Satyricon

Hamburg, Knust, 20.12.2008

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Konzertbericht

Reviewdatum: 20.12.2008

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Hamburg, Knust, 20.12.2008

Zu allererst muss ich gestehen, dass wir die Vorband ZONORIA an diesem Abend leider verpasst haben. Aufgrund des frühen Konzertbeginns und des Interviews, das wir vorab noch mit Satyr geführt haben, sind wir erst zu den letzten Akkorden von ZONORIA wieder im Knust gewesen.

Aber woran denkt ihr, wenn ihr an Black Metal-Konzerte denkt ? An weiß geschminkte Gesichter, umgedrehte Kreuze auf der Bühne, das Verspritzen von Schweineblut und die Anbetung von Satan ? Wer an diesem Abend vier Tage vor dem christlichen Weihnachtsfest noch einmal auszog, um dem Gegner des Herrn seine Aufwartung zu machen, der wäre bei diesem SATYRICON-Konzert ziemlich enttäuscht nachhause gegangen sein.
SATYRICON-Konzerte sind nämlich bei weitem nicht mehr so spektakulär wie z.B. ein KISS-Konzert. Satyrs Heugabel-Mikroständer und Frosts dekorativ gehörntes Drum-Rack sind schon die einzigen Utensilien, die noch an Black Metal erinnern.

Ähnlich wie Satyr und Frost bei ihren Veröffentlichungen inzwischen auf die gängigen Black Metal- Mechanismen pfeifen, so steht auch bei ihren Konzerten in erster Linie die Musik im Vordergrund.
Und die Fans im prall gefüllten Knust dankten es den Norwegern. Bereits mit dem ersten Song Repined Bastard Nation vom Album "Volcano" waren die Zuschauer ganz bei der Band.
Satyr war - das hatte sich schon während des Interviews gezeigt - an diesem Abend sehr zuvorkommend und gut gelaunt. Dies spiegelte sich auch in seinen Ansagen wieder.
Gerade weil das Konzert in Hamburg der letzte Abschnitt ihrer Europa-Tournee gewesen ist, versuchten die beiden Musiker mit ihren vier Begleitern diesen Abend zu einem ganz besonderen zu machen.

Erwartungsgemäß standen die Stücke vom neuen Album "The Age Of Nero" im Vordergrund dieses Gigs. Mit Commando, The Wolfspack, Black Crow on a Tombstone, Die By My Hand und The Sign of the Trident gab es gleich fünf Stücke von dem Silberling zu hören, bei denen sich die Menge schon als sehr textsicher erwies.
Aber auch Fans der ersten Stunde blieben nicht unberücksichtigt, mit Mother North und Forhekset gab es zum Beispiel auch Tracks von der 1996 erschienenen "Nemesis Divina" zu hören.
Sowohl bei der Band als auch im Publikum entwickelte sich der Abend zu einer wahren Gute- Laune-Party und Satyr lies es sich nicht nehmen, dieses Konzert im Zugabenteil noch einmal als denkwürdigen Abschluss der Tournee zu loben.
Dennoch war nach dem zweiten Zugabenteil trotz heftiger Rufe nach der Band endgültig Schluss.

Weihnachtsgeschenke können bekanntlich in die Hose gehen. Was kann einem da Schöneres passieren, als noch einmal kurz vor Jahresende ein so gutes Konzert zu sehen. Es war zwar ein wenig komisch, dass dieses bedingt durch den frühen Beginn bereits vor 22:00 Uhr beendet war. So blieb einem aber wenigstens noch die Chance, im Anschluss die Glühwein-Spätlese auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt zu genießen.

Kay Markschies, 20.12.2008

 

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