Grizzly Bear

Friend

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.12.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Kristin Krauß


Friend, Warp Records, 2007
Daniel Rossen Vocals, Guitar
Edward Droste Vocals, Guitar
Christopher Taylor Vocals, Bass, Woodwinds, Electronics
Christopher Bear Vocals, Drums
Produziert von: Grizzly Bear Länge: 43 Min 25 Sek Medium: CD
1. Alligator (Choir Version)6. Granny Diner
2. He Hit Me7. Knife (covered by CSS)
3. Little Brother (Electric)8. Plans (by BAND OF HORSES)
4. Shift (Alternate Version)9. Knife (by ATLAS SOUND)
5. Plans (Terrible vs. Nonhorse)10. Deep Blue Sea

Guten Freunden gibt man ein Küsschen ... Wer es etwas weniger pathetisch mag, kann sich wahlweise auch lieber mit eben jenen treffen und zum Beispiel musizieren. Für letztere Variante entschieden sich die vier netten Herren GRIZZLY BEAR, um eine schlicht "Friend" betitelte CD für das Haus Warp Rec. einzuspielen.

Die CD enthält 10 Songs, darunter verschiedene Coverversionen (u. a. von BAND OF HORSES), und schmückt sich mit mehr oder weniger illustren Gastauftritten (u. a. Zach Condon alias BEIRUT). So ein Treffen mit Freunden ist ganz offensichtlich eine spaßige Angelegenheit und recht inspirierend.
Das Ende vom Lied bzw. vom Treffen mit Freunden umfasst jedenfalls eine profunde Sammlung choralen Pomps und Brimboriums, gleichzeitig sparsam und überladen und somit ganz selbstverständlich nicht unbedingt eingängig.

Meist klingt es etwas jenseitig mit schwebenden Gesängen und Gerumpel (von Song # 1: Alligator bis # 4: Shift). Eigenartig, aber atmosphärisch so dicht, dass man sich fragt, wie viele Freunde da gerade auf einmal zugange sind.
Unterbrochen wird die Träumerei ad hoc durch Plans, bezeichnenderweise in der Terrible vs. Nonhorse: Sounds Edit Version. Doch während man noch rätselt, ob es sich hier um 12-Ton-Musik handelt oder ob das transsylvanische Radioorchester seine Instrumente stimmt, löst Granny Diner die wirren, postmusikalischen Windungen in Wohlgefallen auf und verfängt den Hörer wieder in bekannt Transzendentem.

Etwas poppig darf es dann überraschenderweise auch noch werden (Knife als CSS Cover) und sogar Banjo-lastig und freudig hüpfend (Plans als BAND OF HORSES Cover).
Zum Ende wird der Kreis jedoch wieder geschlossen mit sphärischem Geklirr und choralem Gesang. Zurück auf Start sozusagen. Und wer weiter dran bleibt, wird mit einem Hidden Track à la Wilder Westen belohnt. Aber ruhig, Brauner! Auch hier bleiben die vier GRIZZLY BEAR-Mannen ihrer wundersamen, aber sympathischen Linie treu.

Kristin Sperling, 16.12.2007

 

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