Gelsenkirchen, Amphitheather, 25.-27.05.2007

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BULLET - CRUCIFIED BARBARA - CATARACT - HEAVEN SHALL BURN - GRAVE DIGGER - HAMMERFALL - METAL INQUISITOR - MAROON - TURISAS - KORPIKLAANI - ROSS THE BOSS - VADER - ARMORED SAINT - DEATH ANGEL - AMON AMARTH - SABATON - HARDCORE SUPERSTAR - DEW-SCENTED - DARK FUNERAL - TANKARD - PAUL DI'ANNO - SPOCK'S BEARD - AXEL RUDI PELL - THIN LIZZY

Das Rock Hard Festival 2007 stand Pfingsten mal wieder auf dem Eventkalender. Das erste Fest der Saison, aber ich denke auch wieder das beste. Meine Güte, ohne auf einer Schleimspur ausrutschen zu wollen, aber eine bessere Organisation gibt's ja wohl nirgends. Am Freitag gab's noch Probleme mit dem Becherpfand. 1 Euro pro Becher und zurück, gab's nur an einem bestimmten Stand (Gefühlt: Stadtgrenze Bochum). Nach einigen Beschwerden wurde das Pfandsystem sofort geändert, ebenso wie die Einlassproblematik mit Nieten und Patronengurten: Mit der verständlichen Bitte, mit diesen Dingern nicht zu ,stagediven' kam jeder bis an die Zähne bewaffnet in die Arena. Ich nenne das Fannähe. Der Security muss man auch wieder ein dickes Lob aussprechen. Stets freundlich, locker und das trotz der Stunden, die die Jungs abreißen mussten. Die Stagediver und die 50-60 Fotografen mitsamt Filmcrew im Photopit zu koordinieren, ohne jemanden zu behindern oder dumm anzumachen: Respekt. Essen und Getränke in allen Variationen und zu guten Preisen (Pilsken 2.30), Merchandise-Stände überall, sanitäre Anlagen stets OK (bitte die Toiletten im VIP Bereich beibehalten!), Bangerherz was willst Du mehr? (JL)

Jetzt aber zum Geschehen auf der Bühne:

Tag 1, Freitag, 25.05.2007:

Bullet

Den eigentlich undankbaren Job des Openers hatten am Freitag die Schweden BULLET zu erledigen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis dato noch keinen Ton von den Jungs gehört hatte. Was soll ich sagen, die Band war richtig klasse. Mit Ihrem Sound, einer Mischung aus KROKUS und ACCEPT, hatten sie ganz schnell die Masse im Griff. Good old Metal, mit starkem Sänger und 80er Stageacting, gelang es den Schweden die anwesenden Metaller auf Betriebstemperatur zu bringen. Das einzig Negative, nach 45 Minuten war Schluss. (HH)

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Nach einer kurzen Umbaupause der nächste Schwedenhappen, CRUCIFIED BARBARA. Der Rotzmetal (Lemmy würde sagen "It's Rock'n'Roll'') der vier Mädels konnte nicht nur mich überzeugen, denn die Meute vor der Bühne tobte vom ersten bis zum letzten Song, einige Stielaugen wurden auch gesichtet. Live gefallen mir die Vier besser als auf CD, nicht wegen des Aussehens, sondern weil Songs viel rauher und rotziger rüberkommen. Als Zugabe servierten CB den alten Motörhead-Gassenhauer Killed by Death, unterstützt von BULLET. Ein gelungener Auftakt fürs 2007er Rock Hard Festival. (HH)

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HEAVEN SHALL BURN lieferten einen aggressionsgeladenen Gig, musikalisch konnten die Jungs überzeugen. Richtig schön aggressiv, der Grunzgesang ist allerdings nicht mein Ding, die Fans konnten bangen bis der Arzt kommt. Und um auf die Hektik im Moshpit zu schließen, hatten die meisten der Anwesenden richtig Spaß. (JL)

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Nun kam der (geheime) Headliner des Freitags. GRAVE DIGGER hatten heute ein Heimspiel und spielten einen souveränen Best-Of-Gig. Ich habe die DIGGER ja nun schon ein paar Mal gesehen, aber heute konnte man die Freude, im Amphitheater spielen zu können, in ihren Gesichtern ablesen. O-Ton Manni Schmidt: "Ich hatte Gänsehaut". Chris bekommt sein Grinsen gar nicht mehr von der Backe. Zwischendrin kam Götz auf die Bühne und überreichte gemeinsam mit Manni Schmidt einem Preisauschreiben-Gewinner die alte Lederjacke aus Mannis RAGE-Zeiten. Knaller Setliste, (u.a. Knights Of The Cross, Grave Digger, Grave In A Nomans Land, Knights Of The Cross, Rebellion, Heavy Metal Breakdown) und eine geniale Show! (JL)

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Konnten danach gegen GRAVE DIGGER nicht anstinken. OK. Heimspiel der Ruhrpottjungs. Wer will dann noch posende Schweden sehen. Die Performance wirkte langweilig, Joacim Cans war zwar stimmlich genial, konnte dennoch nicht über die Soundprobleme hinweg täuschen. Ich persönlich fand die Show langweilig und runtergespult. Da helfen auch Kracher wie Glory To The Brave oder Crimson Thunder nicht wirklich. Schade. (JL)

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Tag 2, Samstag, 26.05.2007:

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Sooo früh aufstehen? Metal Harry wollte METAL INQUISITOR sehen, also laufen wir beide schon um 11:15 im noch leeren Amphitheater rum. ZU gut durchgekommen auf der Autobahn. Essen-Gelsenkirchen in 15 Minuten. Nach 'nem gepflegten Frühstücksbierchen, wird dann die Birne kräftig durchgeschüttelt! Genial, was die Jungs machen. Das nenne ich Oldschool Metal vom Feinsten. Vor allem Sänger El Rojo hat Spaß inne Backen und bangt beherzt ab. Klasse Auftritt, nur viel zu kurz! (JL)

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Mal wieder Metalcore Time! So gut ich bei der Musik mitgehen kann, desto weniger kann ich auf die Vocals. Brüllwürfel Andre Morawick (anscheinend auf ganzer Höhe von ca. 1.50m tätowiert) rotzt die Songs runter, als sei gleich die Spielzeit vorbei. Nee, auf Dauer nix für Vattern hier, also verschwinde ich mal fix in die Futtergasse, 'ne Pommes reinpfeifen, aber nicht ohne vorher den Moshpit zu bewundern, wo reichlich die Fäuste fliegen. (JL)

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Sind für mich die Überraschung des Tages, nachdem ich die grünhäutigen Kollegen der Band schon vor dem Auftritt getroffen hatte, staunte ich nicht schlecht als da ein Haufen blutverschmierter Barbaren auf die Bühne kommt. Vor allen Dingen Sänger Warlord Nygard sieht aus, als ob er grade die Schlacht am kalten Buffet für sich entscheiden konnte. Mit Ihrem Viking-Folk (oder wie nennt man so was?) mit Fiedel und Akkordeon begeistern sie nicht nur mich. Ein Gig der Extraklasse. (JL)

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17 Uhr, Trinkliederzeit. Humppa-Metal vom Feinsten boten die Finnen dar. Sogar einen Elch hatten sie im Herner Stadtgarten erlegt und das Geweih gleich mitgebracht. Showmässig eher zurückhaltend, tobten die Fans zu Happy Little Boozer, Lets Drink oder Beer Beer ausgelassen durch den Pit. Mir macht das Ganze Durst und ich wiesel mal los um, mir eine Gerstenkaltschale zu leisten. (JL)

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Lieder die MANOWAR schon lange nicht mehr spielen, standen auf dem Programm. OK, wir sind gespannt. Mit Patrick Fuchs von IVORY KNIGHT, hat Ross einen deutschen Sänger am Start, der sein Ding wirklich gut macht. Gut, Eric Adams ist er nicht, trotzdem geht die Menge gut ab. Das Songmaterial ist aber auch genial. Fighting the World, Gloves Of Metal, Manowar, das sind richtig geile Songs. Bei Kill With Power übernimmt ex-MANOWAR und jetzt HOLLYHELL-Drummer Rhino kurz die Schießbude. Defender beendet dann einen guten, wenn auch nicht überragenden Auftritt. MANOWAR Songs ohne das ganze Brimborium drum herum, sind schon irgendwie seltsam anzuschauen. (JL)

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Death Metal aus Polen, angesagt von Rock Hard's Killerplautze Albrecht. Jetzt geht's nach dem ganzen Gedümpel richtig ab. (O-Ton eines Fans neben mir). VADER scheinen tatsächlich ein komplett anderes Klientel vor die Bühne zu zitieren. Ich muss sagen, dass ich mit VADER nicht wirklich vertraut bin. Sie sind die Band, die mir heute am allerwenigsten gibt, deswegen klinke ich mich mal kurz aus und setze meine "Tag sagen"-Runde fort. Raining Blood von SLAYER war allerdings unverkennbar und richtig gut. (JL)

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Sind wahre Legenden. John Bush ist mir Backstage ein paar Mal über den Weg gelaufen, und ich habe ihn nicht erkannt, mit Kapuzenpulli und rustikalem Vollbart wirkte er eher wie ein Stagehand statt Frontmann einer Metal Band. All das ändert aber nichts daran, dass die "Heiligen" ein ganz schön scharfes Brett spielen. Joey Vera (mit schickem Iro) legt einen Bassteppich vor, genial. Phil Sandoval sorgt für die Posen, und Tracks wie Lesson Well Learned oder March Of The Saint dafür, dass das Publikum abgeht. Super Auftritt. (JL)

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Das sollte das Highlight des Tages für mich werden, ja, bis Petrus wohl dachte, die Lärmbelästigung sei nun genug, und nach ca. der Hälfte der Zeit die Schleusen dermaßen aufdrehte, dass an ein weiteres Zuschauen ohne Schwimmflügel erstmal nicht zu denken war. Bis dahin zeigten die fünf Philipinos aber allen was ne Harke ist. Da können die ganzen Metalcoreler grunzen was sie wollen, das war Aggression pur. Seemingly Endless Time, Voracious Souls, Disturbing The Peace, Hammer!!! Die Jungs pitschen wie Flummies über die Bühne, Bassist Dennis hat zuviel bei Robert Trujillo zugeschaut und kopiert ihn hervorragend. Mark Osegueda, wie immer stimmlich überragend. Ausgerechnet kurz vor meinem Lieblingssong Veil Of Deception bricht der Himmel, Blitze gab's schon vorher reichlich, die Band beeindruckt das wenig, zocken munter weiter. Im VIP Zelt kann man nicht wirklich was hören, der Regen scheint nicht stoppen zu wollen, also "schwimmen" Harry und ich dann zu Kill As One langsam Richtung Heimat. Am Nächsten Tag sprach ich dann kurz mit Mark, das neue Album kommt wahrscheinlich Februar 2008! (JL)

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AMON AMARTH musste dann aber trotz des Wetters noch sein. Im Vorfeld wurde eine komplett neue Show mit einigen Effekten und Bühnenbauten angekündigt. Also ausharren. Die Ansage eines Rock Hardlers mit der Frage an Petrus, ob denn der Platzregen mit 278 Litern pro qm in der Minute alles wäre, was er könne, heizte die restlichen 2.500 Metalmaniacs entsprechend vor. Ein kleiner Schwertkampf mit zerfetzten hölzernen Schilden gehörte noch zum Viking Showdown. Dann endlich: The Band plays on. Bretthart und solide. Und als im dritten Stück (Death In Fire) dann die angekündigte Show begann, war der harte Kern auch nicht mehr zu halten. Flammen, Pyros, Flammen, Pyros... Coole Show, aber Mutti hat gesagt: Du bist um 12 zu Hause. Und nass war ich auch. (AH)

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Tag 3, Sonntag, 27.05.2007:

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ist die erste Band, die an diesem Sonntag auf die Bühne muss. Gehört hatte ich von dem Fünfer aus Schweden bis dato noch gar nichts. Nach dem Intro ging es aber gleich mächtig los. Symphonic Metal nennt man das wohl, was da aus der PA drückte. Die Band wurde von den paar Fans, die sich so früh am Mittag vor der Bühne einfanden, frenetisch gefeiert. Und es sollten bald mehr werden. Mir gingen die Songs aber auch ins Bein und ich fragte mich, warum ich auf diese Band nicht früher aufmerksam geworden bin. Total sympathisches Stage-Acting, dazu eingängige Songs, klasse Refrains mit starker orchestraler Schlagseite und bratenden Gitarren. Optisch auffallend war auch, dass Sänger Joakim wohl eine schusssichere Weste trug und alle Bandmitglieder uniformiert in Camopants aufliefen. Die Beliebtheit der Band zeigte sich später auch in der Länge der Schlange, die sich bildete, als es zur Autogrammstunde von SABATON ging. Super!

Setlist: Intro, Panzer Battalion, In The Name Of God, Light In The Black, Into The Fire, Attero Dominatus, Rise Of Evil, Primo Victoria (VJ)

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Band zwei an diesem Tag war HARDCORE SUPERSTAR aus Göteborg. Nach eigenen Angaben sind alle Mitglieder dem Sleaze-Rock und Thrash Metal der 80er Jahre verfallen. Nun ja, etwas mehr Glam; dafür weniger Thrash war das, was wir zu sehen und hören bekamen. Ganz klar orientiert man sich an MÖTLEY CRÜE oder POISON. Allerdings ist der Sänger der Schweden besser bei Stimme und kommt in Höhen, von denen Vince Neil nur träumen kann. Die Band gibt sich sichtlich Mühe und mit großer Klappe wird Rockstarlike dauernd verlangt "let me see your fucking hands". Locker bleiben, Bursche! Mir persönlich kommen die Songs irgendwie nicht auf den Punkt und zünden somit nicht wirklich. Das Songmaterial rockt zwar ganz gut und vom Publikum wird somit auch eine Zugabe verlangt. Werde ich nicht weiter verfolgen.

Setlist: Last Forever, Bag On Your Head, Bastards, She's Offbeat, Hateful, Medicate Me, Wild Boys, We Don't Celebrate Sundays, Kick On The Upperclass (VJ)

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Haben Freitag morgen einen Anruf bekommen, ob man Samstag auf dem Rock Hard Festival spielen könne. Auf der einen Seite, Hut ab und Danke für die kurzfristige Zusage, auf der anderen Seite... Wenn ich diese Show auslasse... Ein starker Auftritt mag es gewesen sein, aber Thrash am Mittag? Ist mir zu schwer... Allerdings habe ich eine Setlist aufgetan, für alle, die es interessiert: Intro, Never To Return, Cities Of The Dead, Turn To Ash, That's Why I Despise You, Bitter Conflict, New Found Pain, Into The Arms Of Misery, Soul Poison, Acts Of Rage (AH)

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Als die Black Metaller DARK FUNERAL, standesgemäß mit Corpsepaint, um ca. 15:30 die Bühnenbretter betraten, war klar, dass sich nicht wenige Leute auf diese Kapelle gefreut hatten. Sänger E. M. Caligula grüßte dann auch gleich grimmig mit einer Jägermeisterflasche in Richtung Audienz bevor das Gemetzel seinen Lauf nahm. Meine Baustelle ist diese Art von Metal eher nicht, aber selbst wenn ich mit dem Songmaterial vertraut gewesen wäre, hätte der absolut basslastige Sound und das Drum-Gebolze keine Feinheiten erkennen lassen. Blast Speed mit einigen wenigen Breaks (glaube ich). Was die Gitarristen im Einzelnen gespielt haben, blieb zumindest mir verborgen. Das sah die Meute vor der Bühne allerdings total anders und feierte ihre geschminkten Helden. Kenner der Band sprachen allerdings von einem eher durchschnittlichen Auftritt der Band. (VJ)

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Pünktlich zu TANKARD schlagen Harry und ich am heutigen Sonntag auf. Man merkt sofort das Trinklieder, besonders wenn sie um Freibier gehen, bei Metal Fans gut ankommen. Die Stimmung ist schon gigantisch, Frontplautze Gerre weiß die Fans zu animieren, es wird gemosht, dem Reinheitsgebot bei Chemical Invasion gehuldigt, und überhaupt. TANKARD machten Spaß und heizten richtig gut ein für: (JL)

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So, der Mann scheint die Metalnation zu spalten wie kein anderer. Ich habe 26 Jahre gewartet, den Mann wieder live zu sehen, und er hat mich nicht enttäuscht. Hätte er es stünde es hier in Wort und Bild, glaubt mir. Der Gig war genial, obergeil und viel zu schnell um. Man kann ihn als Proll bezeichnen, meinetwegen, ich kenne viele so genannte Prolls, die in Ordnung sind, besoffen oder unter Drogen war er keinesfalls. Ich habe ihn während des ARP Gigs Backstage getroffen, er war klar im Kopf, signierte breitwillig mein Buch mit den Worten "Man, I just signed for 2 hours and you want more!" stand für Bilder zur Verfügung und war rundum ein netter Kerl. Und was es heißt, mir 'nem kaputten Fuß zu laufen, glaubt mir ich weiß es, besser wie kein anderer. Ich bin am Samstag deswegen fast verreckt, und musste heute was später kommen. Was seinen Auftritt angeht? Geil, was soll ich sonst sagen? DAS war die Stimme von IRON MAIDEN.

WER bitte hat erwartet, dass der Mann noch so singt wie mit 20? Ganz klar, dass die Stimme eines Mannes der auch, sagen wir mal, gelebt hat, nicht mehr die eines jungen Kerlchens ist. Er schafft's nicht mehr, die hohen Töne zu halten, OK. Scheiß drauf. Da war Spielfreude pur. Paul kam vom Punk, und liebt ihn, deswegen auch das RAMONES-Cover. Er hat Maiden Songs gespielt (und Faith Healer von Alex Harvey! Obergeile Version) Seine Band, die PHANTOMS OF THE OPERA bzw. RE-VISION sind leider untergegangen. Alles war zwar etwas schneller als bei MAIDEN, aber wenn ich IRON MAIDEN sehen will dann gehe ich zu MAIDEN, und im Altersheim sind wir ja nu nicht, oder?

Richtig tight waren die Jungs, und eigentlich nur Staffage für den Mann, mit dem für sehr, sehr viele unter uns alles anfing. Ich zumindest wäre ohne Paul Di'Anno nie beim Metal gelandet. Götz' Gesangseinlage war richtig großes Kino, auch wenn sie nicht geplant war. Und: Nee, Götz war gar nicht peinlich! Fantastisch! Meinungen sind verschieden, Geschmäcker auch. Gott sei Dank. Für mich hat Paulchen einen geilen Gig hingelegt und Gesangssirene Dickinson kann in 100 Jahren nicht an die Qualitäten eines Di'Anno reichen. Jaja, ich setz die Fanbrille gleich auch wieder ab. Aber ich bleibe dabei. MIT Paul Di'Anno wäre MAIDEN nicht die kreative Lachnummer die sie heute sind, sondern immer noch 'ne geile Metalband! (JL)

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Mein Gott was für ein Gedudel, gefühlte 3 Stunden spielten sie nach 'nem Kracher wie Paul Di'Anno die Arena leer. Sicherlich eine der besten Bands ihres Genre (und ich zitiere hier explizit NIEMANDEN!). Mit 2 Drumsets, 3 Keyboards und "hasse nich gesehen" an Aufwand, konnten sie trotzdem nur die Minderzahl der Besucher fesseln. Die meisten eher foltern. Die Fressbuden Besitzer haben sich bestimmt gefreut. Da frag ich mich echt wer die gebucht hat..Götz? Du nicht, oder? Näh, war gar nix. Schrecklich schauderhaft, höchstens! (JL)

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Was soll ich sagen, Axel aus Wattenscheid kommt..., Fly to the moon von der aktuellen "Mystica" als Opener geht schon mal gut nach vorne. Strong as a Rock (Kings and Queens) ist im Anschluss ein Highlight für Straight Line Heavy Metal zum Mitsingen. Nach Masquerade Ball, in dem der Bass-Amp von Volker Krawczak "verraucht", kam dann der wieder mal große Auftritt von "Animal" Mike Terrana im Solo. Der kann's. Tear down the walls, Mystica und Rock the nation kommen sehr gut an, bevor mich Johnny Gioeli (v) völlig vom Steinsitz haut. Ich muss gestehen, dass ich ihn noch nie live gesehen habe. Und was er bis jetzt geliefert hat, war sehr gut. Aber Temple of the king von meinem verehrten, einem der weltbesten, DIO, so rüber zu bringen... Mann, Mann, Mann, datt geht. Danach noch Fool Fool und Call her princess, in dem sich Taster Ferdy sein Keyboard samt Ständer um die linke Schulter sattelt, sich mittig der Bühne ein Duell mit Axel liefert. Schöne Show. Alles in allem ein rundum gelungenes Set, wenn man auf Axel (oder seine Musik) steht. Chapeaux. (AH)

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Was war das den jetzt genau? Lizzy spielten grade mal ne knappe Stunde, nachdem der Beginn der Show um 30 Minuten verzögert wurde. Ich weiß auch nicht genau, warum es so lange dauert ein Mikrophon (Sykes war im Fotograben Mittig trotzdem nicht zu hören) und eine Gitarre anzuschließen. Fakt ist, die Band sprang pünktlich zum Showbeginn mit Gitarren umgeschnallt aus den Bussen, ready to go on stage, sozusagen. Unverständlich zumal die Umbauzeiten bei den anderen Bands eingehalten wurden, Rockstargehabe? Eventuell werden wir es irgendwann erfahren. Warum bei verkürzter Spielzeit auch noch ein Drumsolo präsentiert wird, entzieht sich auch meines Verstandes. Klar, Mr. Aldridge ist nicht irgendwer und kann auch fein mit den Händen trommeln (selbst Mike Terrana stand mit offenem Mund am Bühneneingang), aber ich denke ein weiterer Song wäre den Fans lieber gewesen. Der Gig selber war genial. Rosalie, Jailbreak, Black Rose, Don't Believe a Word. Einfach Klasse. Da stehen schon begnadete Musiker auf der Bühne, auch wenn Goldlöckchen Sykes den Cowboy Song ein bisschen verkackt hat. (JL)

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Fazit:

Und das war's dann auch mit dem Rock Hard Festival 2007. Der Wettergott hat soweit mitgespielt. Selbst Sonntag Mittag als es in Essen geschüttet hat, blieb Gelsenkirchen verschont. Drei Tage sind zwar ganz schön heftig, grade wenn man nicht gut zu Fuß ist, aber Spaß gemacht hat es wieder tierisch. Meine persönlichen Highlights waren GRAVE DIGGER, DEATH ANGEL und PAUL Di'ANNO. Nicht gebraucht hätte es SPOCK'S BEARD.

Dieses Jahr waren für Euch auf dem Festival unterwegs:

Hucky Heppke (HH)
Andreas Herb (AH),
Volker Jäkel (VJ),
Metal Harry (MH),
sowie meine Wenigkeit (JL)

Bevor Ihr noch mal zu Wort kommt: Danke Jungs! Ihr seid Spitze! (JL)

Im Vorfeld wurde gemunkelt und diskutiert. Nicht so starke Besetzung dieses Jahr. Dafür drei Tage mit großer Bühne. Was ist besser. Fast einhellig war die Meinung, lieber Freitag kleiner, dafür mehr Geld für Samstag und Sonntag. Da ich mich auch dieser Meinung anschloss, muss ich jetzt sagen, bin ich zwar immer noch der gleichen Meinung, allerdings war das Festival mal wieder ein Riesenspaß. Eine wahnsinnig gute Organisation, gutes Personal und gute Qualität in fast allen Bereichen (VIP Bierwagen mal ausgenommen). Ein gelungenes Fest, dass dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder gleiche Qualität aufweist. Und die Idee mit ein paar Coverbands auf der kleinen Bühne und einem Hauptakt auf der großen am Freitag ist sehr spannend, wenn, wie gesagt, das Geld dann in die Samstag und Sonntag-Acts fließt. (AH)

Also, ihr Jünger des guten Musikgeschmacks...
Ich halte dieses Festival in guter Erinnerung. Der Freitag war für mich Job bedingt nur kurz zu genießen: GRAVE DIGGER und HAMMERFALL haben meinen Erwartungen entsprochen. Am Samstag war die erste Band METAL INQUISITOR... haben bei mir, wie schon die Scheibe, einen klasse Eindruck hinterlassen. Bin damals der Empfehlung von Götz K. gefolgt und er hatte Recht. ARMORED SAINT und DEATH ANGEL waren grandios, schade, dass der Regen kam. Ross The Boss war MANOWAR extra light... leider durchgefallen... es fehlte das Brimborium... und die Kopfstimme. Eric ist nicht zu ersetzen, war aber vorher klar. Am Sonntag gute Unterhaltung durch old Paule... zwar punkig, aber trotzdem gut... Faith Healer war super! SPOCKS BEARD fand ich toll, Hammer Musicans, ein klasse Kontrast zum Metal, gut! Axel Rudi Pell hat 'nen tollen Sänger... aber ist nicht meine Mucke und LIZZY war ganz großes Tennis, mein lieber Scholli: Tommy Aldridge am Kessel, Hammer. Scott und John sind ein Spitzenduo, Marc Mendoza brillant. Die Jungs sind echte Rockstars... leider war eine Stunde zu kurz. Das Drumherum war wie immer spitze... Danke an die Macher....bis 2008! (MH)

Special Thanks go to Sabine von Bizzy Bee Promotion und Götz Kühnemund vom Rock Hard.

 

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