Fiddler's Green

Devil's Dozen


CD-Review

Reviewdatum: 19.11.2016
Jahr: 2016
Stil: Irish Speedfolk

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Fiddler's Green
Devil's Dozen, Deaf Shepherd/Indigo, 2016
Ralf 'Albi' AlbersGesang, Akustische Gitarre, Mandoline, Bouzouki, Banjo
Pat PrziwaraGesang, E-Gitarre, Akustische Gitarre, Mandoline, Bouzouki, Banjo
Tobias HeindlGeige, Gesang
Stefan KlugAkkordeon, Bodhrán
Rainer SchulzBass
Frank JoosSchlagzeug, Percussion
Produziert von: Jörg Umbreit & Vincent Sorg Länge: 46 Min 15 Sek Medium: CD
01. Devil's Dozen08. Bad Boys
02.Bottom's Up09. Blame It On Me
03. Down10. All The Way
04. Boat On The River11. Mr. Tickle
05. Perfect Gang12. Here We Go Again
06. Leaving Of Liverpool13. We Won't Die Tonight
07. Johnny

Kaum sind die Feierlichkeiten zum 25jährigen Bandjubiläum verklungen haben FIDDLER'S GREEN auch schon ihr nächstes Studioalbum am Start. Ein neues Produzententeam und dadurch bedingt Aufnahmesessions in den Principal Studios in Münster schaffen optimierte Rahmenbedingungen. Stilistisch setzt man jedoch zur Freude der stetig wachsenden Anhängerschaft weiter auf altbewährte und erprobte Markenzeichen und mixt unbekümmert Rock, Punk und (Irish) Folk, angereichert mit sporadischen Reggae- und Ska-Einschüben.

Auf den ersten Blick scheint der beliebte Rückgriff auf Traditionals drastisch zurück gefahren. Doch neben Leaving Of Liverpool gibt es ja noch eine gelungene Adaption von STYX Boat On The River und bei näherer Betrachtung entpuppt sich die 'Eigenkomposition' Down als Hybrid aus El Condor Pasa und Bella Ciao.

Das durchweg gefällige Songmaterial setzt in Einzelfällen Glanzlichter. So dürfte die epische Schunkelnummer Blame It On Me auf den nächsten Tourneen die Stimmgewalt des Publikums vor eine Belastungsprobe stellen. Feierwütige auf Party- und Fanmeilen finden in Perfect Gang eine neue Hymne, die in Pathos und Eingängigkeit einem Auf uns in nichts nachsteht, aber längst nicht so platt daher kommt, wie der unsägliche Bourani-Schlager. Dazu kommen noch drei, vier Kandidaten mit guten Chancen sich über kurz oder lang zu Ohrwürmern zu entwickeln.

In der Discographie der Grünen Fiedler mag sich das eine oder andere überzeugendere Album als "Devil's Dozen" finden lassen, aber die meisten Anhänger der Franken und die FLOGGING MOLLY-/DROPKICK MURPHYS-Fraktion sollte die Scheibe als musikalische Ergänzung zum nächsten Killkenny zu schätzen wissen.

Martin Schneider, 18.11.2016

 

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