Freddie Mercury

Freddie Mercury - The Great Pretender

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 02.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Rock, Pop

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Freddie Mercury
Freddie Mercury - The Great Pretender, Eagle Vision, 2012
Freddie Mercury
Brian May
John Deacon
Roger Taylor
Montserrat Caballé
etc.
Produziert von: Jim Beach, Rhys Thomas & Joss Crowley Länge: 103 Min 47 Sek Medium: DVD
01. Breaking Free07. Borrowed Time
02. Big Hits And Ballet Shoes08. Viva Freddie
03. A Night At The OperaBonus Material:
04. The Greatest Pretender09. Freddie Mercury Goes Solo
05. I Had This Perfect Dream10. Extended Interview With Montserrat Caballé
06. How Can I Go On?11. Making Barcelona: Special Edition 2012

Inzwischen ist Freddie Mercury, dessen Name natürlich vorrangig für immer mit seiner Stammband QUEEN verbunden sein wird, schon fast seit einundzwanzig Jahren tot und trotzdem bis heute unvergessen. Er hat nach wie vor unzählige Fans auf der ganzen Welt. Um sie mit allem Möglichen und Unmöglichen um seine Person zu versorgen, wird ständig über ihn berichtet und stetig eine Flut “neuen“ Materials rausgehauen. Nun steht die Veröffentlichung der DVD “Freddie Mercury - The Great Pretender“ an, die sich hauptsächlich der Solokarriere dieses ganz besonderen Menschen widmet.

Es gibt wohl kaum etwas, das über diesen Mann noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist. Wer kennt sie nicht, die Geschichten und Gerüchte über seinen ausschweifenden Lebenswandel und seine sexuelle Orientierung. Er wurde bereits zu Lebzeiten, aber auch nach seinem Tod, von vielen Medien mit Dreck beworfen und als verantwortungsloser, abgehobener, arroganter und rücksichtsloser Egoist hingestellt. Wahr ist dagegen, dass es quasi zwei Freddies gab. Da leistet dieser Film erfreulicherweise ein wenig Aufklärungsarbeit.
Hier offenbart sich nämlich der mehr als sympathische, hochintelligente, zurückhaltende, großzügige, künstlerisch außerordentlich begabte und verantwortungsbewusste Privatmensch, zu dem die von Glamour, Exzessen, Wahnsinn umgebene und sich in offenbar zweifelhaftem Umfeld bewegende, öffentliche Person in krassestem Widerspruch steht. Dazu tragen persönliche Äußerungen des Hauptdarstellers, aber ebenso die Aussagen von Montserrat Caballé, Brian May, Roger Taylor sowie etlichen anderen Leuten und Weggefährten bei. Ich finde es zum Beispiel sehr beachtlich und ermutigend, wie May und Taylor gleich nach dem Ableben ihres Freundes den ganzen üblen Nachreden, die gerade zu diesem Zeitpunkt über ihn kursierten, im Fernsehen entgegentraten und sich energisch um Richtigstellung bemühten.

Es gibt jede Menge, teilweise aktuelle, Interviews, Videoschnipsel, Fernsehbilder, Konzertausschnitte, Privatszenen, Bilder aus der Kinder- und Jugendzeit und Informationen über das Soloalbum “Mr. Bad Guy“ sowie die Zusammenarbeit mit der spanischen Starsopranistin Montserrat Caballé bei "Barcelona" und andere Aktivitäten.

Im Zusatzteil finden sich aussagekräftige Interviews mit Freddie und Montserrat Caballé. Den Schlusspunkt setzt eine Kurzdokumentation über die Produktion von "Barcelona – Special Edition" zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum des Albums.

Als Tonformat wird PCM Stereo angeboten. Englische, deutsche, spanische und französische Untertitel sind zuschaltbar. Die Disc ist ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Bild- und Tonqualität sind grundsätzlich in Ordnung, schwanken jedoch hin und wieder etwas. Da spielt ganz bestimmt zum Teil das Alter des Materials eine Rolle.

Das Booklet enthält Fotos, die Freddie Mercury farbig und schwarz-weiß zeigen. Außerdem gibt Rhys Thomas, Regisseur und Mitproduzent des Films, in seinen Liner Notes vom Mai 2012 einen kurzen Überblick über dessen Inhalt und damit das Leben des Great Pretender.

“Freddie Mercury - The Great Pretender“ wird vor allen Dingen dem Menschen hinter dem Megastar gerecht. Der Film beleuchtet dabei auch die tragischen Facetten dieses viel zu früh beendeten Lebens.
Aber egal, welcher seiner beiden Persönlichkeiten man sich zuwendet, dieser Mann war alles andere als verderbt.

Michael Koenig, 11.09.2012

 

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