Greg Lamy Quartet

Meeting

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.05.2014
Jahr: 2014
Stil: Jazz

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Redakteur(e):

Marc Langels


Greg Lamy Quartet
Meeting, Igloo Records, 2014
Greg LamyGitarre
Johannes MuellerSaxophon
Gautier LaurentBass
Jean-Marc RobinSchlagzeug
Produziert von: Greg Lamy Länge: 54 Min 21 Sek Medium: CD
01. Intro07. "Aie"
02. Untitled08. Room 117
03. Absturz09. Can't Wait
04. Eclipse10. Tout Simplement
05. Interlude #111. Interlude #2
06. La Déferlante12. Summertime

Der amerikanische Gitarrist Greg Lamy stammt aus New Orleans und hat damit schon quasi den Jazz mit der Muttermilch aufgesogen. Seine Ausbildung erhielt er am berühmten Berklee College of Music. Seit dem Jahr 2000 lebt und arbeitet er aber überwiegend in Europa. Seit dem Jahr 2007 hat er ein Trio Musiker um sich geschart, das aus dem Saxophonisten Johannes Mueller aus Deutschland sowie der französischen Rhythmussektion Gautier Laurent (Bass) und Jean-Marc Robin (Schlagzeug) besteht.

Ihr neues – mittlerweile drittes - Werk hört auf den Namen “Meeting“. Stilistisch gesehen, bieten sie einen sehr swingenden Jazz, der aber auch seine Augen und Ohren nicht vor modernen Einflüssen verschließt. Insofern sollte man sich nicht vom sehr freien Opener Intro nicht in die Irre führen lassen. Denn schon im folgenden Untitled und dem anschließenden Absturz präsentieren sich Lamy und seine Begleiter sehr traditionell.

Das betrifft auch die Rollenverteilung innerhalb der Band. Laurent und Robin sorgen für das solide, groovende Fundament der jeweiligen Songs und treten ansonsten leider sehr selten in Erscheinung. Das Hauptaugenmerk der Scheibe liegt auf den beiden Solo-Instrumenten. Dabei hört man Greg Lamy nicht nur seine exzellente Ausbildung an, sondern auch die Bandbreite seiner Vorbilder, die von Jim Hall und Wes Montgomery bis zu John Scofield reichen. Sprich meist spielt Lamy sehr songdienlich und harmonisch, er traut sich aber auch mal aus den Konventionen auszubrechen und den Hörer damit herauszufordern.

Ihm zur Seite steht dabei in Johannes Mueller ein Saxophonist, der mich phasenweise an Joshua Redman erinnert. Die beiden spielen sich auf diesem Album die solistischen Bälle wirklich brillant zu und man hat nie den Eindruck, sie würden versuchen, sich gegenseitig zu übertreffen, sondern vielmehr zu ergänzen. Dabei gelingen ihnen sowohl sehr spannende als auch entspannte Momente, die das Album zu einer wahren Entdeckungsreise durch einen traditionsbewussten aber nicht altbackenen Jazz machen. Im Mittelpunkt steht immer die Stimmung des Songs und diese wird durch die Soli herausgearbeitet und nicht übertüncht.

“Meeting“ ist ein gelungenes Werk des Greg Lamy Quartet, bei dem der Namensgeber nicht zwanghaft versucht, sich in Szene zu setzen, sondern lieber auf die Stärke der Gemeinschaft setzt. Dazu hat er mit Mueller, Laurent und Robin die idealen Partner gefunden, die sehr offensichtlich seine Vision von modernem Jazz teilen. Dazu laden die vier Musiker den Hörer durch eine wunderbare Melange aus spielerischer Kunst als auch kompositorischen Fertigkeiten ein, anstatt ihn nur durch die Zurschaustellung individueller Klasse zu überfordern. Dadurch kann man “Meeting“ sowohl alleine und konzentriert genießen als auch durchaus mal als Hintergrundmusik einsetzen.

Marc Langels, 07.05.2014

 

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