Garden Of Delight

Celtic Shadows


CD-Review

Reviewdatum: 12.08.2009
Jahr: 2009
Stil: Folk Rock

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Garden Of Delight
Celtic shadows, DMG Germany/Broken Silence, 2009
Michael M. JungElectric guitars, Mandolin, Bouzouki, Vocals, Keyboards
Dominik RoeschViolin, Backing vocals
Sascha LotzAcoustic guitars, Guitar-Keyboard-System
Thomas 'Elton' ScharfBass, Backing vocals
DondayBass, Backing vocals
Alex GolobDrums
Alex HeinzDrums
Gäste:
Milan SarosPercussions
Stefan WalkerSax
Peter Sanders TrioHorns
Sean O'DonnellPipes
Steffen PetriFlute
Tony MeganPiano
Produziert von: Michael M. Jung Länge: 75 Min 45 Sek Medium: CD
01. The devil in the candymanstore09. Wild dreams
02. God and the crown10. In love with a vampire
03. Dancing with a polarbear11. I don't want to lose you
04. King or rebel12. Tunnel of tears
05. The white lady13. Losing myself
06. The one night stand polka14. The burning witch
07. The rattlesnakeman15. El ray
08. 10000 miles16. Herbert

Die Zeiten in denen keltisch inspirierte Musik zwingend aus dem entsprechenden Kulturkreis kommen musste um ernst genommen zu werden sind längst vorbei. Vor allem in der deutschen Folk Rock-Szene gibt es doch einige Bands die all zu gerne auf entsprechendes musikalisches Erbe zurückgreifen. Dazu gehören auch Michael M. Jungs GARDEN OF DELIGHT, oder wie es inzwischen trendig abgekürzt auf dem Cover prangt: G.O.D.

"Celtic shadows" ist bereits das sechzehnte Studioalbum der Band und das innerhalb von erstaunlich kurzen zehn Jahren, in denen man zudem mehr als 1.400 Konzerte absolviert hat. Auch wenn GARDEN OF DELIGHT schon eine etablierte Szenegröße sind, so haben sie sich dennoch eine bemerkenswerte Unbekümmertheit bewahrt.

So ein wenig erinnert mich "Celtic shadows" an die frühen Veröffentlichungen der Franken FIDDLER'S GREEN, nicht zuletzt weil auch GARDEN OF DELIGHT Jamaika direkt zwischen der Isle Of Skye und Ilse Of Mull ansiedeln. Sprich, auch sie setzen auf massive Reggae- und Ska-Elemente.

Das kann man mögen, muss man aber nicht, und um nicht lange um den heißen Brei rumzureden: Ich kann darauf nicht ab. Pur nicht, und in Verbindung mit keltischen Elementen gleich zwei Mal nicht. Highlander mit Rastalocken und relaxtem Joint am Strand, das passt für mich einfach nicht.

Aber GARDEN OF DELIGHT sind halt wie sie sind und haben noch manch andere Überraschung auf Lager, wie die rootslastige Wüstenblues-Nummer The rattlesnakeman, die durchaus vom Soundtrack eines Tarantino-Films stammen könnte, das jazzige El ray oder das mit einem klassischen AC/DC-Gedächtnisriff ausgestattete Tunnel of tears.

Auch wenn "Celtic shadows" mich als Album nicht durchgängig überzeugen kann, einige gute Songs sind allemal enthalten. Hellhörig werde ich vor allem bei dem Instrumental The burning witch dem puristischen God and the crown, dem an THE SEER erinnernden 10.000 miles oder dem spannend arrangierten Wild dreams.

GARDEN OF DELIGHT-Fans und Anhänger der frühen FIDDLER'S GREEN können praktisch blind zugreifen.

Martin Schneider, 10.08.2009

 

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