Fiddler's Green

Heyday


CD-Review

Reviewdatum: 14.03.2019
Jahr: 2019
Stil: Irish Speed Folk
Spiellänge: 46:35
Produzent: Jörg Umbreit

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Plattenfirma: Deaf Shepherd Recordings/Indigo

Promotion: CMM GmbH


Redakteur(e):

Michael Koenig


s. weitere Künstler zum Review:

In Extremo

Dritte Wahl

Frank Turner

Titel
01. Prelude
02. The Freak Of Enniskillen
03. No Anthem
04. Limerick Style
05. Farewell
06. Born To Be A Rover
07. The Congress Reel
08. Slainte
 
09. Better You Say No
10. Cheer Up
11. One Fine Day
12. John Kanaka
13. Heyday
14. Steady Flow
15. Together As One
Musiker Instrument
Stefan Klug Akkordeon, Bodhran
Rainer Schulz Bass
Pat Prziwara Gesang, E-Gitarre, Akustikgitarre, Banjo, Mandoline
Ralf Gesang, Akustikgitarre, Mandoline
Frank Jooss Schlagzeug, Perkussion
Tobias Heindl Geige, Gesang

Das (mittlerweile schon seit 1990 aktive) deutsche Sextett FIDDLER'S GREEN ist hier im Hooked on Music bereits in Form von Plattenkritiken, Konzertberichten und Fotostrecken vertreten. Nun stehen die längst weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten und erfolgreichen Irish Speed Folker mit ihrem aktuellsten, noch ganz frischen (insgesamt vierzehnten) Studioalbum "Heyday" auf der Matte. Wir haben uns mal in die reguläre Ausgabe der neuesten Veröffenlichung des Sechserpacks reingekniet.

Da haben die Jungs und ihr Produzent Jörg Umbreit (unter anderem DRITTE WAHL, IN EXTREMO) ja wieder eine wunderbare Mischung aus Irish Folk und Punk Rock hingekgriegt. Dem Hörer fliegen fast die Lauscher weg, wenn es so richtig heftig rockend voll zur Sache geht. Sie dürfen sich dafür (als kleine Wiedergutmachung) bei jenen Folkpassagen, die nicht ganz so aufregend daherkommen wie andere, ein wenig ausruhen. Flott, zackig, gebremst, melodisch, traditionell und gleichzeitig modern, zum Mittanzen und -schunkeln und sing- oder grölbar, stimmungsvoll bis zum Abwinken, aber ebenso nachdenklich. Das alles und noch viel mehr ist hier im Angebot.

Es ist den Musikern ein großes Anliegen, eben nicht bloß als Spaß- und Feierkapelle wahrgenommen zu werden, sondern sich politisch (hier zum Beispiel, laut eigener Einschätzung, sowohl an Joe Strummers als auch an Frank Turners Stil angelehnt, mit dem Protestsong No Anthem) zu positionieren. Und das ganz klar gegen rechts. Außerdem legen FIDDLER'S GREEN spürbar immensen Wert darauf, nicht stillzustehen, sondern sich in ihrem Songwriting und spiel-/gesangstechnisch immer weiterzuentwickeln und dabei stetig zu verbessern, statt ewig die gleichen Lieder runterzuleiern. Dahingehend ist "Heyday" eine (im allerbesten und  positivsten Sinne) bandtypische und obendrein konsequente Scheibe geworden.

Nach diesem ausgiebigen Hörgenuss bleibt letztlich festzuhalten, dass Klug, Schulz, Prziwara, Albers, Jooss und Heindl auf dem allerbesten Weg sind, ihre ohnehin stetig ansteigende Erfolgskurve noch weiter nach oben zu treiben. Das werden sie ab sofort (begleitet von diversen Release Partys in Deutschland) auf der ausgedehnten Heyday-Tour in der Schweiz, Frankreich, Österreich, den Niederlanden und natürlich Deutschland unter beweis stellen. Da bleibt nur noch eines übrig: Hingehen und nach Strich und Faden abfeiern!

 

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