Gregg Allman

Live: Back To Macon

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 31.07.2015
Jahr: 2015
Stil: Rhythm & Blues

Links:

Gregg Allman Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Gregg Allman
Live: Back To Macon, Concord Music Group, 2015
Gregg AllmanHammond Organ, Vocals, Electric & Acoustic Guitars
Scott SharrardElectric Guitar, Backing Vocals
Peter LevinPiano, Hammond Organ
Jay CollinsSaxophones, Flute
Steve PottsDrums
Marc QuinonesPercusiion, Backing Vocals
Ron JohnsonBass
Jay Collins, Art Edmaiston, Marc FranklinHorn-Section
Produziert von: Gregg Allman Länge: 143 Min 23 Sek Medium: CD & DVD
CD 1:CD 2:
01. Statesboro Blues01. Don't Keep Me Wonderin'
02. I'm No Angel02. Before The Bullets Fly
03. Queen Of Hearts03. Melissa
04. I Can't Be Satisfied04. Midnight Rider
05. These Days05. Love Like Kerosene
06. Ain't Wastin' Time No More06. Whipping Post
07. Brightest Smile In Town07. One Way Out
08. Hot 'Lanta
09. I've Found A Love

Leute, wir können wirklich froh sein, dass Gregg Allman seine Lebertransplantation vor fünf Jahren so gut überstanden hat und sich seitdem in besserer Form denn je präsentiert. Fünfzig Bühnenjahre hat der Schwerenöter aus den Südstaaten schon auf dem Buckel, unzählige musikalische Höhen und drogenverseuchte Tiefen durchlebt, 1995 Einzug in die Rock'n'Roll Hall Of Fame gehalten, den Lifetime Achievement Grammy für sein Lebenswerk abgesahnt (2012) und dennoch brennt der einstige Namensgeber der legendären ALLMAN BROTHERS BAND lichterloh für seine Kunst.

Die aktuelle Doppel-CD, DVD, BluRay "Live: Back To Macon" dokumentiert dies auf eindrucksvolle und Gänsehaut machende Art und Weise. Die achtköpfige Gregg Allman Band zündet ein Feuerwerk explosiver Spielfreude, während sie die oft gehörten Standards aus der lange zurückliegenden ABB-Ära unüberhörbar frisch und spannend arrangiert (Statesboro Blues, Whipping Post, One Way Out), beliebte Kracher aus der Allman'schen Solokarriere (I'm No Angel, Queen Of Hearts) revitalisiert und einige Covernummern aus der immergrünen Schatzkiste des Soul aufpoliert. Wilson Picketts I Found A Love und Ray Charles' Brightest Smile In Town unterstreichen zum wiederholten Male Allmans tiefe Zuneigung zur Soul-Music und beweisen einmal mehr, dass es neben ihm kaum noch weiße Soulsänger gibt, die ihm das Wasser reichen können.

Die leidenschaftlich agierende Band setzt alles daran, Allmans Evergreens vorsichtig zu entstauben. So entfalten sich unter der Führung des großartigen Gitarristen und Musical Director Scott Sharrard spannende und frische Arrangements der Extraklasse, die davon profitieren, sich in einem anderen Groove zu präsentieren und sich vor allen Dingen innerhalb der neu konzipierten Bläserarrangements hörbar wohl zu fühlen.

Verantwortlich dafür zeichnet nicht zuletzt der eindrucksvolle Ton des Saxofonisten und Flötisten Jay Collins, der sich häufig als Solist emporschwingt und sich mit seiner Affinität zum Jazz als echter Gewinner darstellt. Was die Leistungen der anderen Bandmitglieder in keinster Weise schmälern soll. Denn was dem Hörer hier angeboten wird, rangiert von A bis Z auf höchstem Niveau.

Pianist Peter Levin, der schon mit Größen wie Allen Toussaint, Aaron Neville, Levon Helm, Joan Osbourne und Charlie Musselwhite musizierte, steht in einer Reihe mit Tastenhelden wie Chuck Leavell und Chris Stainton. Der junge Scott Sharrard liebkost seine Saiten kaum weniger brillant als Dickey Betts, Warren Haynes oder Jack Pearson, während er sich grundsätzlich durch seinen eigenen Ton und seine geschmackvolle Vielfältigkeit von allen dreien unterscheidet.
Als gern gesehener Gast gibt sich Greggs gitarrespielender Sohn Devon Allman (ex- ROYAL SOUTHERN BROTHERHOOD) die Ehre und macht das gute alte Melissa neben Jay Collins' Querflötensolo zu einem gefühlvollen Ereignis.

Zwischendurch erzählt Gregg (nur auf DVD) kurz und bündig aus alten Tagen, denkt wehmütig an die sagenumwobenen Tage im legendären 'Big House' in Macon zurück, beschwört das Arbeitsethos der Allman Brothers mit 306 Gigs im Jahre 1970 und die daraus resultierende unvergleichliche musikalische Durchschlagskraft der Band, die schließlich im Juli 1971 mit ihrem Doppelalbum "At Fillmore East" eines der besten Live-Alben aller Zeiten veröffentlichte.

Mit "Live: Back To Macon" setzt der 67-jährige Gregg Allman nun die vergessen geglaubte Tradition großartiger und mitreißender Live-Alben fort und festigt seinen Ruf als bewundernswerte Rock-Ikone und absolut integrer Musiker. Bleibt zu wünschen, dass er sich noch einige Jahre bester Gesundheit erfreut und sein angedachtes Studioalbum für 2016 ähnlich hohe Wellen schlägt wie diese Live-Performance.

Frank Ipach, 30.07.2015

 

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