Geff

Land Of The Free


CD-Review

Reviewdatum: 28.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Geff
Land Of The Free, Metal Heaven, 2009
Göran EdmanGesang
Ralf JedestedtGitarre
Mats OlaussonKeyboards
Per StadinBass
Anders JohanssonSchlagzeug
Produziert von: Geff Länge: 46 Min 03 Sek Medium: CD
01. Xtacy06. Mr. Cain
02. Fruits Of Life07. Fool's Paradise
03. Living Generation08. Crusaders
04. Land Of The Free09. Grey Goo
05. Pennywise And Pound Foolish10. Innervations

GEFF sind eine dieser neuen All-Star-Bands, bei denen man die Musiker aus anderen Gruppen bereits kennt. Die Herren spielten oder spielen für so namhafte Acts wie Yngwie Malmsteen (Göran Edman, Mats Olausson), BRAZEN ABBOT (Edman), SNAKE CHARMER (Per Stadin) oder aber HAMMERFALL (Anders Johansson). Der einzige Unbekannte ist dabei der Mann an der Gitarre.

Ralf Jedestedt ist aber auch noch die treibende Kraft hinter der Musik von GEFF. Dabei macht die Band schönen Heavy Rock im Stile der 1970er-Jahre-Heroen wie DEEP PURPLE, RAINBOW oder aber URIAH HEEP. Mit Abstrichen könnte man selbstverständlich den schwedischen Landsmann Malmsteen zu dieser Liste hinzufügen. Dabei lassen GEFF aber die neo-klassizistischen Elemente Außen vor und auch Jedestedt verzichtet auf die eingeschobenen Hi-Speed-Sweeps des Ausnahmemusikers YJM. Dabei klingen gerade Stücke wie der Opener Xtacy oder der Titel-Track doch verdächtig nach Malmsteen-Songs wie Rising Force.

Die Gitarre ist dabei soundtechnisch das dominierende Instrument und es kann sich durchaus hören lassen, was der Mann aus seinen sechs Saiten holt. Er rifft und soliert sich souverän – wenn auch nicht spektakulär - durch die 10 Songs und lässt seinen Mitmusikern hin und wieder etwas Raum, um ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten einzubringen. Und da liegt schon ein wenig die Krux, denn das Ganze klingt eben nicht wie eine Band, sondern wie das Solo-Album eines Gitarristen, der sich einige sehr gute Musiker ins Studio geladen hat. Und bei den wenigen Duellen, die sich Jedestedt dann mit Keyboarder Olausson liefert, zieht der Gitarrist auch noch meist den Kürzeren.

Innovationspreise werden GEFF sicherlich nicht einfahren, aber es macht schon Laune, den Jungs beim Musizieren zuzuhören. Aber das kann man bei der Klasse der beteiligten Musiker fast auch nicht anders erwarten.

Natürlich gibt es auch einige Momente, die mir nicht so gefallen. So mag ich den Keyboard-Sound bei Grey Goo überhaupt nicht, aber dieser wird zum Glück recht überschaubar eingesetzt, so dass auch dieses Stück nicht zum Flop wird. Zudem hat das Album so viele gute bis sehr gute Songs zu bieten, dass jeder auch nur etwas schwächere Song noch deutlicher auffällt.

Insgesamt gesehen liefern GEFF aber ein recht ordentliches Debüt ab, mit dem sie gerade bei den Freunden des "Classic Rock" einige Anhänger finden dürften. Denn die Musik geht doch gut ins Ohr. Mal sehen, ob da noch was nachkommt. Dann dürfte es aber bitte schön doch etwas eigenständiger sein.

Marc Langels, 27.07.2009

 

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