George Harrison

Dark Horse

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.10.2014
Jahr: 2014
Stil: Folk, Blues

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


George Harrison
Dark Horse, Universal Music, 2014 (1974)
George HarrisonVocals, Guitar, Sitar
Klaus Voormann, Max Bennett, Willie WeeksBass
Roger Kellaway, Nicky Hopkins, Gary WrightPiano
Jim Keltner, Ringo Starr, Andy Newmark, John GuerinDrums
Jim HornFlutes
Billy PrestonElectric Piano
Alvin Lee, Ron Wood, Eric Clapton, Robben Ford, Mick JonesStrings
Patti BoydBacking Vocals on Bye Bye Love
Tom ScottHorns
Produziert von: George Harrison Länge: 48 Min 20 Sek Medium: CD
01. Hari's On Tour (Express)07. Dark Horse
02. Simply Shady08. Far East Man
03. So Sad09. It Is 'He' (Jai Sri Krishna)
04. Bye Bye, LoveBonus Ttracks:
05. Maya Love10. I Don't Care Anymore (Single B-Side)
06. Dong Dong, Ding Dong11. Dark Horse (Early Solo Version)

Das kreative Hoch, welches George Harrison gegen und nach dem Ende der BEATLES be- und überfiel, hielt auch nach dem 73er Album ”Living In The Material World” noch an. Dem Erfolg entsprechend gab es keinen Grund musikalisch etwas zu verändern und so blieb auch “Dark Horse” im bewährten Folk-Rock-Sound, der hier höchstens noch etwas mehr Westcoast hinzu bekam.
Im Rahmen der “The Apple Years 1968-75“-Box-Veröffentlichung gibt es dieses 74er Album, natürlich remastert, auch einzeln.
Ein weiterer Unterschied zum Vorgänger ist die größere Beteiligung namhafter Kollegen. Bereits im eröffnenden Instrumental Hari’s On Tour (Express), welches im Übrigen sehr an Harrisons Kumpel/Ehefrau-Rivalen Eric Claptons damaligen Stil erinnert, ist zum Beispiel Robben Ford mit dabei. Die Bläser sorgen für ein jazziges Siebziger Feeling, wie es auch auf John Lennons Scheiben um den Dreh herum zu finden ist.

Bei dem bluesig angehauchten Simply Shady lehnt man sich gern abends im Sessel zurück und genießt diese Truppe, die locker vor sich hin groovt.
Beim folgenden So Sad denkt man wieder leicht an manchen Harrison-Titel zu Fab Four-Zeiten. Leicht melancholisch aber auch spannend gemacht. Hier klopft Ringo Starr auf den Fellen herum, während der allgegenwärtige Nicky Hopkins die Tasten gewohnt genial bearbeitet. Plätschert zwar etwas dahin, aber ist trotzdem ein schöner Song.
Einen leicht schrägen Humor hatte George nicht erst seit seiner Freundschaft mit den Herren von Monty Python, sondern auch vor und abseits der Komikertruppe. Hier trügt sich das in einer leicht eigenwilligen Aufbereitung der EVERLY BROTHERS’ Bye Bye, Love aus, bei dem mit Eric Clapton nicht nur der Mann mitwirkt, wegen dem George von seiner Ehefrau Patti Boyd verlassen wurden, sondern auch die Dame selbst. Tja, wiedererkannt haben auch den Song wohl nur die wenigsten Hörer. Irgendwie crazy, wie die ganze Geschichte.

Máya Love kommt dann wieder im bewährten Harrison-Sound, wie man ihn auch Jahre später in ähnlicher Form auf “Cloud Nine“ finden sollte. Hier besonders erwähnenswert: Billy Preston am elektrischen Piano und Georges typische Slide-Gitarre.
Ein weiterer Gitarren-Held ist bei Ding Dong, Ding Dong mit an Bord:Alvin Lee, der ja mit seinem Soloalbum “On The Road To Freedom“ bereits ein Jahr früher gezeigt hatte, dass ihm der Sinn nicht nur nach Hyperspeed-Griffbrettakkrobatik bei TEN YEARS AFTER steht, sondern er es durchaus gerne gemächlicher und folkiger angehen lässt. George hat sich ja später auf Alvins Album “Zoom“ mit einem Gegenbesuch revanchiert. Hier jedenfalls feiner Folk Rock inspiriert natürlich vom Ding Dong einer Uhr und Inschriften auf Georges Anwesen.
Der Titelsong ist ein Meisterstück dynamischer Songschreibkunst und ein Ohrwurm obendrein. Fast schon allein den Erwerb wert.
Far East Man kennen wir auch vom Solodebüt “I’ve Got My Own Album To Do” von Ronnie Wood und vie landers klingt’s hier auch nicht. Feiner, souliger 70’s Rock, sehr relaxt gespielt. It Is He beendet locker flockig das Originalalbum. Wieder einmal von indischer Kultur und Religion inspiriert und besonders von dem Ort Vrindavan, in dem Krishna vor über 4000 Jahren gelebt haben soll. Sorgt zweifellos für entspannte und gute Laune.
Zwei Bonustracks gibt es. Das etwas hingeschluderte I Don’t Care Anymore. Klingt auch so und wird in erster Linie von Harrison allein geschrammelt. Das wird auch die ursprüngliche Version von Dark Horse, ist aber interessanter, weil Harrisons Stimme da noch viel klarer, als nach den anstrengenderen Sessions in Kalifornien klingt.
Also auch das ein absolut brauchbares Album mit starkem 70er Flair und kommt im schönen Mini-LP-Replika-Cover, wie alle CDs aus dieser Veröffentlichung.

Epi Schmidt, 15.10.2014

 

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