Fair Warning

Aura


CD-Review

Reviewdatum: 26.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Hard Rock, AOR

Links:

Fair Warning Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Fair Warning
Aura, Metal Heaven, 2009
Tomy HeartGesang
Helge EngelkeGitarre
Ule RitgenBass
CC BehrensSchlagzeug
Produziert von: Fair Warning Länge: 48 Min 16 Sek Medium: CD
01. Fighting For Your Love06. Holding On
02. Here Comes The Heartache07. Walking On Smiles
03. Hey Girl08. Someday
04. Don't Count On Me09. As Snow White Found Out
05. Falling10. Station To Station

Die deutschen Hardrocker FAIR WARNING beweisen mit ihrem neuesten Output "Aura", dass sie auch nach zweieinhalb Jahren Pause zu der Speerspitze des melodischen Hard-Rock und AOR gehören. Hier passt einfach alles, der Gesang, die Melodien, die ausgefeilte und exzellente Gitarrenarbeit und vor allem die Songs.

Das Album beginnt schon gleich mit dem Opener Fighting For Your Love so packend und spannend, dass man das Lied am liebsten immer wieder hören möchte. Dieser Song dürfte aus dem Live-Set von FAIR WARNING künftig nicht mehr wegzudenken sein. So einen starken Song haben auch Größen der Hard-Rock-Szene wie EUROPE, DOKKEN, WINGER etc. schon lange nicht mehr veröffentlicht. Und in diesem Stile geht es dann weiter. Sicher, nicht alle Songs können dieses hohe Niveau durchgängig erreichen, aber Stücke wie die ultra-eingängigen Here Comes The Heartache und Don’t Count On Me machen einfach nur gute Laune und die sich wunderbar steigernde Ballade Hey Girl oder die Halb-Ballade Falling wären in den 80er Jahren sicherlich auf jeder “Kuschel Rock“-CD oder jedem Mix-Tape für die Rocker-Freundin draufgewesen. Walking On Smiles, Someday oder aber As Snow White Found Out mögen bei mir nicht so zünden, sind aber dennoch immer noch gelungene Stücke. Zum Glück hauen FAIR WARNING dann aber mit Station To Station noch ein leicht funkiges Stück raus und beschließen das Album wieder stärker.

Neben der charismatischen Stimme von Sänger Tommy Heart kann auf “Aura“ vor allem Gitarrist Helge Engelke voll und ganz überzeugen. Er erinnert dabei bei manchem Solo an George Lynch zu dessen DOKKEN- und LYNCH MOB-Zeiten. Das Spiel von Engelke ist wunderbar flüssig, technisch anspruchsvoll, dabei aber immer eingängig und nie übertrieben. Ok, er könnte sicherlich ein wenig seltener das Tremolo einsetzen, aber das ist auch wirklich die einzige Einschränkung.

Mit “Aura“ hätten sich FAIR WARNING in den 80er Jahren sicherlich eine weltweit beträchtliche Fan-Basis erspielen können, denn das Werk ist wesentlich besser, vielfältiger und dennoch eingängiger als das, was zahlreiche der so genannten Meisterwerke der 80er-Jahre-Rock-Szene zu bieten hatten. Bands wie die oben genannten hätten sich damals mit Sicherheit kräftig strecken müssen (und müssen es auch heute noch), um die Konkurrenz aus Good Ol’ Germany zu übertreffen. Hoffentlich sind FAIR WARNING nicht zu spät dran und bekommen mit “Aura“ den Erfolg, den sie für ein solch gelungenes Werk verdienen.

Marc Langels, 25.07.2009

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music