Grafton

Blind Horse Campaign


CD-Review

Reviewdatum: 28.02.2005
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Grafton
Blind Horse Campaign, Dead Canary Records, 2003
Lou Poster Guitars, Vocals
Donovan Roth Slide Guitar, Bass
Jason McKiernan Drums, Backing Vocals, Foot Stomp
Produziert von: Jon Chinn Länge: 31 Min 27 Sek Medium: CD
1. I've Been Looking7. Down The Road
2. Sinker8. Slowpoke
3. Pour Like It Rains9. Visible Signs
4. Sunbitch10. Fine, Good, Go
5. The Day They Ran Us Out Of Town11. Lord Baltimore
6. The Captain And Big Muskie

Die noch relativ junge Band GRAFTON aus Columbus, Ohio, schleudert bis auf die Knochen abgelöste krachende Rocker unters Volk, ungestüm, hemdsärmelig und auf eine positive Art raubeinig. Dies zieht sich durch die ersten drei Nummern, wobei allerdings auf die Dauer ein bißchen Ermüdung beim Hörer droht.

Aber dann kommt mit Sunbitch ein wenig frischer Wind durch bluesige Töne ins Spiel (doch ja, auch wenn "frischer Wind" im Zusammenhang mit "bluesig" dem einen oder anderen paradox vorkommen mag), natürlich kein Blues aus dem Chicago Delta, sondern die ultraraspelige Hardcoreversion davon, nach Art eines Jon Spencer oder der IMMORTAL LEE COUNTY KILLERS.
Der darauf folgende schräge Rock'n'Roller The Day They Ran Us Out Of Town ist wild und gefährlich, ohne Netz, doppelten Boden und Rückversicherung und wird abgelöst von einem morbiden Swampsound mit The Captain And Big Muskie.

Und weiter geht die fröhliche Hatz mit voranstürmendem Turborock (Down The Road), intensiv-staubigem Deltagroove (Slowpoke), zornigem Speedtrash (Visible Signs), pumpendem Rotzrock (Fine, Good, Go), und zum Abschluß gibt es einen fiesen heavy Psychobilly (Lord Baltimore).

Die drei Rabauken kümmern sich einen feuchten Kehrricht um Wohlklang, perfekten Gesang und volltönende Produktion. Lieber reißen sie mit ihrem resoluten Hinterwäldler-Lo-Fi-Rotzrock die eine oder andere Mauer ein.
Nicht sehr substanzreich, aber irgendwie ganz charmant.

Ralf Stierlen, 28.02.2005

 

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