Fiery Blue

Fiery Blue


CD-Review

Reviewdatum: 03.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Americana

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Fiery Blue Homepage



Redakteur(e):

Michael Masuch


Fiery Blue
Fiery Blue, Doubloon Records, 2010
Simone StevensVocals
Gabe RhodesAcoustic & Electric Guitars,Tenor Guitar,Bass,Banjo,Piano,Pump Organ,Electric Organ,Acordion,Fender Rhodes,Harmony Vocals,Percussion
Paul MarstellerGuitar
Hunt SalesDrums. Percussions, Bass
Quinn Vogt-WelchBacking Vocals
Produziert von: Gabe Rhodes Länge: 55 Min 45 Sek Medium: CD
01 Hide Away10.Where They Are
02.Feels Like Falling11.Magic
03.In The Wind12.Virtue
04. Neon Age13.Stranger
05.The Long Night14.Turn
06.Wild Bird15.Big Moment
07.Looking At You16.Diamond Ride
08.Fire Show17.Funland
09.Dive18.Far And Near

FIERY BLUE, der Name soll besondere melancholische Momente bezeichnen, die länger werdenden Schatten am Ende des Tages, dann wenn die Sonne untergeht, das zufriedene abendliche Seufzen mit dem Whiskeyglas in der Hand auf der Veranda.

Songwriter Paul Marsteller in Austin, Multiinstrumentalist und Produzent Gabe Rhodes (Sohn von Country Pop Ikone Kimmie Rhodes) in San Diego, sowie Sängerin Simone Stevens aus New York bilden hier ein aussergewöhnliches Triumvirat und legen ihre musikalischen Vorzüge gekonnt zusammen, als würden sie schon jahrelang als Band fungieren. Dabei sahen sie sich nach den Aufnahmen erstmals zu den Fototerminen persönlich und tauschten die Songideen immer nur per E-Mail aus! Die warmen, angenehmen Vocals von Simone Stevens entführen dich mit ihrer Stimmfarbe, die angenehm nach Natalie Merchant und Jesse Klein klingt, in die Uptempo Welt der Folk/Rock/Pop-Perlen und legt beim Opener Hide away, sowie Feels like falling gleich durchaus radiokompatibel die Latte hübsch nach oben.

Ganze 18 Songs spielten FIERY BLUE ein und tatsächlich wäre hier etwas weniger wohl durchaus mehr gewesen!

Gabe Rhodes, der schon bei illustren Künstlern wie Waylon Jennings oder Willie Nelson, sowie bei seiner Mutter Kimmie seine musikalischen Spuren hinterließ, holte sich den ex- TIN MASHINE Drummer Hunt Sales an Bord, der auch durchaus filigran agieren kann. Looking at you schafft mit verhallter Gitarre und schleppendem Schlagzeug ein wenig 60er Jahre Atmosphäre, bei Wild Bird wuselt sich die Orgel im Midtempo durch den Song, die Slide Gitare und etwas Percussion reichen für einen im wahrsten Sinne Big Moment.

Sängerin Simone Stevens ist unter dem Strich eine sehr angenehme Entdeckung und schafft es, einigen vielleicht etwas zu banalen und zu gleichförmig und melancholisch gehaltenen Songs auf dem Album mit ihrer Stimme doch durchaus einen gewissen Reiz abzugewinnen.

Allemal ein durchaus hübsches und anhörenswertes Folk-Rock Album, bei dem allerdings etwas der Spannungsbogen abhanden kommt. Aber daran kann ja beim nächsten Album noch weiter gefeilt werden.

Michael Masuch, 29.08.2010

 

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