Green Day

21st Century Breakdown


CD-Review

Reviewdatum: 27.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock

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Redakteur(e):

Jürgen Ruland


Green Day
21st Century Breakdown, Reprise Records, 2009
Billie Joe ArmstrongGuitar, Piano, Lead Vocals
Mike DirntBass, Vocals
Tré CoolDrums, Percussion
Additional Musician
Jason FreesePiano
Produziert von: Butch Vig & Green Day Länge: 69 Min 17 Sek Medium: CD
01. Song Of The Century
ACT I - Heroes And Cons
02. 21st Century Breakdown05. Before The Lobotomy
03. Know Your Enemy06. Christian's Inferno
04. Viva La Gloria07. Last Night On Earth
ACT II - Charlatans And Saints
08. East Jesus Nowhere11. Murder City
09. Peacemaker12. Viva La Gloria (Little Girl)
10. Last Of The American Girls13. Restless Heart Syndrome
ACT III - Horseshoes And Handgrenades
14. Horseshoes And Handgrenades17. American Eulogy
15. The Static Agea) Mass Hysteria
16. 21 Gunsb) Modern World
18. See The Light

Fünf Jahre später... Eine halbe Dekade nach "American Idiot" folgt "21st Century Breakdown". Seinerzeit hieß der angeblich mächtigste Mann der Welt Bush, heute trägt er den Namen Obama. Ob der aktuelle Präsident der US of A das Glück hat, die Welt aus ihrer tiefen Krise herausführen zu dürfen, wird die Zukunft zeigen. Bleiben wir in der Gegenwart, und die heißt GREEN DAY.

Nachdem das punkige Trio aus dem kalifornischen Oakland auf ihrem ersten Erfolgsalbum "Dookie" noch über Scheißhaufen sang, entwickelte man sich im Verlauf der folgenden zehn Jahre zu einem durchaus ernstzunehmenden Act. Bis 2004 hatte die Wut auf die politische Lage ihres Heimatlandes die Band aus ihrer Lethargie gerissen und gab den Grundstein ab für eine phänomenale Punk-Protest-Oper, die sich über zwölf Millionen Mal verkaufte. Zahlreiche daraus ausgekoppelte Hit-Singles und erfolgreiche Tourneen machten aus GREEN DAY eine weltweit angesagte Rockband.

Mit "21st Century Breakdown" haben Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool es sich längst nicht so einfach gemacht wie der erste Eindruck vermittelt. Zwar handelt es sich um ein weiteres Konzeptalbum, jedoch fällt der Aufbau wesentlich komplexer aus. Aus drei Teilen bestehend, mit fiktiven Charakteren arbeitend und aus insgesamt achtzehn (!) Tracks bestehend haben es GREEN DAY geschafft, neue kreative Höhen zu erklimmen.
Wo "American Idiot" vor Ohrwürmern nur so strotzte, überzeugt der neue Longplayer eher als Ganzes. Die drei Kalifornier haben ihren Sinn für Radio-Hits nicht verloren, trotzdem wirkt "21st Century Breakdown" vergleichsweise sperrig.

Melancholie wechselt sich mit überschäumender Freude ab, rockigen Passagen voller mächtiger Power Chords folgen zuckersüße Momente, stilistisch wird für Bandverhältnisse gerne einmal experimentiert.
GREEN DAY sind endgültig erwachsen geworden und haben es geschafft, den erhofften würdigen Nachfolger ihres Meilensteins "American Idiot" aufzunehmen.

Jürgen Ruland, 27.07.09

 

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