Foo Fighters

Wasting Light


CD-Review

Reviewdatum: 19.04.2011
Jahr: 2011
Stil: Alternative Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Foo Fighters
Wasting Light, RCA, 2011
Dave GrohlVocals & Guitar
Chris ShiflettGuitar & Vocals
Pat SmearGuitar & Vocals
Nate MendelBass
Taylor HawkinsDrums, Percussion & Vocals
Gäste:
Bob MouldGuitar & Vocals (on Dear Rosemary)
Krist NovoselicBass & Accordeon (on I Should Have Known)
Produziert von: Butch Vig Länge: 49 Min 03 Sek Medium: CD
01. Bridge Burning07. Back & Forth
02. Rope08. A Matter Of Time
03. Dear Rosemary09. Miss The Misery
04. White Limo10. I Should Have Known
05. Arlandria11. Walk
06. These Days

Gar nicht so einfach für eine Megaseller-Stadionband wie den FOO FIGHTERS, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen um womöglich vergangene (Verkaufs-)Erfolge noch toppen zu können. Da werden dann erstmal Begriffe wir “härteste FOO FIGHTERS Scheibe aller Zeiten“ und jede Menge große Namen (Butch Vig, Krist Novoselic, Bob Mould) in den Orbit gejagt, damit die Erwartungen auch ordentlich geschürt werden. Im Vorab-Video zu dem tatsächlich ordentlich lospreschenden White Limo gibt sich dann auch noch der gute Lemmy die Ehre. Müsste also mit dem Teufel zugehen, wenn das Teil nicht ordentlich zündet.

Aber da wir ja keine Chartsmagazin sind, es uns viel mehr um die Qualität des Gebotenen geht, soll der kommerzielle Ertrag, den “Wasting Light“ sicherlich einfahren wird, erst einmal außen vor stehen. Zum Thema Härte: Ja, Bridge Burning und das schon erwähnte White Limo zünden ordentlich durch, aber ansonsten ist das alles doch eher im gewohnten Rahmen. Wozu auch das Härtebarometer auspacken, wir sind ja hier nicht in Wacken. Vielmehr gibt es das, was jeder Fan der FOO FIGHTERS in erster Linie wünschen dürfte: Verdammt gute, eingängige Melodien in Songs, die allesamt das gewisse Extra haben. Sei es bei Dear Rosemary (mit dem Gastauftritt von Bob Mould, ehemals HÜSKER DÜ) oder Arlandria gehen locker ins Ohr und setzen sich dort fest. Dabei sorgen immer wieder leichte Schrägheiten (Back & Forth) und der herrlich raue Sound (die Aufnahmen fanden, wie auch schon vorab kolportiert, tatsächlich in Dave Grohls Garage statt) dafür, dass es zu keinem Zeitpunkt irgendwie süßlich wird.

Gegen Ende des Albums, das wirklich keinen richtigen Ausfall zu verzeichnen hat, gibt es dann noch eine Beinahe-NIRVANA-Reunion (auf dem herrlich atmosphärischen I Should Have Known spielt Krist Novoselic Bass und Butch Vig produzierte ja das Ganze) und der Rausschmeißer Walk fällt noch ganz besonders furios aus. Da kann man es locker verschmerzen, dass die Single Rope eigentlich eher unspektakulär ausfällt. Fazit: Wer letztlich so viel Qualität abliefert, darf auch im Vorfeld gerne kräftig die Trommel rühren.

Ralf Stierlen, 18.04.2011

 

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