Hannes Wader

Noch Hier - Was ich noch singen wollte

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.06.2022
Jahr: 2022
Stil: Liedermacher
Spiellänge: 67.57
Produzent: Günter Pauler

Links:

Hannes Wader Homepage


Plattenfirma: Stockfisch Records

Promotion: Uta Bretsch-Communications


Redakteur(e):

Michael Koenig


s. weitere Künstler zum Review:

Reinhard Mey

Titel
01. Die Nacht (Hölderlin)
02. Um eine bess're Welt zu schaffen
03. Novembertag
04. Es dunkelt schon in der Heide
05. Es ist vorbei
06. Le Temps De Cerises
07. Vorm Bahnhof
08. In stiller Nacht
09. Alte Melodie
 
10. Plaisir D'Amour
11. Klaas der Storch
12. Herr Aage
13. Krieg ist Krieg
14. Schlimme Träume
15. Lob des Winters
16. Es will meine Liebste
17. Noch hier
18. An die Parzen (Hölderlin)
Musiker Instrument
Hannes Wader Gesang, Gitarre
Jens Kommnick Bouzouki
Ulla van Daelen Bouzouki
Lydie Auvrey Akkordeon
Justin Giuche Viola
Martin Bärenz Cello
Nils Tuxen Gitarren
Reinhard Mey Gesang bei Titel 06

Der in Gaddenbaum, einem Stadtteil Bielefelds, geborene Hannes Wader zählt zweifelsohne zu den ganz großen Liedermachern und Sängern deutscher Zunge. In seine inzwischen länger als fünfzig Jahre währende Karriere veröffentlichte er zahlreiche Studio- und Live-Alben, war an jeder Menge Produktionen anderer Künstler beteiligt, lieferte Beiträge zu vielen Kompilationen, gab unzählige Konzerte (seine Auftritte mit Konstantin Wecker, Reinhard Mey und anderen Kollegen sind längst zu Legenden geworden), brachte 2019 mit ’Trotz alledem - Mein Leben’ seine Autobiografie auf den Markt und war nicht zuletzt im Bereich der Hörbücher aktiv.   

Im Winter des Jahres 2017 beendete Wader offiziell seine Bühnenaktivitäten mit einer ausgedehnten, unter dem Motto ’Macht’s gut’ stehenden, Tournee. Er beschloss damals, insgesamt kürzer zu treten, was künstlerische Verpflichtungen im Allgemeinen angeht. Dennoch erschien 2021 ein besonderer Konzertmitschnitt unter dem Titel “Poetenweg - Geschichten und Lieder an einem Spätsommerabend“. Mit dieser Veranstaltung am 4. September 2020 in der Wassermühle Bielefeld-Deppendorf bedankte er sich für die Errichtung eines Findlings mit der Inschrift ’Hannes Wader Aue’ beim Poetenweg in Bielefeld-Hoberge.

Am 23. Juni diesen Jahres begeht der hochgeschätzte und viel verehrte Klangkünstler, der sowohl als Volks- und Protestsänger, Rebell, Interpret, Poet, Musiker, Liedermacher, Geschichtenerzähler, (für viele seine Anhänger auch) Lebensberater und noch weit mehr von sich reden machte, seinen 80. Geburtstag. Genau der richtige Anlass (dachte er sich wohl), um sich noch mal zu Wort zu melden. An diesem speziellen Tag wird (nach sieben Jahren) ein neues Studioalbum erscheinen, das den Namen *Noch hier - was ich noch singen wollte* trägt.

In diesem Werk vereinigt Hannes Wader (alte wie neue) Stücke aus seiner eigenen Feder und Schöpfungen anderer Autoren, an denen ihm etwas liegt. Dabei deckt er gleichzeitig eine breite Palette an unterschiedlichen Kunstformen wie das Rezitieren (Hölderlin) und das Vertonen von Gedichten, französisches Chanson (auch gemeinsam mit seinem jahrzehntelangen Freund Reinhard Mey), Volkslied, Fabel, Autobiografisches sowie andere Liedertypen und Themenkomplexe ab. Als ganz besonders hervorhebenswert erscheint die Vielfalt an Stimmungen, Charakteristika und Gefühlsregungen, die dieser Tonträger im Zuhörer weckt. Es geht um Freude, Ironie, Selbstironie, Lebensweisheit (jedoch ohne erhobenen Zeigefinger), Spaß, Ängste, Traurigkeit, Zuversicht und das Bewusstsein des eigenen, doch schon fortgeschrittenen, Alters. Das alles und noch mehr gilt es zu entdecken auf der vielleicht ja letzten, extrem hörenswerten und berührenden Plattenveröffentlichung Hannes Waders.

 

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