Full Throttle

Drive


CD-Review

Reviewdatum: 04.08.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Full Throttle
Drive, Eigenvertrieb, 2006
Justin Belz Lead Vocals, Guitars
Keegan Reed Bass, Vocals
Joe Cortez IV Drums
Joe Cortez III Keyboards
Brady Black Mandolin, Fiddle
Jermey Plato Harmony Vocals
Produziert von: Full Throttle Länge: 46 Min 12 Sek Medium: CD
1. Intro8. Spanish Castle Magic
2. Burn Me Down9. Somewhere Texas
3. Bye Baby Goodbye10. Out Of This Town
4. Matador11. Wanted
5. Hill Country Love12. The Way
6. All Alone Tonight13. Six Feet In The Ground
7. I Just Wanna Be Yours

Die Scheibe steckt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in meinem Briefkasten. Draußen ist es unerträglich schwül und selbst in der Bude liegt die Gradzahl im roten Bereich. Und dann kommt in dieser extrem heißen Phase auch noch so eine heiße Scheibe.
FULL THROTTLEs Erstling "Drive" soll meinen Getränkeverbrauch kräftig nach oben schrauben. Auf dem Cover-Photo sehen die drei Full Throttles wie harmlose Rootsrocker aus. Das täuscht.
Der zweite Track, Burn Me Down, macht seinem Namen alle Ehre. Hier brennt die Prärie. Knallharter, schnörkelloser Rock für Gourmets. Der musikalische Schnittpunkt liegt irgendwo zwischen CROSS CANADIAN RAGWEED und den GEORGIA SATELLITES.

Neue texanische Bands gibt es ja zur Zeit wie Sand in der Wüste. Die wenigsten können wirklich überzeugen und kopieren nur irgendwelche großen Meister wenig meisterlich.
FULL THROTTLE sind da schon eine ganz andere Liga. Nun gut, man kennt seine Vorbilder und weist sie auch im Booklet ohne Scheu aus. Was diese Band so hervorhebt aus dem Rootsrock-Allerlei ist die Qualität ihrer Songs und das abwechslungsreiche musikalische Treiben.
Neben dem schon erwähnten Burn Me Down bietet die Band auch auf Nummern wie Bye Baby Goodbye, Out Of This Town ,Spanisch Castle Magic, Wanted und All Alone Tonight vorzüglichen Losgehrock der Handelsklasse 1. Ausgezeichnet ist das rhythmische Timing des Trios und ihr Sinn für einprägsame Melodien.
Aber FULL THROTTLE können auch anders. Matador ist Westcoast Rock wie aus dem Lehrbuch und erinnert sehr an die damals unterschätzte FREDDY JONES BAND. Das perlende Gitarrensolo ist das I-Tüpfelchen.
Ein Ohrwurm aus der ersten Liga kommt dann mit Just Wanna Be Yours. Der relativ sanfte Countryrocker erweist sich als ideale Verschnaufpause zwischen den knackigen Songs und geht mir nicht mehr aus der verschwitzten Rübe.

"Drive" ist das ausgezeichnete Debüt einer neuen texanischen Band, von der man sicher in Zukunft noch mehr hören wird. FULL THROTTLE ist ein Muss für alle Fans von CROSS CANADIAN RAGWEED und Co. Absolute Kaufverpflichtung.
Klang und Produktion sind gut.

P.S.: Bitte nicht mit der gleichnamigen Heavy Metal Band verwechseln!

Joachim Domrath, 04.08.2006

 

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