E.Vil

Fire-Hearted


CD-Review

Reviewdatum: 09.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


E.Vil
Fire-Hearted, Spinefarm Records, 2009
Elias ViljanenGitarre
Jari KainulainenBass
Henrik KlingenbergKeyboards
Mikko SirenSchlagzeug
Marco HietalaGesang (Last Breath Of Love)
Tony KakkoGesang (Kiss Of Rain)
Jaan WessmannBass
Produziert von: Elias Viljanen Länge: 42 Min 36 Sek Medium: CD
01. Fire-Hearted07. Supernatural
02. Last Breath Of Love08. One Tonight
03. Cruel Groove09. The Triumph
04. Kiss Of Rain10. My Guiding Light
05. Head Up High11. Showstopper
06. Up To Speed12. Beautiful Piece

Hinter dem Kürzel E.VIL versteckt sich der finnische Gitarrist Elias Viljanen, der seine Brötchen hauptsächlich bei SONATA ARCTICA verdient, aber von Zeit zu Zeit auch Solo-Alben (“Fire-Hearted“ ist bereits das dritte) aufnimmt. Dabei steht verständlicherweise das instrumentelle Können des Gitarristen im Vordergrund und das kann sich durchaus sehen lassen. Zur Unterstützung hat er sich gleich ein paar seiner Band-Kollegen geholt, neben Keyboarder Henrik Klingenberg auch noch Sänger Tony Kakko. Zudem geben sich EVERGREY-Bass-Monster Jari Kainulainen und APOCALYPTICA-Schlagzeuger Mikko Siren die Ehre.

Viljanen pflegt auf dem Album einen Stil, der Parallelen zu Saiten-Künstler wie etwa Joe Satriani oder Steve Vai erkennen lässt. Das weitgehend selbstverliebte Skalen-Shreddern in Höchstgeschwindigkeit wie etwa bei einigen Entdeckungen von Mike Varney ist seine Sache nicht, es steht immer ein Leitmotiv im Vordergrund. Musikalische Parallelen zu SONATA ARCTICA lassen auch nicht ziehen, denn die von der Double-Bass getriebenen hymnischen Songs seiner Stammband sucht man hier vergebens.

“Fire-Hearted“ ist jedoch kein reines Gitarristen-Album geworden, denn bei zwei Stücken lud sich Viljanen Gast-Sänger ein, die die Tracks The Last Breath Of Love und Kiss Of Rain veredeln. Dabei handelt es sich natürlich um keine Unbekannten, sondern um Marco Hietala (NIGHTWISH, TAROT, NORTHERN KINGS) und Tony Kakko (SONATA ARCTICA, NORTHERN KINGS). Wenig verwunderlich ist dabei auch, dass sich diese Songs leichter im Gedächtnis einbrennen als die reinen Instrumental-Stücke.

Aber auch diese können überzeugen, wenn man sich denn für Instrumental-Musik interessiert. Viljanen beweist bei allen Songs sein recht beachtliches Können an den sechs Saiten und hat einige interessante Tricks und Gimmicks auf Lager. Auf die Dauer ist es jedoch wie bei den anderen Gitarren-Helden auch, irgendwann ähneln sich die Songs und Melodieführungen in ihrer Struktur doch zu sehr. Viel zu selten sind echte Überraschungsmomente oder echte Killer-Riffs. Am spannendsten finde ich hier neben den beiden gesungenen Tracks noch den Cruel Groove, der seinen Namen wirklich verdient hat. Kurz, knackig, abwechslungsreich und auf den Punkt, so müssten auch die anderen Stücke sein.

Viljanen beweist auf “Fire-Hearted“, dass er mit den meisten Gitarren-Helden und Shreddern locker mithalten kann. Dabei kann er leider nicht wirklich für sich in Anspruch nehmen, etwas ganz anders oder gar außergewöhnlich zu machen, denn Stücke und Melodien wie etwa in Head Up High gibt es eben in dieser Form auch schon von Satriani oder Vai und zahlreichen anderen Gitarristen. “Fire-Hearted“ ist ein sehr gutes Solo-Album des SONATA ARCTICA-Gitarristen, ohne Frage. Aber wirklich brauchen tun es wohl nur die Fans von SONATA ARCTICA. Aber auch Anhänger von instrumentaler Gitarrenmusik werden sicherlich ihre Freude haben.

Marc Langels, 09.07.2009

 

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