Hanoi Rocks

Another Hostile Takeover

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.05.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Hanoi Rocks
Another Hostile Takeover, Demolition Records, 2006
Michael Monroe Vocals, Saxophone, Harmonica
Andy McCoy Guitar
Conny Bloom Guitar
Andy "A.C." Christell Bass
Lacu Drums
Länge: 54 Min 43 Sek Medium: CD
1. Intro11. Reggae Rocker
2. Back In Yer Face12. You Make The Earth Move
3. Insert I13. Insert III
4. Hurt14. Better High
5. The Devil In You15. Dear Miss Lonely Heart
6. Love16. Insert VI
7. Talk To The Hand17. Center Of My Universe
8. Eternal OptimistBonus Track:
9. Insert II18. Heaven Is Gonna Be Empty
10. No Compromising, No Regrets

Da bin ich ja angesichts Freds Interview mit Michael Monroe schon ins Zweifeln gekommen: Hip Hop, Dance, Reggae...?
Braucht man sich nicht von abschrecken lassen! Das Teil geht prima ab und genannte Zutaten/Einflüsse halten sich in Grenzen.
Schön, es blubbert zum Intro als hätte jemand den Stöpsel aus der Band gezogen, aber anscheinend handelt es sich viel mehr um ein Auftauchen und Back In Yer Face zielt genau dahin - frontal ins Gesicht, in bester HANOI ROCKS Tradition.
Da kann sich Herr Monroe sträuben wie er will und die Punkrock-Einflüsse mögen überwiegen, aber ein ordentlicher Schuss Glam ist da einfach mit drin.

Die Band hat ein paar Umbesetzungen erlebt, doch, ähnlich wie bei den STONES Mick Jagger und Keith Richards, solange Michael Monroe und Andy McCoy am Ruder stehen, bleibt die Richtung straight und rockig.
Hurt könnte mit seinen Wave-Zitaten auch im Repertoire von THE CLASH oder den BOOMTOWN RATS zu finden gewesen sein und bleibt doch unverkennbarer HANOI ROCKS Stuff.
Gut, bei The Devil In You wird's schon etwas experimentell und der Titel erscheint durchaus Dance-Hall tauglich. Trotzdem bleibt es eine gut abgehende Nummer und irgendwie muss ich daran denken, wie die STONES auf "Bridges To Babylon" mit diesem Genre geflirtet haben. Vielleicht nix für den Scheuklappenrocker, aber allemal interessant und anmachend.
Das nervös-rockende Love bringt die Wiedergutmachung und pendelt munter zwischen Rock'n'Roll, Punk, Surf und Pop und dürfte jeder Party problemlos als Nachbrenner dienen.

Da braucht man gar kein Eternal Optimist zu sein, um schon ab hier zu glauben, dass die Scheibe gut kommt. In Talk To The Hand rockt die Band und Michael Monroe kräht wie weiland die FOUR HORSEMEN. Nicht ganz deren AC/DC-Sound, aber ordentlich Power.
Es gibt einfach Stimmen, die mag man oder auch nicht. Für mich gehört die von Herrn Monroe eindeutig zu den ersteren und wenn der eine Midtempo-Ballade a la No Compromise, No Regrets grölt, dann hebt das eben auch so eine eher durchschnittliche Nummer noch ein ganzes Stück.
Das schon oft zitierte Reggae Rocker ist halt ein Hip Hop/Rap-Ausflug, der einfach lustig klingt. Wenn man das als Pausenmusik oder am Ende eines Konzertes (vielleicht auch zu Beginn) laufen lässt, oder gar spielt, sorgt das garantiert für mehr Spaß als Verdruss. So what?
In You Make The Earth Move sind ein paar Gothic-Sprenkel untergebracht, ansonsten wird recht geradschnurig gerockt ohne große Höhen oder Tiefen. Ähnlich klingt das folgende Better High, welches wieder mehr Glam-Anteile aufweist und gut schiebt.

Meine Bedenken sind spätestens jetzt über Bord und als die vertrauten Töne von Phil Lynotts Dear Miss Lonely Hearts erschallen und die Nummer im Stil der Finnen straight rockt, erkläre ich die Scheibe zu einer der besten HANOI ROCKS Scheiben. Liegt natürlich nicht zuletzt am guten Sound und der nach wie vor vorhandenen Attitüde der Band. Die kommt auch bei einer Schmachtnummer wie Center Of My Universe durch und die abschließende Rock'n'Roll Fun-Nummer Heaven Is Gonna Be Empty bringt das Schiff entgültig sicher in den Hafen. Gerade dieser Song ist geilster Party-Rock und von den DIAMOND DOGS bis zu CASH MONIES AND THE JETSETTER könnte ich mir jede Menge Bands vorstellen, zu den der Titel perfekt passen würde.
Und den perfekten Abgang liefert er hier auch, denn solange solche Alben erscheinen, halten wir es auf Erden locker noch ein Weilchen aus.

Epi Schmidt, 11.05.2006

 

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