Frogg Cafe

Bateless Edge


CD-Review

Reviewdatum: 07.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Prog/Jazzrock/Fusion

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Frogg Cafe
Bateless Edge, 10T Records, 2010
Bill AyasseViolin, Viola, Mandolin, Vocals & Percussion
Frank CambianoGuitar, Banjo & Bass
James GuarnieriDrums, Glockenspiel & Percussion
John LietoTrombone & Bass Trombone
Nick LietoVocals, Piano, Keyboards, Trumpet & Flugelhorn
Andrew SussmanElectric Bass, Cello & Acoustic Guitar
Gäste:
Dennis LippeGuitar
Dee HarrisIndian Slide Guitar & Tambora
Nitim MohanTabla
Vessela StoyanovaMarimba
Michael KollmerMarimba & Xylophone
Sharon AyasseFlute
Jo PredicceCello
Steven SussmanClarinet & Bass Clarinet
Steve KatsikasKeyboards
Mike KauffmanSaxophones
Produziert von: Bill Ayasse & Frogg Cafe Länge: 77 Min 16 Sek Medium: CD
01. Terra Sancta04. Under Wuhu Son (In The Brigth Light/Left For Dead/Brace Against The Fall)
02. Move Over, I'm Driving05. From The Fence
03. Pasta Fazeuhl06. Belgian Boogie Board

Da muss man gar nicht lange drum herum reden: Diese Scheibe ist ein absoluter Hammer!! Schon der erste Durchlauf, bei dem man ja noch längst nicht alle Feinheiten entdeckt, bescherte dem Rezensenten einen ähnlich erhabenen Moment und wohlige Schauer auf dem rücken, wie er einstmals verspürt hat, als er den Erstling von CHICAGO (“Chicago Transit Authority“) oder “The Inner Mounting Flame“ von THE MAHAVISHNU ORCHESTRA für sich entdeckte. Dieser Augenblick, wenn man musikalisches Neuland betritt und sich dennoch gleich geborgen fühlt, ohne eingelullt zu werden, da ständig neue Überraschungen die ganz Aufmerksamkeit einfordern.

FROGG CAFE waren für mich bisher eine Sonntag-Nachmittag-Band, ideal zu Kaffe und Kuchen: Virtuos, verspielt, mit diesem leicht verwegenen ZAPPA-Touch, aber dennoch handzahm genug, um niemand nachhaltig zu vertören oder zu verschrecken. Hier aber gehen Bill Ayasse und Co. wirklich aufs Ganze, legen ihren ganzen Mut, ihre überbordenden Ideen und allerlei vertrackte Unerhörtheiten in dieses Album, das einen unglaublichen Spagat zwischen Prog, Jazz (Move Over I’M Driving), Jazzrock, Weltmusik (das indisch angehauchte Terra Sancta) und zeitgenössischer Klassik (Belgian Boogie Board) meistert.

Dazu noch zwei atemberaubende Longtracks, das wie auf einem Hochseil zwischen Atonalität und strahlender Harmonik balancierende Pasta Fazeuhl sowie das grandiose Under Wuhu Son, das als Lehrbeispiel für moderne, jazzgrundierte, progressive Fusion dienen könnte. Mit den stimmigen Arrangements und den selbstredend phantastischen Virtuosen an den Instrumenten ist FROGG CAFE mit “Bateless Edge“ ein klarer Anwärter auf den Thron im Jahrespoll, mindestens im Bereich Prog, wenn nicht gar insgesamt, gelungen. Eine sensationelle Scheibe!!.>/p>

Ralf Stierlen, 07.09.2010

 

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