Harvey Mandel

Snake Attack

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.11.2020
Jahr: 2017
Stil: Fusion, Jazz Rock
Spiellänge: 33:57
Produzent: Timm Martin

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Plattenfirma: RockBeat Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

John Mayall

Rolling Stones

Canned Heat

Titel
01. Snake Attack
02. Packin'
03. Freak Of Dawn
04. A Luscious Life
05. Sinister
 
06. Criminal Intent
07. Super Sound
08. Exotic Predator
09. Body Beast
10. Keeping The Faith
Musiker Instrument
Harvey Mandel All Instruments

Bereits 2017 erschien dieses Spätwerk des renommierten Gitarristen Harvey Mandel. Hat mich das Live-Album "Live At Broadway Studios" schon gestresst, setzt er hier problemlos noch einiges drauf. Da kann man mal sehen, was passieren kann, wenn man sich allein in seinem - bestens ausgerüsteten - Homestudio vor sich hinwerkelt und keiner einem Einhalt gebietet.

Wenn man noch dazu hochtalentiert ist, wird's ganz kritisch. Mann! Der Mann hat mit John Mayall (okay, auch gern mal experimentierfreudig...) gespielt, CANNED HEAT, mit Charlie Musselwhite, ist auf dem STONES-Album "Black & Blue" (tatsächlich wird Hot Stuff erst durch seine Lead-Gitarre zu einem brauchbaren Song) zu hören, u.v.m.! Davon ist hier nichts zu hören/spüren.

Garantiert ist der ein außergewöhnlicher Musiker und toller Gitarrist, aber da muss man schon ein absoluter Fusion- und Crossover-Fan sein, damit man mit diesen Klangkollagen hier warm wird.

Ganz ehrlich: Da tut man sich leichter, wenn man auf Techno oder sonstiges Dancefloor-Geschichten steht. Da könnte man hier vielleicht sogar ein paar besonder Rhythmen und Sounds entdecken, die es nicht an jeder Ecke gibt. Für DJ's und Remixer eine mögliche Fundgrube.

Aber wer sich erhofft, dass hier irgendwas nach Blues oder Rock klingt: Hände weg! Da fühle ich mich entfernt an KRAFTWERK erinnert, oder auch experimentelle SPLIFF. Gerade in Nummern wie Packin' oder Freak Of Dawn. Mit der Zeit hört man sich ja fast etwas ein und kann ein kleines Spiel treiben: Ist das ein Keyboard, das wie eine Gitarrie klingen will, oder eine Gitarre, die wie ein Keyboard klingt? Ich dachte eigentlich, diese Späße hätten wir zu Beginn der 90er hinter uns gelassen.

In den Stücken, die nicht vom Drum-Computer bestimmt werden, wie A Luscious Life, erfreut man sich sogar eine Weile an einem gefühlvollem Gitarrenspiel, welches nicht so weit von Jeff Beck weg ist und den Hörer verzaubern kann. Wie alle Titel auf diesem Album bleibt es rein instrumental.

Umso mehr wird wieder im folgenden Sinister gewütet und eine Flut von Industrial-Sounds über den Hörer ausgegossen. Und daran ändert sich bis zum Ende wenig. Mit Gesang wäre der ein oder andere "Song" vielleicht sogar noch erträglich - Prince hätte da wahrscheinlich was brauchbares daraus gemacht - , aber so erschließt sich mir der Sinn hinter diesen Klangcollagen nicht. Außer dass Harvey Mandel wahrscheinlich eine Menge Spaß dabei hatte. Sei's ihm gegönnt.

 

 

 

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