Gentle Giant

Free Hand

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.06.2021
Jahr: 2021
Stil: Prog Rock
Spiellänge: 37:15
Produzent: Gentle Giant

Links:

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Plattenfirma: Alucard Music

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Ralf Frank


s. weitere Künstler zum Review:

Ian Anderson

Steven Wilson

Titel
01. Just The Same (5:36)
02. On Reflection (5:48)
03. Free Hand (6:16)
04. Time To Kill (5:13)
 
05. His Last Voyage (6:28)
06. Talybont (2:46)
07. Mobile (5:04)
Musiker Instrument
Derek V. Shulman Vocals, Sax, Recorder
Ray Shulman Bass, Violin, Vocals
Kerry C. Minnear Keyboards, Cello, Percussion, Vocals
Gary W. Green Guitars, Recorder, Vocals
John P. Weathers Drums, Percussion, Vocals

Das 1975 erschienene siebte Studioalbum “Free Hand“ war GENTLE GIANTs kommerziell erfolgreichstes Album innerhalb ihrer etwa zehnjährigen Karriere, in der sie insgesamt elf Studioalben veröffentlicht haben. Davon erschiene sechs Alben bei dem Vertigo Label und der Rest bei Chrysalis.
Der Wechsel, den angeblich Ian Anderson vermittelt hat, wurde von der Band als zwingend erachtet, da ihr bisheriges Stammlabel bzw. das Unterlabel auf mehr Kommerzialisierung drängen wollte. Ironischerweise war es dann aber Chrysalis, welche nach und nach die Kommerzialisierung vorantreiben und letztendlich dadurch das Ende der Band einleiten sollte.

Bis dahin hatte sich die Band von ihrem richtungsweisenden Debut bis zu dem hochgelobten Vorgänger stetig weiterentwickelt und ein Meisterwerk nach dem anderen abgeliefert, insofern kann von einer Befreiung, die der Albumtitel implizieren soll, eigentlich keine Rede sein.
Immerhin ist der Band mit “Free Hand“ die Fortsetzung der beeindruckenden Erfolgsgeschichte gelungen. Dreh-und Angelpunkt des Albums ist sicherlich die fantastische Fuge On Reflection, in der das musikalische Thema zuerst mehrstimmig, dann zusammen mit vielstimmiger Instrumentierung und am Ende noch einmal rein instrumental wiederholt wird. Der flankierende Opener und das Titelstück stehen diesem aber in nichts nach, sondern mäandern zwischen wunderschönem, mittelalterlichem Chorgesang, komplexem Prog und Fusion, ohne dabei aber das Gespür für Melodie und Stringenz zu verlieren.

Dazwischen gibt es immer wieder witzige Intros wie rhythmisches Fingerschnippen oder die Soundschnippsel des Telespiels Pong. Das instrumentale Talybont war mit seinem mittelalterlichen Charakter ursprünglich für den Soundtrack des 1976er Richard Lester Films „Robin und Marian“ mit Sean Connery und Audrey Hepburn vorgesehen, wurde dann aber doch nicht verwendet.
Insgesamt ist “Free Hand“ vielleicht ein wenig zugänglicher als z. B. der Vorgänger und möglicherweise gerade deswegen so erfolgreich geworden.

Credits: Alucard Music via Oktober Promotion

Das Album war bereits in seiner Originalversion ausgezeichnet produziert und liefert so eine hervorragende Ausgangslage für ein typisches Steven Wilson Remix, welches insbesondere im Surround Sound höchsten Genuss verspricht.
Dazu muss man allerdings wissen, dass das Album immer schon in einem 4-Kanal Quadrofonie Mix existierte, der jedoch damals keine Verwendung fand, sondern erst seit einem späteren Remix als DVD vorliegt und Steven Wilson sicherlich inspiriert haben dürfte.

Das Remaster erscheint als CD-Digipak, als wertige Doppel-LP sowie als CD+BluRay inkl. Dolby Atmos 5.1 Surround Sound mit zusätzlichen Animationsfilmen zu jedem Track. Dazu der Original Flat-Mix, Original Quad Mix und ein Instrumental-Mix.

 

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