Gary Hoey

Neon Highway Blues


CD-Review

Reviewdatum: 02.03.2019
Jahr: 2019
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 48:19
Produzent: Gary Hoey

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Eric Gales

Lance Lopez

Joe Bonamassa

Walter Trout

Titel
01. Under The Rug
02. Mercy Of Love
03. Your Kind Of Love
04. Don‘t Come Crying
05. Still Believe In Love
06. Almost Heaven
 
07. I Felt Alive
08. Waiting On The Sun
09. Damned If I Do
10. Living The Highlife
11. Neon Highway Blues
Musiker Instrument
Gary Hoey Gesang & Gitarre
AJ Pappas Bass
Matt Scurfield Schlagzeug
Gastmusiker:
Lance Lopez Gesang & GItarre
Eric Gales Gesang & Gitarre
Ian Hoey Gesang
Josh Smith Gitarre

Seit ziemlich genau 30 Jahren fegt der US-Amerikaner Gary Hoey jetzt als ewig energiegeladener Gitarren-Derwisch durch die Musikszene. Ausgelassen hat er dabei wenig: Hoey spielte harten Rock, Prog und Surfsound. Von ihm gibt es aber auch Filmmusik, verrückt-verrockte Weihnachtslieder und vieles mehr. Verwurzelt ist der heute 58-Jährige jedoch im Bluesrock. So auch auf seinem neuen Album „Neon Highway Blues”. Auf der von ihm selbst produzierten und im eigenen Studio aufgenommenen Platte präsentiert er sich aufs Neue als Meister seines Faches und als ein wahrhafter Virtuose auf seinem Instrument.

Herausgekommen sind dabei elf Nummer, die wieder ein weites Feld der Herangehensweise an den Blues abdecken. Von funkigen Rhythmen wie im Opener Under The Rug über eher traditionelles Material à la Mercy Of Love, Don‘t Come Crying und mit Still Believe In Love sogar ein eher Rock ‘n‘ Roll-beeinflusstes Stück im Stil von Brian Setzer. Dabei muss ich gestehen, dass mir Hoey immer dann am besten gefällt, wenn er kernig und immer wieder mit deutlichem Heavy-Einschlag an die Sache herangeht. Das geschieht hier in den Songs I Felt Alive und Damned If I Do. In den Instrumentals Almost Heaven, Waiting On The Sun sowie dem abschließenden Titeltrack zeigt Hoey seine individuellen Fähigkeiten.

Bei den Aufnahmen haben Hoey aber offenbar auch die Gastmusiker zusätzlich befeuert. Dabei hat er sich nicht nur seine Labelkollegen Eric Gales (bei Under The Rug) und Lance Lopez (zu hören bei Damned If I Do) ins Studio geholt, sondern auch der in Europa noch nicht allzu bekannte, gleichwohl seit langem von Kennern gepriesene amerikanische Jazz- und Bluesgitarrist Josh Smith (er greift bei Mercy Of Love in die Saiten), sowie sein 17-jähriger Sohn Ian Hoey, der ihn bei Don‘t Come Crying unterstützt. Im Zusammenspiel mit seinem Vater zeigt der jüngere Hoey, was er schon als Youngster im Teenager-Alter an der Gitarre auf dem Kasten hat. Da sagt der Ältere voller Stolz: „Mir hat das Freudentränen in die Augen getrieben”.

Die Schwäche von “Neon Highway Blues“ ist allerdings, dass zu wenige der Lieder über solide und handwerklich gut gemachte Blues-Kost hinauskommen. Es gibt keine Ausfälle unter den enthaltenen Stücken zu beklagen aber eben auch kaum wirkliche Highlights, die das Werk gegenüber den anderen gegenwärtigen Blues-Alben wie etwa von Gales, Lopez oder Walter Trout hervorheben würde. Und an Großtaten wie die Werke von Joe Bonamassa kommt Gary Hoey schon gar nicht heran. Aber das wäre dann auch tatsächlich ein wenig zu viel verlangt.

 

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