Gasmac Gilmore

Dead Donkey


CD-Review

Reviewdatum: 27.08.2012
Jahr: 2012
Stil: Folk Metal/Crossover

Links:

Gasmac Gilmore Homepage

Gasmac Gilmore @ facebook



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Gasmac Gilmore
Dead Donkey, Monkey, 2012
Matthias WickGuitar & Vocals
Elias BernerGuitar
Thomas PröschlBass
Max BernerDrums
Gäste:
Alexander WladigeroffTrumpet
Martin SchiskeTrombone
Florian FennesSaxophone
Slavko LukicAccordion
Pavel ShalmanViolin
Florian BernerCello
Dimitri GerasimovClarinet
Sezgei BaluciAccordion
Charles de CastroTrumpet
Justin RubinsteinTrombone
Brandon ArmstrongTuba
Produziert von: Gasmac Gilmore Länge: 47 Min 01 Sek Medium: CD
01. I Am God08. The Monkey March
02. Pitchblack09. Sunkist
03. Camilla10. Isolation
04. A Dead Man's Hand11. Dance With Me
05. Sigmund12. Mayonnaise
06. Six Feet Under13. Feed Another, Eat Each Other
07. Teddybear

Das nenne ich mal „Crossover“ im wahrsten Wortsinne: Das Wiener Quartett GASMAC GILMORE haut mit einigen handverlesenen Gastmusikern eine nicht anders als furios zu nennende Mischung aus Gypsy Groove, Folk, Swing, Ska, Polka, Klezmer und einer guten Kelle Metal heraus. Gerade die tüchtig bratzenden Rockriffs fügen der Balkan-Platte eine ordentlich handfeste Note bei. So ein bisschen nach dem Motto “BUKOWINA CLUB ORCHESTRA kreuzt sich mit SYSTEM OF A DOWN“. Alles ist reichlich schräg, was schon Songtitel wie Sigmund, Teddybear, Sunkist und Mayonnaise nahelegen, höchst tanzbar und im äußersten Maße unterhaltsam.

Auch wenn das Ganze ziemlich zusammengequirlt klingt: Tatsächlich schaffen es GASMAC GILMORE, aus den feurigen Zutaten ein stimmiges und in sich rundes Resultat in Form eingängiger, im ursprünglichen Sinne, “Gassenhauer“ zu kreieren, denn hier riecht es bei jeder Note nach Straßenmusik. Und auf der Straße setzt sich letztlich nur der durch, der originell, hartnäckig und zählebig ist und einfach genügend auf dem Kasten hat. Und eingängige Songs haben GASMAC GILMORE hier im Übermaß zu bieten – einzelne herauszugreifen wäre sinnlos – und schaffen damit den perfekten Soundtrack für den Sommer, der gerade noch die Kurve gekriegt hat.

Wem also bei SHANTEL und den übrigen Verdächtigen etwas der Biss fehlt, wem GOGOL BORDELLO zu viel Punk und ZDOB SI ZDUB zu wenig Metal hat, der ist hier genau richtig aufgehoben. Also, den toten Esel in den Player packen, aufdrehen und freuen. Nicht auszudenken, was die Burschen erst auf der Bühne veranstalten werden (nach dem End Of Summer Festival am 07.09.2012 in Willofs erst mal wieder in der österreichischen Heimat). Also Augen und Ohren auf für GASMAC GILMORE!

Ralf Stierlen, 24.08.2012

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music