George Harrison

The Concert For Bangladesh

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.11.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


George Harrison
The Concert For Bangladesh, Sony BMG, 2005
George Harrison Vocals, Electric Guitar, 12-string Guitar
Ravi Shankar Sitar
Ustad Ali Akbar Khan Sarod
Ustad Alla Rakha Tabla
Kamala Chakravarty Tamboura
Eric Clapton Lead Guitar
Billy Preston Vocals, Keyboards
Ringo Starr Drums, Vocals
Leon Russel Vocals, Bass
Jin Horn Saxophone
Carl Radle Bass
Don Preston Guitars, Vocals
Pete Ham Acoustic Guitar
Jesse Ed Davis Rhythm Guitar
Carl Radle Bass
Tom Evans Acoustic Guitar
Jim Keltner Drums
Klaus Voorman Bass
Joey Molland Acoustic Guitar
Mike Gibbins Percussion
Produziert von: Phil Spector und George Harrison Länge: 99 Min 36 Sek Medium: Do-CD
CD 1
1. Introduction6. That's The Way God Planned It
2. Bangla Dhun7. It Don't Come Easy
3. Wah-Wah8. Beware Of Darkness
4. My Sweet Lord9. Band Introduction
5. Awaiting On You All10. While My Guitar Gently Weeps
CD 2
1. Jumpin' Jack Flash / Young Blood6. Mr. Tambourine Man
2. Here Comes The Sun7. Just Like A Woman
3. A Hard Rain's A-Gonna Fall8. Something
4. It Takes Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry9. Bangla Desh
5. Blowin' In The Wind10. Love Minus Zero / No Limit

"My friend came to me with sadness in his eyes...". 1971 war das, als der Sitar-Meister RAVI SHANKAR seinen Freund GEORGE HARRISON bat ihm bei der Organisation eines Konzertes für die, infolge des Bürgerkrieges, bittere Not leidende Bevölkerung von Bangladesh.zu helfen
Shankar dachte in bescheidenen Dimensionen und hoffte an die 25.000 Dollar zusammenbringen zu können .Das George vielleicht auf die Bühne kommen und das Konzert ankündigen könnte, oder etwas ähnliches.
Nachdem sich George erst mal über die dortige Situation informiert hatte, setzte bald die 'Beatles-Denkweise' ein: Wenn schon, denn schon! Und warum nicht eine Million zusammen kriegen?

Also fand sich George bald für Wochen und Monate am Telefon hängend um Freunde anzurufen, organisatorisches zu klären und das erste große Benefiz-Konzert der Rockmusik entstehen zu lassen.
Ein indischer Astrologe nannte ihm den Zeitraum um den 1. August als eine "gute Periode" und nachdem der New Yorker 'Madison Square Garden' frei war, wurden die beiden Shows auf diesen Tag gelegt.
Natürlich hatte man damals - die Beteiligten sowieso - wenig Ahnung wie man so was auf die Reihe kriegt und Proben für das Konzert fanden nur sehr spärlich und mit allen Anwesenden gleichzeitig schon gleich gar nicht statt.
Ebenso ließen die Filmaufnahmen sehr zu wünschen übrig. Hier eine Kamera die man nicht scharf stellen konnte, dort eine die zu weit weg war, dann eine der irgendwelche Kabel vor der Linse baumelten... Soweit ich die LP's meines Bruders in Erinnerung habe, war der Sound auf den schwarzen Scheiben ebenfalls eher bescheiden. Na ja, ist halt live und für'n guten Zweck außerdem, dachte man sich. Umso erfreulicher, dass das Album jetzt nochmals als aufbereitete Doppel-CD erscheint. In einem stilvollen Case mit ausführlichem Booklet und einzeln verpackten Silberlingen, sowie einem zusätzlichen Dylan-Song.

Für das Publikum war es natürlich fantastisch wieder einen Beatle auf der Bühne zu sehen, entsprechend groß der Applaus bei dessen betreten der Bühne um das Konzert zu eröffnen
Dieses beginnt mit den indischen Musikern um Ravi Shankar deren Stück Bangla Dhun. Übrigens, auch für westliche Ohren, gar nicht so schlimm wie man vielleicht befürchten könnte. Im Gegenteil, über diesen kurzen Zeitraum macht es sogar Spaß hier zuzuhören.
Mit dem meditativen ist allerdings gleich Schluss, wenn George und die Band in das funkig-soulige Wah-Wah mit lärmenden Akkorden einsteigen. Die 'Wah Wah'-Licks von ERIC CLAPTON sind hier schon ebenso deutlich rauszuhören, wie dessen Soli beim folgenden My Sweet Lord
Ob geklaut oder nicht, der Song ist immer noch wunderschön auch wenn der Backing-Chor manchmal an die Grenze zum Jammern gerät.

Das groovige Awaiting On You All mit reichlich Soul hätte auch einem Stevie Wonder nicht schlecht gestanden. Eine mitreißende Nummer, die an mit den Solowerken seiner Ex-Kollegen locker mithalten kann.
Was natürlich auch für das Album gilt, dem diese Songs entstammen: "All Things Must Pass".
BILLY PRESTON präsentiert mit That's The Way God Planned It den Titelsong seine 1969er Albums (auf dem sowohl George Harrison als auch Eric Clapton, Keith Richards, Ginger Baker, u.a. gespielt haben) und neben seinem prägnanten Orgelspiel brennt er noch ein richtiges Soul-Feuerwerk auf der Bühne ab. Die Halle muss gebebt haben!
Weiter Begeisterungsstürme als RINGO STARR It Don't Come Easy singt und, natürlich, am Schlagzeug begleitet.
Etwas Tempo heraus nimmt George mit seiner Ballade Beware Of Darkness, die effektvoll von den 'Hollywood Horns' gepusht wird. Nach einer Vorstellung der Musiker auf der Bühne, unter ihnen die Beatles-Protegés BADFINGER, steigt die Band in eine inspirierte Fassung von While My Guitar Gently Weeps ein. Und nicht nur die wird die ein oder andere Träne verdrückt haben...
Leider kommt der Schluss in dem brodelnden Gitarren-Duell Finale etwas plötzlich.

Mit dem bekannten Riff von Jumpin' Jack Flash beginnt die zweite Scheibe und Leon Russell macht gar keine schlechte Figur als Sänger in dieser peppigen Version. Die geht über in die Leiber/Stoller Soul-Groove Nummer Young Blood.
Erneut eine Sternstunde wenn George Harrison danach Here Comes The Sun singt! Nur mit zwei Akustikgitarren gespielt offenbart der Song seine Klasse noch deutlicher, als in der bekannten Beatles-Aufnahme.
Dann übernimmt BOB DYLAN die Bühne und sorgt nochmals für eine Steigerung der Gefühle. Beim Herrn Dylan legt man ungern seine Hand für dessen Laune und Verfassung ins Feuer, aber irgendwie erscheinen mir Titel wie A Hard Rain's A-Gonna Fall und It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry und besonders Blowin' In The Wind an diesem Abend mit besonderem Flair und Feeling versehen. Außerdem kommen mir die Songs etwas countrylastiger vor als gewohnt, was ihnen aber gut steht.

"'Something' ist der beste Beatles-Lovesong. Besser als 'Yesterday'.", sagt Elton John und der kennt sich mit Liebesliedern schließlich aus. Auch in dieser leicht schleppenden Live-Fassung spricht einen Something sehr an und vor allem die Orgel-Einwürfe von Billy Preston sorgen für eine mitreißende Atmosphäre.
Trotzdem wird die Nummer an diesem Abend von dem folgenden, ungeheuer intensiven, Bangla Desh übertroffen. War es, weil es hier um das besungene Land ging, oder weil es das Finale des Konzertes war? Ich weiß es nicht, aber die Leidenschaft mit der der Titel vorgetragen wird, schickt einem noch heute Schauer über den Rücken.
Quasi als Bonus, findet sich auf dieser Wiederveröffentlichung mit Love Minus Zero/No Limit noch ein zusätzlicher Track aus Bob Dylans starkem Auftritt.
Natürlich lief dann mit den gesammelten Geldern nicht alles glatt und Streitigkeiten um die 'Kommerzialität' des Abends verzögerten die Übergabe und Verwendung zum Teil um Jahre.
Den Spaß beim (Wieder-) Hören dieses Konzertes kann aber auch das nicht schmälern. .

Epi Schmidt, 21.11.2005

 

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