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Feeding The Beast


CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2017
Jahr: 2017
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


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Feeding The Beast, earMusic, 2017
Graham BonnetGesang
Dario MolloGitarre
Roberto GualdiSchlagzeug
Guido BlockBass & Gesang
Dario PattiKeyboards & Bass
Produziert von: Dario Mollo Länge: 54 Min 50 Sek Medium: CD
01. You Are Your Money07. Cooler Than Cool
02. The Flight Of The Sapini08. Too High To Be Falling
03. C'est La Vie09. Motorbyke
04. Guys From God10. Since You Been Gone
05. Feeding The Beast11. Don't Look Back
06. Eyes Of The World12. CODA

Der italienische Gitarrist Dario Mollo muss sich wirklich vorkommen wie das berühmte Kind im Süßwarenladen. So hat er in den vergangenen Jahren die Chance bekommen, nicht nur mit einem sondern gleich drei sehr bekannten – oder sogar legendären – Stimmen der Rock-Musik-Geschichte zusammenarbeiten zu dürfen. Da wäre zum einen sein Projekt VOODOO HILL, bei dem niemand geringeres als Glenn „The Voice Of Rock“ Hughes am Mikrofon stand. Dann hat er bereits drei Scheiben mit Ex-BLACK SABBATH-Sänger Tony Martin veröffentlicht. Und nun hat er sich für das nächste Projekt namens EZOO den ehemaligen RAINBOW- und MSG-Frontmann Graham Bonnet gesichert.

Die Beiden bieten auf dem Debüt nicht den vielleicht vielfach erwarteten Hard Rock à la RAINBOW, sondern eine durchaus etwas heftigere Rock-Variante, die auch eine durchaus deutliche Metal-Schlagseite nicht leugnen kann. Das liegt natürlich zum einen an Mollos Gitarren-Sound aber auch an Bonnet, der seinen Gesangsstil hier durchaus eher in den Bereich Geschrei verlegt hat. Dabei dürften insbesondere RAINBOW-Fans den schmeichelnden Ton der Stimme vermissen, der Songs wie Since You Been Gone, Eyes Of The World aber auch All Night Long zu etwas Besonderem machte und die Band nach der DIO-Ära in die 80er Jahre hinüberführte.

Für diese Anhänger dürfte es umso schwerer zu ertragen sein, als Mollo und Bonnet hier hingehen und gleich zwei dieser Nummern noch einmal neu aufgenommen haben. Dabei können – fast schon erwartungsgemäß – weder Since You Been Gone (ist noch die bessere Version der beiden) noch Eyes Of The World qualitativ an das Original heranreichen – und das liegt insbesondere an Bonnets Gesang, dessen Stimme heute ein raues, gequetschtes Etwas ist – du ganz weit weg von den magischen Momenten, die er auf “Down To Earth“ aber auch bei ALCATRAZZ oder MSG hatte. Aber auch Mollo und Co. helfen ihm hier auch nicht wirklich.

Das restliche Material ist auch durchwachsen: einigen guten Nummern wie etwa C’est La Vie, Guys Form Go und Don’t Look Back und einem überragenden Song in dem Titelstück (hier läuft Bonnet zu Höchstform auf), stehen nahezu ebenso viele schwache Lieder gegenüber. Leider ist “Feeding The Beast“ also kein mitreißendes Album geworden, das dem vielleicht auch etwas verklärten Status insbesondere von Bonnet gerecht werden würde. Aber in dieser Form sollte er auch nicht auf einen Anruf von Ritchie Blackmore warten, ob er wieder bei RAINBOW einsteigen wolle. Und Mollo hat in der Vergangenheit mit seinen Sängern auch schon ein glücklicheres Händchen bewiesen.

Marc Langels, 03.06.2017

 

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