Hardline

Johnny Gioeli

'Wir suchen noch einen spendablen Promoter'

( English translation by Google Translation by Google )

Interview

Reviewdatum: 03.04.2009
Stil: Melodic Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Hardline
"Wir suchen noch einen spendablen Promoter", Interview

Johnny Gioeli ist den meisten Musik-Fans in Deutschland als stimmgewaltiger Sänger bei dem "Ritchie Blackmore Deutschlands" Axel Rudi Pell bekannt. Mit dem Gitarren-Wizard nimmt Gioeli seit 1998 regelmäßig Alben auf und betourt die deutschen Hallen und Stadien. In seinem Heimatland ist Johnny hingegen als Frontmann der Melodic Rock Band HARDLINE bekannt. Diese veröffentlichte ihr Debüt "Double Eclipse" 1992 mitten hinein in die Hochphase des Grunge und konnte sich trotz prominenter Besetzung (an der Gitarre stand Neal Schon von JOURNEY und BAD ENGLISH) nie richtig durchsetzen. 2002 erschien dann - ohne den zu JOURNEY zurückgekehrten Schon - "Hardline 2" und musste sich nicht hinter dem Debüt verstecken. Nun kommt also Album Nummer 3 - betitelt: "Leaving The End Open" - in die Läden und Freunde des melodischen Hard Rock sollten sich freuen, denn das Album ist richtig gut geworden. Anlass genug für uns, Johnny ein paar Fragen zu stellen.

johnnygioeli

Die Veröffentlichung von "Leaving The End Open" kam etwas überraschend, weil Du ja eigentlich fast ständig mit Axel Rudi Pell beschäftigt bist (entweder auf Tour oder im Studio). Wann hast Du denn die Zeit gefunden, das Album zu schreiben und aufzunehmen?

Eigentlich habe ich schon nach der Fertigstellung "Hardline 2" (im Jahr 2002) damit begonnen, mir Gedanken über ein weiteres HARDLINE-Werk zu machen. Es ist schon lustig, so schmerzhaft es sein kann, ein Album aufzunehmen, aber so bald das Werk dann fertig ist, wendet man sich dem nächsten zu. Es hat deshalb so lange gedauert, "Leaving The End Open" fertig zu stellen, weil ich beim Schreiben der Songs nichts erzwingen wollte. Es sollte mehr ein natürlicher Prozess sein.

Was hat es eigentlich mit dem Titel "Leaving The End Open" auf sich? Ist dies eventuell schon das Ende für HARDLINE?

Nein, nein, ganz im Gegenteil. Ich lebe mein Leben einen Tag nach dem anderen. In diesem Sinne steht der Titel eher dafür, dass die Zukunft unbekannt ist und nicht geplant werden kann.

Den drei Alben hört man deutlich an, dass sie von HARDLINE stammen, dennoch klingen sie auch unterschiedlich. Worin siehst Du die größten Unterschiede?

Eigentlich sehe ich keine drastischen Unterschiede zwischen den drei. Ich persönlich mag diese Vergleiche auch gar nicht so sehr, mir geht es mehr darum Musik zu machen, um den Kreativprozess an sich. Aber ich bekomme bislang großartiges Feedback für "Leaving The End Open" und viele Journalisten vergleichen es mit unserem Debüt "Double Eclipse".

Wie betrachtest Du denn HARDLINE derzeit, ist es mehr ein Projekt für Dich oder fühlt es sich wie eine richtige Band an?

Ich bin und war schon immer die Stimme von HARDLINE, aber dieses Album hätte ich niemals alleine machen können, in diesem Sinne sind HARDLINE eine Band und wir werden es immer sein.

Wie sieht es denn mit Tour-Plänen aus, werden wir HARDLINE demnächst live auf der Bühne erleben?

Oh Mann, das hoffe ich doch sehr. Zuerst müssen wir ein wenig Fuß fassen und dann einen spendablen Promoter finden, der uns dann hier rüber holt. (lacht) Ich wünschte ich könnte schon um des Tourens willen auf Tour gehen. Aber ich muss das Finanzielle im Blick behalten. Ich kann auch nicht aus einem Mülleimer essen. Also müssen wir sehen, ob sich eine Tournee mit HARDLINE realisieren lässt.

Du hast die Band damals zusammen mit deinem Bruder Joey (Gitarre) gegründet, mittlerweile ist er nicht mehr in der Band. Was ist passiert?

Joey ist das größte Ar. (lacht). Nein, ich mache nur Spaß. Joey und ich haben noch immer ein paar gemeinsame Unternehmungen am laufen, auf die er sich mittlerweile hauptsächlich konzentriert. Es war einfach nur seine Entscheidung, an diesem Album nicht mitzuarbeiten, deshalb ist er nicht dabei.

Du hast in deiner Karriere nun schon mit sehr unterschiedlichen Gitarristen zusammengearbeitet (Neal Schon von JOURNEY spielte auf dem Debüt "Double Eclipse", sein Bruder Joey auf "Hardline 2", Axel Rudi Pell und nun Josh Ramos auf "Leaving The End Open"), die alle ihren eigenen Stil haben. Wie ist es gewesen, mit ihnen zu arbeiten?

Was soll ich sagen? Neal Schon ist ein musikalisches Genie. Joey ist nur ein kleines bisschen unter ihm anzusiedeln, aber dafür hat er Fähigkeiten, die Neal nicht hat. Axel ist in seinem Spiel sehr "Blackmore"-ish. Ich hatte also Glück in meiner Karriere mit so vielen hervorragenden Musikern zusammen spielen zu dürfen und davon habe ich sehr profiiert.

Du hast jetzt mit HARDLINE drei Alben in 17 Jahren veröffentlicht. Was hält die Zukunft für die Band parat? Ist ein neues Album schon in der Planung?

Nun, ich denke, der Titel von "Leaving The End Open" sagt da schon alles. Ich behalte mir das natürlich offen. Und wie ich schon sagte, ich bin kein Typ, der allzu viel im Voraus plant. Auch das muss ich Tag für Tag in Angriff nehmen.

Wie sieht es denn bei Axel Rudi Pell aus? Schreibt Ihr schon an neuem Material?

Ich bin in das Songwriting bei Axel Rudi Pell gar nicht involviert, da bin ich nur der Sänger und das ist es auch schon.

Johnny, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Und noch viel Glück für HARDLINE.

Ich danke Euch.

 

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