben, dürfen auch heute wieder alles niederholzen. Tja, und genau so kommt es denn auch. Zudem ist es eine ganz besondere Show: Gerade wurde deren Meisterwerk und Debutalbum, „The Ultra-Violence“, wiederveröffentlicht und dieses soll heute in voller Länge und zudem in chronologischer Folge vorgetragen werden. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für alle Fans und die Stimmung kocht schier über! Unfassbar, welche Power und Geschwindigkeit in den Songs dieses Kamikaze-Thrashalbums steckt, und das kommt auch und gerade live voll rüber. Sänger Marc Osegueda ist zudem einfach ein Monsterfrontmann und -entertainer, der absolut sympathisch und authentisch wirkt, dass man ihm fast alles abkaufen würde. Zum aktuellen Line-Up gehören aktuell zudem die Gitarristen Rob Cavestany und Ted Aguilar sowie der Bassist Damien Sisson und Drummer Will Carroll. Auch wenn damit das unschlagbare Original-Line-Up leider nicht mehr zu sehen ist, machen auch alle Neuzugänge einen mehr als guten Job. Ob Thrashers, Evil Priest oder Kill As One: Einfach jeder Song trifft voll ins Schwarze und die Fans fressen dieser Institution aus der Hand. Auch die Kracher vom aktuellen Hammeralbum „Relentless Retribution“ werden lauthals mitgegrölt und einige angespielte Coverversionen wie Walk All Over You oder Another One Bites The Dust sorgen für eine entsprechende Auflockerung. Keine Frage, DEATH ANGEL sind die vielleicht beste Thrash-Metal-Band auf diesem Planeten und das haben sie heute einmal mehr live bewiesen. Schade, dass es im Turock heute abend erstaunlich leer ist, das liegt wohl auch daran, dass DEATH ANGEL zuletzt ziemlich oft in der Gegend waren. Aber diese Band kann man einfach nicht oft genug sehen! Ein Hammerauftritt!

Fazit: DEATH ANGEL sind einfach nicht totzukriegen und beweisen einmal mehr, wo die Messlatte hängt. Diese Truppe toppt so schnell keiner. Bitte immer wieder mehr davon!

Maurice Schreiber, 14.06.2012

 

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