Freedom Call

Legend Of The Shadowking


CD-Review

Reviewdatum: 09.01.2010
Jahr: 2010
Stil: Melodic Power Metal

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Freedom Call
Legend of the shadowking, Steamhammer/SPV, 2010
Chris BayVocals, Guitar, Keyboards
Dan ZimmermannDrums
Lars RettkowitzGuitar
Samy SaemannBass
Produziert von: Tommy Newton Länge: 54 Min 04 Sek Medium: CD
01. Out of the ruins08. The darkness
02. Thunder god09. Remember
03. Tears of Babylon10. Ludwig II. - Prologue
04. Merlin - Legend of the past11. The shadowking
05. Resurrection day12. Merlin - Requiem
06. Under the spell of the moon13. Kingdom of madness
07. Dark obsessions14. A perfect day

FREEDOM CALL legen mit "Legend of the shadowking" ihr fünftes Studioalbum vor, das sich schwerpunktmäßig mit dem bayrischen 'Märchenkönig' und Erbauer von Neuschwanstein, Ludwig dem II., auseinandersetzt.

Die Scheibe kann sich wirklich hören lassen. Für die treue Fangemeinde gibt es einige typische FREEDOM CALL-Nummern mit bis zum Anschlag durchgetretenen Gaspedal und eingängigen, zuckersüßen Refrains mit Hang zum platten Tralala. Dazu ein paar solide epische Midtemposongs und obligatorische Balladen, das Ganze natürlich gut gemacht, aber leider auch sehr vorhersehbar.

Spannend wird es immer dann, wenn FREEDOM CALL die eigenen Klischees etwas zur Seite wischen und erfreulicherweise lassen sich die Süddeutschen ein ums andere Mal darauf ein.

Aus dem Rahmen fällt Under the spell of the moon. Da geben sich FREEDOM CALL ungewohnt atmosphärisch und düster, ja fast schon gotisch im Sinne einer Kreuzung aus MOONSPELL und LACRIMAS PROFUNDERE. The darkness erinnert dagegen an epische PRIMAL FEAR-Songs wie Fighting the darkness ;=) oder Diabolus. Mit Kingdom of madness gibt es einen überraschend straighten, staubtrockenen Rocksong, der gnadenlos vorwärts prescht und die Gitarrenmelodie von A perfect day greift keltische Einflüsse im Stile von Gary Moore oder THIN LIZZY auf.

Insgesamt bietet "Legend of the shadow king" eine gelungene Mischung aus typischen FREEDOM CALL-Markenzeichen und kleinen, aber feinen Überraschungen, die für Spannung und Abwechslung sorgen. Für Fans ist das Album sicher ein Muss, aber auch alle anderen, die ein Faible für souveränen Melodic Metal haben, sollten dieses Album zumindest mal antesten.

Martin Schneider, 08.01.2010

 

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