Giant Sand

ProVisions

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.09.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Kristin Krauß


ProVisions, Yep Roc Records, 2008
Howe GelbVocals, Guitar
Frank Birch Pontoppidan, Anders PedersenGuitars, Slide Guitars
Nicolai Land, Thoger T. LundBass
J.C. JonesTrombone
Dan MeichelSaxophone
Peter DombernowskyDrums
Neko Case, Isobel Campbell, M. Ward, Lucie IdloutVocals
Produziert von: Howe Geld Länge: 52 Min 11 Sek Medium: CD
1. Stranded Pearl8. Pitch & Sway
2. Without A Word9. Muck Machine
3. Can Do10. The New Romance Of Falling
4. Out There11. Saturated Beyond Repair
5. The Desperate Kingdom Of Love12. World`s End State Park
6. Increment Of Love13. Well Enough Alone
7. Spiral

Howe Gelb und die Frauen - das ist ein Kapitel für sich. Ein Kapitel, das auf dem aktuellen GIANT SAND Album einmal mehr so klingt, als würde der Troubadour den Damen der Schöpfung gewohnheitsmäßig Substanzen zuführen, die sie willig machen und ganz zahm. Nonchalant schreckt Gelb auch nicht davor zurück, dieses Kunststück ausgerechnet mit solch gestandenen und unterschiedlichen Damen wie Isobel Campbell und Neko Case zu vollführen.

Doch auch ohne holde Weiblichkeit webt der Meister seinen feinen Teppich aus amerikanischem Canyon-Sound. Beinah schon gewohnheitsmäßig klingt er dabei als wäre er der ganzen Sache an sich überdrüssig, zieht die Takte und die Silben in die Länge als wären sie aus Kaugummi, als würde der Gaul in der Wüstenhitze langsamer als Schritt gehen, als würde das Boot ohne Eile und richtungslos nur so vor sich hin schunkeln. So schön entspannt klingt Gelb auf "ProVisions", als hätte er alle Zeit der Welt.
Vor allem aber klingt er, als würde ihn der Schuh nicht drücken. Niemand kann ihn zwingen nur nach Alternative Country zu klingen, oder so als stünde er immer mit einem Bein in Mexiko, so wie die Herren Kollegen.

Alles möglich, aber kein Muss und eigentlich auch egal sagt er sich, macht einen noch langsameren Song und driftet dann ordentlich ab, als würde er ausprobieren wollen, ob es nicht auch eine Art Free Jazz für Männer wie ihn gibt. Ja, gibt es und wenn das einer darf, dann sicher Howe Gelb.
Schön ist es dann aber doch, wenn er zum Schluss wieder beinah versöhnlich klingt und so wie man ihn kennt: Der alte Geschichtenerzähler, den eigentlich nichts mehr recht erschüttert und der alle Zeit der Welt hat.

Kristin Sperling, 17.09.2008

 

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