Fear Of Flying

Fear Of Flying

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.01.2009
Jahr: 2008

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Fear Of Flying Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Fear Of Flying, Eigenproduktion, 2008
Tearle AshbyGesang & Bass
Mark OcchiogrossoKeyboards & Gesang
Carm GrassoGitarre & Gesang
Tom OcchiogrossoSchlagzeug
Produziert von: Fear Of Flying Länge: 52 Min 20 Sek Medium: CD
01. Someday06. Beside The Ocean
02. Hard Times07. Freeform
03. Premonition08. Beyond The Looking Glass
04. It's Not Too Late09. The Battle
05. Fear Of Flying

FEAR OF FLYING sind eine Progressive-Rock-Band aus dem Bundesstaat New York, die mit dem selbstbetitelten Album bereits ihr drittes Werk vorlegen. Beeinflusst wird ihre Musik sowohl vom Prog-Rock der alten Schule (GENESIS oder KING CRIMSON) über den AOR der 1980er Jahre (SAGA / ASIA / GIANT) bis hin zu modernen Bands wie etwa DREAM THEATER. Aus diesen Zutaten bereiten FEAR OF FLYING ihr ganz eigenes Süppchen. Dabei weisen sie mit ihrem sehr melodischen Stil des Prog-Rock durchaus Parallelen zu Bands wie etwa ENCHANT auf. Als Vorband durften sie schon mit so unterschiedlichen Bands wie MARILLION, DOKKEN, KING'S X und ASIA sowie mit dem GENESIS-Tribute-Projekt THE MUSICAL BOX auftreten. Das zeigt auch schon, dass die musikalische Bandbreite von FEAR OF FLYING recht groß ist.

Das hier vorliegende Werk macht es dem Fan aber leider nicht gerade einfach. Alle Zutaten sind vorhanden: die Musik ist sowohl eingängig als auch komplex, die Musiker sind alle sehr gute Instrumentalisten, denen ob des Könnens aber nie das Gespür für den Song abhanden kommt. Nur leider ist es eine Qual, der CD zu lauschen, so schlecht ist sie produziert. Der Mix nimmt der Musik den nötigen Druck und lässt auch einige Feinheiten in den Hintergrund treten, die dort sicherlich nicht hingehören. So geht unter anderem auch das sehr runde Schlagzeugspiel ein wenig im Sound-Einerlei unter. Dies ist angesichts der Tatsache, dass es sich bereits um die dritte CD von FEAR OF FLYING handelt überraschend, aber angesichts dessen, dass kein Label hinter der Band steht, fast schon wieder verständlich. Ist es doch gerade im Bereich der Progressiven Rockmusik so, dass nicht viele Bands von der Musik wirklich leben können und daher quasi "nebenbei" an ihrer Musik und ihren CDs arbeiten müssen. Die Soundqualität kommt bei "Fear Of Flying" leider nie über die eines Demos hinaus. Aber das ist auch das Einzige, was wirklich gegen das Album spricht.

Denn hier kommen sowohl Fans von klassischem Progrock, Neoprog, AOR und moderneren Prog-Metals (und vor allem wenn sie alle genannten Musikrichtungen mögen) durchaus auf ihre Kosten, denn die Songs sind allesamt sehr gut. Natürlich wird mancher Hörer denken, diese oder jene Stelle kenne ich doch, aber dann ist sie schon wieder vorbei und FEAR OF FLYING steuern in eine neue Richtung. So wird die Musik nie langweilig. Hier türmen sich im Hintergrund große Keyboard- und Synthesizer-Wände auf, vor denen die filigrane Leadgitarre brilliert, der Bass weiß mehr als nur einmal selber Akzente zu setzen und das Schlagzeug hält die Musik auch bei komplexen Arrangements immer zusammen und im Takt. Der Gesang ist nie angestrengt (und daher nie anstrengend) und bewegt sich in der mittleren Stimmlage und folgt der Vorgabe der Musik, Hauptsache melodisch..

Meine persönlichen Highlights der CD sind dabei Track Nummer 2 Hard Times, das darauf folgende schön eingängige Instrumental Premonition, der abwechslungsreiche Titeltrack, das sehr schön fließende Beside The Ocean, das leicht jazzige Freeform und das abschließende epische The Battle.

Insgesamt gesehen überfrachten FEAR OF FLYING ihre Stücke nicht (nur zwei der neun Songs sind länger als sieben Minuten), die Melodienbögen sind immer gut zu verfolgen und die Instrumente setzen dennoch immer wieder geschickt Akzente. Anhängern des Genres ist dennoch empfohlen, vor dem Kauf in die CD reinzuhören. Wenn ihnen der recht dürftige Sound nicht allzu viel ausmacht, dann sind FEAR OF FLYING ein echter Kauftipp. Insofern bleibt zu hoffen, dass eine große Plattenfirma die Band entdeckt und mit demselben Material, aber größerem Budget, noch einmal ins Studio schickt, um die Schwächen im Album-Sound auszubessern. Denn dann könnte "Fear Of Flying" bei den Anhängern des Genres für echte Furore sorgen.

Marc Langels, 19.01.2009

 

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