Grand Magus

Iron Will


CD-Review

Reviewdatum: 13.06.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Iron Will, Rise Above Records, 2008
JBVocals & Guitar
FoxBass
SebDrums
Produziert von: Grand Magus Länge: 41 Min 19 Sek Medium: CD
01. Like The Oar Strikes The Water06. The Shadow Knows
02. Fear Is The Key07. Self Deceiver
03. Hövding08. Beyond Good And Evil
04. Iron Will09. I Am The North
05. Silver Into Steel

Bisher waren die Schweden von GRAND MAGUS eigentlich deutlich der Stoner- und Doom-Fraktion zuzurechnen. Was sich jedoch mit der letzten Scheibe "Wolf's Return" schon zart andeutete, setzt sich jetzt auf "Iron Will" fort: Die zunehmende Hinwendung zum Heavy Metal reinsten Wassers. Das Mandolinenintro von Like The Oar Strikes The Water führt auf direktem Weg zu riffgesättigten, melodiösen und eingängigen Stahlklängen, die ebenso Wurzeln in den Seventies wie auch (immer stärker) in der NWOBHM haben.

JB, der Shouter, der ja auch für die SPIRITUAL BEGGARS am Mikro steht, überzeugt mit seiner Rockröhre und jeder Menge echtem Pathos, mit dem er Texte von verzauberten Wäldern und grimmigen Nordmännern herausschleudert, unterlegt von zwar irgendwie schon tausendmal gehörten, aber doch mit Überzeugung und Entschlossenheit dargebotenen Riffbrocken. Und da sich auch der neue Drummer Sebastian perfekt eingliedert, gibt das ganze eine zwar nicht sehr originelle, aber doch in sich geschlossene, testosterongeschwängerte Mischung ab. Silver Into Steel ist quasi der Mottosong dazu.

Ok, nach dem noch ziemlich flotten The Shadow Knows wird auch noch einmal der alten Fans gedacht, das muntere Treiben wird etwas knarziger, die Doom-Keule wird geschwungen und der laten Helden BLACK SABBATH, SAINT VITUS oder TROUBLE gehuldigt. Aber gemessen am sonstigen Repertoire auf Rise Above Records, dem Label von CATHEDRAL-Frontboje Lee Dorrian, hat diese Scheibe schon sehr viele True Metal Elemente aufzuweisen. Eine rundum gelungenene, kraftstrotzende Angelegenheit.

Ralf Stierlen, 13.06.2008

 

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