Faith No More

Sol Invictus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.05.2015
Jahr: 2015
Stil: Crossover

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Redakteur(e):

Marc Langels


Faith No More
Sol Invictus, Reclamations Recordings, 2015
Mike PattonGesang
John HudsonGitarre & Gesang
Bill GouldBass & Gesang
Roddy BottumKeyboard & Gesang
Mike BordinSchlagzeug, Percussion & Gesang
Produziert von: Bill Gould Länge: 39 Min 40 Sek Medium: CD
01. Sol Invictus06. Rise Of The Fall
02. Superhero07. Black Friday
03. Sunny Side Up08. Motherfucker
04. Separation Anxiety09. Matador
05. Cone Of Shame10. From The Dead

1998 löste sich die Crossover-Legende FAITH NO MORE nach dem “Album Of The Year“ ein Jahr zuvor auf und hinterließ ein Loch in der Musikszene, das in den nachfolgenden Jahren keine andere Band so richtig zu füllen wusste. Keine andere Band lotete so erfolgreich die verschiedenen Ecken und Möglichkeiten der Rock-Musik aus, wie es Mike Patton und Co. taten. Daher war die Erleichterung der Fans riesig, als die Band Anfang 2009 überraschend ihre Wiedervereinigung (zunächst offiziell nur für eine Europa-Tournee) bekanntgab. Dann kamen aber über die Jahre immer mehr Auftritte weltweit hinzu – nur ein neues Album, das ließ auf sich warten.

Nun liegt es endlich vor: “Sol Invictus“. Und die Fans werden sich zu Recht freuen, denn FAITH NO MORE schließen stilistisch an ihren eigenen Großtaten wie “The Real Thing“, “Angel Dust“ und eben auch “Album Of The Year“ an. Die Band schafft es erneut, spannende und sehr abwechslungsreiche Songs zu komponieren. Dabei bleibt ein wenig der musikalische Irrwitz, der ein zum Teil sehr rohes Album wie “King For A Day… Fool For A Lifetime“ prägte, hier nahezu komplett außen vor. Vielleicht ist das eine Form von Altersmilde.

Am ehesten fällt wohl noch Superhero in die Kategorie von Nummern wie Surprise! You’re Dead (“The Real Thing“), Malpracticed, Jizzlobber (“Angel Dust“), Cuckoo For Caca (“King For A Day… Fool For A Lifetime“) oder Naked In Front Of The Computer, Got That Feeling (“Album Of The Year“), bei denen FAITH NO MORE einfach mal etwas Verrücktes gemacht haben. Dieser Überraschungsmoment fehlt mir etwas. Genauso wie ein unwiderstehlicher Hit, für den FAITH NO MORE auch auf jedem Album gut waren. Diese Rolle kann hier noch am ehesten die erste Single Motherfucker ausfüllen.

“Sol Invictus“, das heißt so viel wie „unbesiegte Sonne“. Wahrlich, besiegt sind FAITH NO MORE nicht und die Rückkehr fällt auch mehr als nur gelungen aus. Aber einen neuen Klassiker haben die Mannen um Mike Patton hier denn dann doch nicht vorgelegt. Dazu fehlen eben sowohl die Hits und zum anderen diese absoluten Überraschungen, die das frühere Schaffen der Band so unverwechselbar und spannend gemacht haben. Aber man sollte das vielleicht auch gar nicht erwarten, denn wenn man das Album mal ohne jegliche Vorerwartungen wirken lässt, dann sind das 40 spannende, abwechslungsreiche und unterhaltende Minuten Rock-Musik. Und da darf der Musik-Fan dann einfach auch mal froh drüber sein.

Marc Langels, 30.04.2015

 

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