Kiss Forever Band

Frankfurt, Sinkkasten, 17.12.2005

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 17.12.2005

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Frankfurt, Sinkkasten, 17.12.2005

Line Up:
Zoltán Váry as "Starchild" aka Paul Stanley
Pocky as "The Demon" aka Gene Simmons
Zoltán Maróthy as "Space Ace" aka Ace Frehley
Tobola Csaba as "Catman" aka Peter Criss

Nachdem das Management der einstmals größten Rockband des Planeten angekündigt hat, KISS langfristig ganz ohne Originalmitglieder auf Tour schicken zu wollen, darf man nunmehr auch getrost auf KISS-Coverbands zurück greifen. Das ausserdem, weil sich die Ritter des Teufels (Knights In Satan's Service) hierzulande ohnehin nur noch selten blicken lassen, zuletzt auf der "Psycho Circus" Tour 1999.
Und was THE MACHINE für PINK FLOYD ist, was THE MUSICAL BOX für GENESIS ist, das ist die KISS FOREVER BAND für KISS. Extrem nah an den Originalen "The Demon" (Gene Simmons), "Starchild" (Paul Stanley), "Space Ace" (Ace Frehley) und "Catman" (Peter Criss), lassen die vier Ungarn die Siebziger wieder auferstehen. Und das machen sie wirklich gut, die 2003er DVD "Budapest Rock City" legt davon auf beeindruckende Weise Zeugnis ab (gibt's unter www.kissforeverband.hu).

Da sich die Gründung dieser einzigartigen Formation 2005 bereits zum zehnten Mal jährte, lud man jüngst zur "10th Anniversary Tour", deren Abschluss in Frankfurt am Main gefeiert werden sollte. Die Location, die man in der vorweihnachtlich geschmückten Hessenmetropole gebucht hatte, hätte besser nicht sein können: Der bereits 1971 gegründete Sinkkasten in der Stiftstraße ist untrennbar verbunden mit Namen wie URIAH HEEP, CANNED HEAT oder auch Herbie Hancock. Hier gaben sich schon Alexis Korner und Arlo Guthrie die Klinke in die Hand. Und nur einen Steinwurf von hier hatte die legendäre Frankfurter Edelnutte Rosemarie Nitribitt ihre "Geschäftsräume".
[Info: Der Mord an der Prostituierten Rosemarie Nitribitt war einer der spektakulärsten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte. Nitribitt wurde 1957 unter bis heute nicht geklärten Umständen getötet. Im prüden Nachkriegsdeutschland kursierten wilde Gerüchte um möglicherweise in den Mord verstrickte Politiker und Wirtschaftsbosse. Da der gute Tim bekanntlich Anwalt ist, weiss er das natürlich, aber unsere jungen Leser...; Red.]

Aber zurück zum Thema: Die KISS FOREVER BAND. Komplett geschminkt, in irrwitzigen Kostümen und auf meterhohen Plateausohlen stapften die Puszta-Rocker durch das gut eineinhalbstündige Programm. Dem furiosen Opener Detroit Rock City folgte ein Höhepunkt nach dem anderen: Strutter, Love Gun, Rock'n Roll All Night oder I Was Made For Lovin' You um nur einige zu nennen. Meine ganz persönlichen Highlights: Das viel zu selten gespielte Hooligan vom 1977er "Love Gun" Album und der grandiose Stampfer God Of Thunder (von der 1976er LP "Destroyer"). Letztgenannter wurde allerdings erst nach mehrfacher und vehementer, d.h. lautstarker Aufforderung durch den Autor dieser Zeilen intoniert.
Sehr fanfreundlich die Preise: 15 Euro für ein Ticket, 12 für ein T-Shirt. Besser geht's wirklich nicht.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Jungens hierzulande bald mal wieder sehen lassen. These guys kick ass like hell!

Tim C. Werner, 19.01.2006

 

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