Frontline

The Seventh Sign


CD-Review

Reviewdatum: 07.07.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Frontline
The Seventh Sign, AOR Heaven, 2004
Stephan KämmererVocals
Robby BöbelGuitars, Keyboards
Thomas 'Hutch' BauerBass
Rami AliDrums
Produziert von: Robby Böbel Länge: 44 Min 16 Sek Medium: CD
1. You can't tame me6. Part of my life
2. This lie7. Where's the love
3. Like you do8. Melt my ice
4. Getaway9. This is my life
5. Take me higher10. You never cried

Diese Scheibe kann einen als Kritiker echt in den Wahnsinn treiben. Schon lange hat es kein Album mehr geschafft, bei mir so unterschiedliche Reaktionen hervorzurufen.

Immer wieder bin ich versucht FRONTLINE für "The Seventh Sign" abzuwatschen und bringe es dann aber doch nicht übers Herz, weil es weder Band noch Album wirklich gerecht werden würde.
Die Franken präsentieren zwar relativ unspektakulären Melodic-Rock, verfügen aber über eine erfreulich harte Grundeinstellung. Das zeigt sich gleich beim krachenden Opener You can't tame me und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.
Mit diesem Sound sind FRONTLINE in der Rockszene natürlich so sensationell und einzigartig, wie ein weiterer Titel für die Kicker vom FC Bayern München. Trotzdem gibt es noch genug Bayern-Fans, die sich darüber jedes Mal ein Loch in den Allerwertesten freuen und genauso werden auch FRONTLINE ihre glühenden Anhänger und Plattenkäufer in der Melodic-Rock-Szene finden.

Was den Franken einfach fehlt ist dieser magische Funke an Individualität und Unverwechselbarkeit, der typisch eigene Charakter, der eigentlich unabdingbar ist, um sich in einem ohnehin schon hoffnungslos übersättigten Marktsegment von der breiten Masse der Mitbewerber entscheidend abzuheben.
Aber - das kann und will ich nicht verhehlen, und daher rührt auch mein etwas gespaltenes Verhältnis zu "The Seventh Sign" - FRONTLINE haben ein paar verdammt starke und wirklich hörenswerte Songs am Start.

Stücke wie This lie, Take me higher oder Part of my life geben auf jeder Rock-Compilation eine gute Figur ab und können vom qualitätsbewussten Rock-DJ jederzeit problemlos in sein Programm zwischen BON JOVI und KINGDOME COME eingebaut werden.
Allerdings muss er sich der Gefahr bewusst sein, dass im Anschluss an einen FRONTLINE-Song wahrscheinlich Dutzende auf ihn aufgeregt einstürmen werden und fragen, welche Band das gerade eben war. Von sich aus dürften die Wenigsten die Band zweifelsfrei als FRONTLINE identifizieren können.

So muss auch ich letzten Endes zugeben: Irgendwo sind FRONTLINE schon gut, nur eben nicht furchtbar originell. Mal stört mich das mehr, mal stört mich das weniger und dementsprechend macht "The Seventh Sign" auch mal mehr oder weniger Spaß.

Martin Schneider, 07.07.2004

 

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