Gojira

Fortitude

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Thrash Metal
Spiellänge: 51:53
Produzent: Joseph „Joe“ Duplantier

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Plattenfirma: Roadrunner Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Korn

Machine Head

Sepultura

Titel
01. Born For One Thing
02. Amazonia
03. Another World
04. Hold On
05. New Found
06. Fortitude
 
07. The Chant
08. Sphinx
09. Into The Storm
10. The Trails
11. Grind
Musiker Instrument
Joseph „Joe“ Duplantier Gitarre & Gesang
Mario Duplantier Schlagzeug
Christian Andreu Gitarre
Jean Michel Labadie Bass

Spätestens mit ihrem bislang jüngsten Album, “Magma“, gelang den Franzosen GOJIRA der internationale Durchbruch. Denn anschließend wurde das Quartett nicht nur zwei Mal (für die beste Metal-Performance und das beste Rock-Album) für einen Grammy nominiert sondern es gelang ihr als erste französische Band überhaupt sich auf Platz 1 der Billboard Hard Rock-Album-Charts (und Platz 25 in den Billboard Top 200) zu platzieren. Daher wurde wohl kaum eine andere Scheibe so dermaßen herbeigesehnt wie die aktuelle Scheibe der Band um die beiden Duplantier-Brüder, die nun in Form von “Fortitude“ endlich vorliegt.

Die fünfjährige Wartezeit hat sich denn auch definitiv gelohnt. Die Band präsentiert sich noch weiter gereift im Songwriting, noch wandelbarer im Sound und noch tiefsinniger in ihrem Ansatz sowohl musikalisch als auch auf der textlichen Ebene. So behandelt der Opener Born For One Thing die Aufforderung, sich nicht dem Konsum hinzugeben und eben nicht an Besitztümern festzuhalten, wie Sänger und Gitarrist Joseph Duplantier erklärt: „Wir müssen lernen, uns von allem zu lösen, beginnend mit tatsächlichen Dingen. Häufe weniger Besitztümer an und gib weg, was du nicht benötigst, denn eines Tages müssen wir uns von allem trennen und wenn wir es nicht tun, werden wir einfach nur zu Geistern, die zwischen den Dimensionen gefangen sind.“

Foto-Credit Gabrielle Duplantier

So behandeln GOJIRA auch ihr Musik als eine lebende Einheit, die sich mit jedem Album verändert, verwandelt und umgestaltet. Das versinnbildlichen wohl am deutlichsten die beiden Stücke Amazonia und The Chant, die nicht nur musikalisch zu den besten Songs des Albums gehören, sondern beide auch als Vehikel für den Umweltaktivismus der Band fungieren. Dabei wird nicht nur die Empörung über etwa die Zerstörung des Amazonas-Gebietes thematisiert sondern auch immer der Hörer dazu aufgerufen und ermutigt, selber aktiv zu werden. Und diese Parolen kleiden sie in wunderbare, moderne und eben auch sehr harte Metal-Hymnen, die stellenweise an SEPULTURA zu “Roots“-Zeiten oder auch an moderne MACHINE HEAD erinnern.

Daneben bieten GOJIRA aber auch so überraschende Wandlung wie in der Kombination von Titeltrack und dem folgenden The Chant, die sehr hypnotisch und fast meditativ daherkommen, um uns dann anschließend mit Sphinx wieder einen aggressiven Kracher zu servieren. Und dafür stehen die Franzosen nun einmal, für gnadenlose (und auch gnadenlos eingängige) und mitreißende Thrasher wie das eröffnende Born For One Thing aber eben auch für die perfekte Verbindung von Härte und Melodie wie in Amazonia, Another World oder Hold On sowie Into The Storm, von denen man einfach nicht genug bekommen kann. Bei New Found oder Grind hört man im Gitarren-Auftakt-Riff fast schon Nu Metal-artige Einflüsse à la KORN heraus.

GOJIRA haben mit “Fortitude“ ein wahrhaft fabelhaftes Werk vorgelegt. Hier verbinden die Franzosen wirklich auf das Vortrefflichste die knallende Härte, die sie seit ihrer Gründung auszeichnet, mit dem Händchen für die eingängigen Melodien, die die Band auch zunehmend auszeichnet sowie beruhigende Momente – und das Alles in genau der richtigen Balance zusammengeführt. Mit diesem Werk erklimmen GOJIRA eine neue Stufe in ihrer Entwicklung, die sie bald zu einem der ganz großen Namen im Bereich des Heavy Metal machen sollte – vielleicht gelingt das ja sogar schon mit “Fortitude“.

 

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