Glen Campbell

Sings For The King


CD-Review

Reviewdatum: 07.01.2019
Jahr: 2018
Stil: Country, Rock'n'Roll
Spiellänge: 41:58
Produzent: Ben Weisman, Carl Jackson

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Glen Campbell Homepage


Plattenfirma: Universal Music

Promotion: Universal Music


Redakteur(e):

Epi Schmidt

Titel
01. We Call On Him (A Duet With Elvis Presley)
02. Easy Come, Easy Go
03. Any Old Time
04. Anyone Can Play
05. I Got Love
06. I'll Never Know
07. All I Needed Was The Rain
08. How Can You Lose What You Never Had
09. Spinout
 
10. Magic Fire
11. I'll Be Back
12. Love On The Rocks
13. Stay Away, Joe
14. Cross My Heart And Hope To Die
15. Clambake
16. There Is So Much World To See
17. Do The Clam
18. Restless
Musiker Instrument
Glen Campbell Vocals, Guitar
+ various musicians

Aufmerksamen Lesern unseres Musikmagazins ist bereits die musikhistorische Bedeutung des “Wichita Lineman“ Glen Campbell geläufig. Da gibt‘s die Zusammenarbeit mit den BEACH BOYS und auch mit Neil Diamond. Man höre sich mal Glens Hit Auch für den King und weil Glen Campbell Elvis sehr gut imitieren konnte, hatte er eine ganze Zeit lang den Job, potenzielle Songs für den King als eine Art Vorab-Demo aufzunehmen, an dem sich Elvis orientieren konnte.
Geschrieben wurden viele dieser Songs von Ben Weisman und Elvis Presley nahm stolze 57 Songs (!) aus der Feder von Weisman auf. Der Songwriter und Produzent verstarb 2007 und unlängst wurden in einem Lagerraum tatsächlich die verschollenen Magnettonbänder entdeckt, die wir jetzt hier zu hören bekommen.</i

Es waren insgesamt 29 Songs, die da gerettet werden konnten. 18 davon waren es wert ein Album davon zu pressen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 12 wiederum wurden von Elvis selbst übernommen. Ein kleines Späßchen hat man sich gleich zu Beginn erlaubt, indem man Elvis Stimme in We Call On Him “transferiert“ hat und so ein Duett zwischen Glen und Elvis geschaffen hat.
Wie gut Glen darin war, Vorlagen für den King of Rock‘n‘Roll einzuspielen, hört man beim folgenden, treibenden Easy Come, Easy Go sogar noch besser. Da muss man direkt schon genau hinhören, damit man realisiert, wer hier der Sänger ist. Coole Blues-Nummer, wie <i, grooviger R&B, wie Anyone Can Play oder typische Balladen, wie I‘ll Never Know, man kann sich perfekt vorstellen, wie der King von diesen – oder ähnlichen Aufnahmen – inspiriert wurde. Zumal das ja keine Garagen-Demos sind, sonder bestens produzierte Songs, die absolut für sich stehen können.</i

Wie gut Campbell darin war, den King zu imitieren, hört man sehr gut in I Got Love, wo Glen mit seiner “eigenen Stimme“ beginnt und später in den Stil von Presley verfällt.
Ob jener All I Needed Was The Rain und Spinout aufgenommen hat, weiß ich nicht, aber wenn nicht, hat er einen Fehler begangen, denn das wären zwei perfekte Nummern für ihn gewesen. Wobei, das trifft ja hier auf fast jeden Song zu. Auch auf die Country-Stücke, wie How Can You Lose What You Never Had. Hier ist Campbell natürlich in seinem Parade-Metier und es besteht kein Zweifel, dass er die Gitarre selbst eingespielt hat.
Hier muss erwähnt werden, dass Glen Campbell einer von zwei verbliebenen Kandidaten für den Job des Lead-Gitarristen in Presleys Band im Jahr 1969 gewesen ist. Bekanntlich wurde es dann James Burton. Wohl auch, weil Campbell eine Solokarriere ansteuerte.
Die Klasse von Campbell – auch bei seinen Alben im letzten Jahrzehnt – ist immer präsent. Auch wenn er, wie hier, den “Vorsänger“ für den “König“ macht.
Nicht nur für Monarchisten zu empfehlen.

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