From Hell

Ascent From Hell

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.10.2014
Jahr: 2014
Stil: Death Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


From Hell
Ascent From Hell, Scourge Records, 2014
George AndersonGesang & Gitarre
Steve SmythGitarre
Damien SissonBass
Paul BostaphSchlagzeug
Produziert von: George Anderson & Steve "Snake" Green Länge: 69 Min 12 Sek Medium: CD
01. Standing At The Mouth Of Hell06. Nun With A Gun
02. The Walking Dead07. The Church
03. Soul Crusher08. Dead Reckoning
04. Psycho Killer09. Ascent From Hell
05. Eyes Of My Dead10. The Sleep

Innerhalb zweier Monate liegt mir nun schon das zweite Album eines SLAYER-Drummers vor. Das Erste war von PHILM, der Band von Dave Lombardo, die er nach dem erneuten Aus bei den Thrash Metal-Totschlägern schnell wieder aufleben ließ. Nun zieht der aktuelle SLAYER-Schlagwerker Paul Bostaph mit seinem Neben-Projekt FROM HELL. Prominente Unterstützung fand er dabei in Steve Smyth (Gitarre, FORBIDDEN, Ex-NEVERMORE, -TESTAMENT) und Damien Sisson (Bass, DEATH ANGEL) sowie Gitarrist und Sänger George Anderson, der auch unter dem Pseudonym Aleister Sinn bekannt ist. Dabei dürfte der Name der Band nicht nur mich im ersten Moment an einen Johnny Depp-Film über Jack the Ripper erinnern dürfte.

Und tatsächlich erinnert das Konzept hinter dem Album “Ascent From Hell“ an einen Horror/Slasher-Film. Kurz zusammengefasst liest es sich wie folgt: Der Körper eines psychotischen Killers erwacht in der Hölle und ihm wird gesagt, er müsse auf die Erde zurückkehren und seine Seele finden. Diese lebt im Körper eines Priesters weiter. Diese Seele müsse der Körper dann in die Hölle zurückzerren“. Wie könnte also da die musikalische Umsetzung aussehen?

Klar, hier wird die ganz heftige Metal-Keule geschwungen. Die Musik bewegt sich meist im Bereich melodiöser Death Metal oder aber sehr harter Thrash Metal. Dabei darf Bostaph natürlich ausgiebig seine Künste mit den beiden Bass Drums zeigen. Trotzdem gleitet die Musik nie nur in reines Geknüppel ab, sondern bleibt durch die Gitarren-Riffs schon auch für diejenigen interessant, die eigentlich mit allzu hartem Metal wenig anfangen können. Zudem sollte man sich auch mit extremem Gesang anfreunden können, denn Anderson zieht hier wahrlich alle Register und das wird entsprechend der Geschichte auch gerne mal ziemlich extrem.

Jedoch sollten alle, die schon mit Thrash nichts anfangen können, einen großen Bogen um das Werk machen. Denn musikalisch orientiert man sich an Bostaphs anderer Band oder auch mal den alten SEPULTURA. Und einen Track wie The Walking Dead könnte man sich auch auf einem TRIVIUM-Album durchaus vorstellen. Und bei Eyes Of My Dead bewegt sich die Band nicht nur atmosphärisch auf den Spuren von KING DIAMOND. Natürlich ist das nicht übermäßig originell, aber auf jeden Fall ziemlich gut gemacht. SLAYER werden alle Hände voll zu tun haben, um diese Intensität zu toppen.

Zwischen den einzelnen Songs wird die Geschichte immer wieder entweder mit atmosphärischen Elementen oder aber kurzen Hörspiel-artigen Sequenzen fortgeführt. Das ermöglicht es dem Hörer, der Geschichte gut zu folgen. Aber auch die Vocals von Sänger und Gitarrist xyz sind nicht so unverständlich, dass man Probleme damit hätte, das Ganze zu verstehen. Zumal die Geschichte ja schon auch spannend genug ist, um mal das Booklet in die Hand zu nehmen und sich einen genaueren Einblick zu verschaffen.

FROM HELL haben mit “Ascent From Hell“ ein gutklassiges – wenn eben auch nicht komplett originelles – Album vorgelegt. Musikalisch aber auch was die Geschichte betrifft kann man den beteiligten Musiker nichts vorwerfen, bis auf den Umstand, dass ein absolutes Highlight auf dem Album fehlt, das man als Anspieltipp hätte empfehlen können. Aber “Ascent From Hell“ überzeugt eher als Gesamtwerk, das man eben auch besser so genießen sollte. Dann entfaltet die Horror-Story mit der dazu passenden Musik erst ihre volle, leicht beängstigende Wirkung – wie eben in einem guten Horror-Film.

Marc Langels, 30.09.2014

 

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