Everclear

Black Is The New Black


CD-Review

Reviewdatum: 16.05.2015
Jahr: 2015
Stil: Alternative Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Everclear
Black Is The New Black, The End Records, 2015
Art AlexakisGesang, Gitarre & Keyboards
Davey FrenchGitarre & Gesang
Freddy HerreraBass & Gesang
Sean WinchesterSchlagzeug, Percussion, Gesang & Keyboards
Josh CrawleyKeyboards & Gesang
Produziert von: Art Alexakis, Carson Slovak & Grant McFarland Länge: 39 Min 44 Sek Medium: CD
01. Sugar Noise07. Simple And Plain
02. The Man Who Broke His Own Heart08. Anything Better Than This
03. American Monster09. Van Gogh Sun
04. Complacent10. Pretty Bomb
05. You11. Safe
06. This Is Your Death Song

Seit dem Jahr 1992 sind EVERCLEAR nun schon aktiv, wobei die einzige Konstante in den mehr als 20 Jahren Frontmann Art Alexakis ist. Mitte bis Ende der 1990er und zum Beginn der 2000er Jahre konten EVERCLEAR sicherlich ihre kommerziell erfolgreichste Phase verzeichnen. Dafür stehen Alben wie “Sparkle And Fade“, “So Much For The Afterglow“ sowie “Songs From An American Movie“ und die Singles Santa Monica, Local God (der auch in dem Leonardo di Caprio-Film “Romeo & Juliet“ enthalten war) und vor allen Dingen Wonderful, deren Popularität auch der weiteren Verbreitung des so genannten College Rock Radios geschuldet war - und einer größeren Beachtung der Bands, die dort erfolgreich gespielt wurden.

Doch auf dem „Höhepunkt“ ihrer Karriere – der große internationale Durchbruch blieb ihnen ja verwährt – löste sich das Original-Trio auf. Binnen kürzester Zeit stellte Alexakis jedoch eine neue – mit ihm nun fünköpfige – Band zusammen, mit der er seitdem aktiv ist. Das jüngste Produkt dieser Zusammenarbeit hört auf den Namen “Black Is The New Black“ und ist das mittlerweile neunte Album der Band. Darauf gehen EVERCLEAR im Gegensatz zu ihren früheren Werken stellenweise etwas heftiger zu Werke, zumeist handelt es sich aber um den bekannten Alternative Rock, der die Gruppe schon früher auszeichnete. Allerdings habe ich bei dem Song American Monster immer den Eindruck, dass dieser Song eigentlich am besten zu Alice Cooper und seinem Image passen würde.

Man merkt auch diesem EVERCLEAR-Album an, dass Alexakis sehr genau weiß, was er da macht. Die Songs rocken schön straight und verfügen nahezu allesamt über eingängige Hooks. Zudem sind EVERCLEAR keine one trick ponys, die lediglich eine Art des Songwritings beherrschen und sich daher immer wieder in denselben musikalischen Bahnen bewegen. Die ruhigen Momente sind auch auf “Black Is The New Black“ genau richtig dosiert und nehmen nicht überhand. Anspieltipps sind hier Sugar Noise, The Man Who Broke His Own Heart, American Monster und Van Gogh Sun. Aber auch sonst wird der Hörer, der auf Alternative Rock steht, hier nicht enttäuscht.

EVERCLEAR machen auf “Black Is The New Black“ eigentlich alles richtig. Das Einzige, was dem Album wirklich fehlt, ist ein veritabler Hit, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die CD und die Band richten würde. So etwas sucht man – mit Ausnahme von The Man Who Broke His Own Heart - hier etwas vergebens. Insofern bedienen EVERCLEAR hier in erster Linie ihre bisherige Fanbasis und die wird es ihnen danken. Denn die bekommt das, was sie von ihren Lieblingen erhofft und erwartet – eingängige, alternative Rocker und starke Melodien. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Marc Langels, 12.05.2015

 

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