Gilbert O'Sullivan

Live In Tokyo

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 27.10.2010
Jahr: 2010
Stil: Singer-/Songwriter

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Gilbert O'Sullivan
Live In Tokyo, Eagle Vision, 2010
Gilbert O'SullivanPiano, Keyboards, Vocals
Michael ParkerKeyboards, Synthesizers, Accordion
Julian GreavesFlute, Saxophone, Harp
Helen HardyBacking Vocals
Eve NaylorBacking Vocals
Produziert von: Geoff Kempin & Terry Shand Länge: 79 Min 41 Sek Medium: DVD
Concert:
01. It Ain't For Me10. Hold On To What You Get
02. The Thing Is11. Water Music
03. We Will12. Who Was It?
04. Make My Day13. Out Of The Question
05. Stick In The Mud14. What Could Be Nicer
06. Clair15. Alone Again (Naturally)
07. Sometimes16. Say Goodbye
08. The Way Things Used To Be17. Get Down
09. What's In A Kiss?
Bonus Tracks:
01. Came To See Me Yesterday (In The Month Of)03. No Matter How I Try
02. Nothing Rhymed
Music Videos:
01. Two's Company (Three Is Allowed) - featuring Harry Hill02. So What - featuring Eric Sykes

Der aus Irland stammende, seit ca. vierzig Jahren aktive, in Europa und Übersee erfolgreiche Singer-Songwriter Gilbert O’Sullivan war 2005 bei der “duo Music Exchange“ in Tokio zu Gast. Die Show wurde damals mitgefilmt und vor einigen Wochen auf DVD mit diversen Zusätzen in Umlauf gebracht.

Japan war schon immer ein gutes Pflaster für den Mann von der Insel im Atlantik. Etliche Charterfolge im Land der aufgehenden Sonne belegen das. Gilbert O’Sullivan musste also niemandem mehr etwas beweisen und war sich dessen voll bewusst. Seelenruhig und total unaufgeregt bewältigte er diesen Gig. An seiner lockeren Selbstdarstellung änderte sich fast über den ganzen Abend, in dessen Verlauf er viele seiner bekanntesten Stücke wie We Will, Clair, What’s In A Kiss?, Out Of The Question, Alone Again (Naturally) und selbstredend Get Down zum Besten gab, nichts. Zwar forderte er immer wieder zum Mitklatschen auf, ging aber erst beim Finale des allerletzten Stückes, dem bereits genannten Get Down, so richtig aus sich heraus. Souverän schnappte er sich ein Mikrofon samt Ständer, erklomm sein E-Piano und versuchte das Publikum aus der Reserve zu locken. Dies wollte ihm jedoch nicht wirklich gelingen.
Insgesamt verhielten sich die Zuschauer, wie in Japan wohl üblich, während des kompletten Sets sehr höflich und zurückhaltend. Sie applaudierten brav und klatschten dann und wann ein wenig mit.

Dass sich Songs von Gilbert O’Sullivan auch bestens für die Inszenierung auf großer Bühne eignen, wird beim Betrachten der drei Bonus Tracks klar. Diesen Auftritt absolvierte der Ire in Begleitung eines Orchesters. Die dementsprechend umarrangierten Titel büßten nichts an Reiz ein, sondern berührten auch in diesem Gewand mit Esprit (Came To See Me Yesterday [In The Month Of], No Matter How I Try) und Melancholie (Nothing Rhymed).
Bei den zwei Videos steht eindeutig der Spaß im Vordergrund. In Two’s Company (Three Is Allowed) (recht rockige Nummer) schlüpft Harry Hill in die Rolle O’Sullivans und überzeichnet ihn stellenweise bis ins Groteske. Der echte Gilbert O’Sullivan steht in einem Overall herum und putzt. Irgendwann geht das Double auf das Original los. Später rocken sie dann gemeinsam. So What (flotte Popnummer) zeigt einen etwas trotteligen Hausmeister (Eric Sykes), der Schwierigkeiten beim Aufhängen eines Blumentopfes und eines Wandschrankes hat. Gilbert O’Sullivan sitzt im Vordergrund auf einem Hocker. Irgendwann sägt irgendjemand den Boden rund um den Hocker durch. Der Hausmeister gibt Fersengeld und der gesamte Boden, bis auf eine kleine Insel mit dem Hocker, bricht durch. Nette Idee.

Bild und Ton sind beim Hauptteil der Konzertaufnahmen nicht von überwältigender, aber immerhin guter Qualität. Beim Bonusteil sind die Bilder etwas schwächer, der Sound ist dagegen ebenfalls gut. Damit ist das Ende der Fahnenstange jedoch noch keineswegs erreicht. Die zwei Videos stechen den Rest des Filmmaterials nämlich aus und gehen in beiden Kategorien mit den besten Bewertungen als Sieger durch die Ziellinie.

In der Hülle verbirgt sich lediglich die DVD. Nicht mal zu einem Booklet hat es gereicht. Etwas mager das Ganze.

’Live In Tokyo’ ist ein schönes Beispiel dafür, wie unkompliziert und zugänglich man Musik für Piano und Keyboards im Singer-Songwriter-Bereich komponieren kann. Die hier vorkommenden Elemente aus Pop, Rock, Jazz und Folk unterstützen diesen positiven Eindruck auf das Vortrefflichste und bringen zusätzliche Farbe ins Spiel. Sogar im klassichen Kontext funktioniert diese Tonkunst. Die Videoclips zeigen außerdem, dass Gilbert O’Sullivan dem Humor keineswegs abgeneigt ist. Alles in allem ein kurzweiliges Vergnügen.

Soundformate: Dolby Digital Stereo, Dolby Surround 5.1, DTS Digital Surround Sound;
Bildseitenformat: 4 : 3;
DVD-Format: PAL;
Regionalcode: 0;
Freigabe ohne Altersbeschränkung.

Michael Koenig, 15.10.2010

 

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