G Love and Special Sauce

The Juice

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.03.2020
Jahr: 2019
Stil: Blues, Funk, Soul, Hip-Hop
Spiellänge: 40:50
Produzent: G. Love, Keb Mo‘

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Plattenfirma: Thirty Tigers

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Holger Müller


s. weitere Künstler zum Review:

Keb Mo

Prince

Billy Joel

Jonny Lang

The Marcus King Band

Titel
01. The Juice (feat. Marcus King)
02. Soul-B-Que (feat. Roosevelt Collier)
03. Go Crazy (feat. Keb’ Mo)
04. Shake Your Hair
05. Fix Your Face
06. She’s The Rock
 
07. Diggin‘ Roots (feat. Ron Artis II)
08. Shine On Moon (feat. Keb‘ Mo)
09. Birmingham (feat. Robert Randolph)
10. Drinkin‘ Wine
11. The Juice (reprise)
Musiker Instrument
G. Love Vocals, Harmonica
Keb Mo‘ Guitars, Vocals
Robert Randolph Pedal Steel, Vocals
Marcus King Guitars, Vocals
Roosevelt Collier Pedal Steel, Vocals
Jim Prescott Bass
Jeffrey Clemens Drums

Blues mit Hip-Hop und gelegentlichen Soul- oder Funk-Zitaten zu mixen, das klingt wie Steak mit schwerer dunkler Soße und einer Sahnehaube obendrauf. Muss man nicht mögen, aber wenn es so frech und frisch kreiert wird, wie von Garrett Dutton (aka G. Love) auf seinem jetzt auch schon zwölften Album, dann können einem die einzelnen Tracks durchaus auf der Zunge zergehen.

Zumal G. Love so schlau war, sich dieses Mal mit Keb Mo‘ einen jener Blues&Soul-Überväter an die Seite zu holen, die ganz genau wissen, wie man aus einem guten Riff und einer ansprechenden Melodie noch mehr herausholt, wenn die Gitarre an der richtigen Stelle aufjault, während ein Gospelchor gen Himmel steigt. Nachzuhören zum Beispiel im Song Soul-B-Que und der Name ist Programm: fürwahr eine heiße Südstaaten-Grillfete mit scharfer Soße und süßer Note.

Überhaupt hat der in Philadelphia geborene G. Love keine Hemmungen, quer durch den amerikanischen Musik-Kräutergarten zu wildern. Ganz sicher hat er in seiner Jugend neben den Vorbildern BEASTIE BOYS auch jede Menge Prince gehört und dessen Funk-Riffs krachen immer wieder aus den Songs von „The Juice“. Shake Your Hair ist eine wilde Mischung aus Billy Joels We Didn’t Start The Fire und den Simpsons (nebst passendem Video), Fix Your Face ist Heavy-Blues der Marke Jonny Lang.   

Dass dieses Album nicht auseinanderbricht in seiner stilistischen Vielfalt, sondern trotzdem wie in einer einzigen turbulenten Nacht ersonnen und aufgenommen wird, liegt nicht nur an Keb Mo’s Einfluss, der den Luftikus G. Love immer wieder erdet und mit seinen Blues-Roots die Songs auf Spur hält. Auch die anderen Gäste, von Marcus King bis Robert Randolph fügen sich nahtlos in dieses Konzept ein, in dem alles erlaubt ist, so lange es den tiefen Süden als Heimstätte hat, von dem aus alles beginnt. Country darf hier selbstverständlich nicht fehlen, ist ja ohnehin der weiße Bruder des Blues, und Shine On Moon bringt die beiden höchst harmonisch zusammen – eine wehmütige Harmonika inklusive. Und dann das Gaspedal gleich mal wieder durchgedrückt und ab geht’s auf einem wilden Rock’n-Roll-Gaul nach Birmingham.

G.Love hat ein Model geheiratet, ist nach Cape Cod gezogen und genießt dort sein Leben. Auch das hört man „The Juice“ an, so fröhlich hat schon lange niemand mehr den Weltenzustand besungen. Egal ob „I’m drinkin‘ wine, wine wine, all the time / Feeling fine, fine, fine, ‘cause you are mine“ (Drinkin‘ Wine) oder „We Got the love, we got the dreams / We won't give up, we are the change…“ (The Juice). Wer nach diesem Album immer noch schlechte Laune hat, hat nicht zugehört.

 

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