Gina Villalobos

Days On Their Side

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.08.2009
Jahr: 2009
Stil: Americana, Roots Rock

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Gina Villalobos Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Gina Villalobos
Days On Their Side, Face West Records, 2009
Gina VillalobosVocals, Acoustic & Electric Guitars
Kevin HallandElectric Guitar, Banjo
Sean CaffeyPedal Steel
Erik ColvinHammond, Wurlitzer
Dawn FintorBass
Andrew GertersDrums
Josh GrangePedal Steel
Jamie CandiloroPiano
Tanya HadenCello
Ben PringleWurlitzer, Hammond
Produziert von: Gina Villalobos & Erik Colvin Länge: 43 Min 25 Sek Medium: CD
01. Take A Beating07. Immune
02. Sun In My Eyes08. Pictures Of Pictures
03. String It Out09. Falling Away
04. Ring Around My Room10. Days On Their Side
05. Crazy11. Second Chance
06. Mortified12. Die Here Tonight

Ist Gina Villalobos vielleicht doch etwas müde geworden? Der bedächtige Grundton, dieses vermeintliche Durchschnaufen, die zurückgelehnte Lässigkeit auf ihrem aktuellen, nun schon vierten Album ("Days On Their Side"), mag auf ihre endlosen und anstrengenden Touren zurückgehen, die sie insbesondere für ihre beiden astreinen Alben "Rock'n'Roll Pony" und "Miles Away" unternahm. Eine solide Reputation, angeführt von durchaus großem Kritikerlob, hat sie sich erspielt, absolut zu Recht, denn sie weiß, wie man einen guten Roots-Rock-Song mit treffender Hookline schreibt, versteht es, ihre persönlich gefärbten Texte mit feinkörniger, sympathischer Raspelstimme zu intonieren und glaubhaft rüberzubringen. Doch wie so viele andere Künstler aus dem Americana-Zirkel, kommt sie über den Insiderstatus nicht unbedingt hinaus. Die Visionen einer großen Karriere, die zumindest für ein sorgenfreies Auskommen und einen stressfreien Feierabend sorgen, materialisieren sich nicht immer bis ins kleinste gewünschte Detail.

Die zwölf neuen Songs mögen, jeder für sich betrachtet, um kaum einen Deut schlechter sein, als die Tracks auf ihren zurückliegenden Werken, sind ähnlich stringent und versiert in Szene gesetzt, spielen also mit den allseits beliebten Country, Folk, Singer/Songwriter, Pop und Rock-Zutaten, lassen aber die geballte Ladung an Klasse vermissen, die man bisher von ihr kannte. Es mag sein, dass es einfach nur an diesem allgegenwärtigen Mid-Tempo versus Balladentempo liegt, welches quasi nach einer Auflockerung durch einen Peitschenhieb in Form eines Up-Tempo-Beats schreit, der "Days On Their Side" ein klitzekleines Stückchen ermüdend - mit langweilig vergriffe ich mich wohl eindeutig im Ton - geraten lässt. Das Zwingende, das Drängende, diese Lust, es allen zeigen zu wollen, scheint einer Haltung gewichen, die einerseits bezeugt, dass Gina Villalobos weiß, was sie kann, aber durchaus auch diese wankelmütige Unentschiedenheit zwischen Resignation und Trotz zur Schau trägt. Man muss also auch den festen Willen aufbringen, sich von der Aura dieses neuen Villalobos-Albums einfangen zu lassen. "Days On Their Side" besitzt durchaus seine Reize, hinterlässt jedoch auf mich den Eindruck eines Übergangsalbums.

Frank Ipach, 02.08.2009

 

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