Headhunter

Parasite Of Society

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.08.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Parasite Of Society, AFM Records, 2008
SchmierVocals, Bass
SchmuddelGuitar
Jörg MichaelDrums
Produziert von: Headhunter Länge: 50 Min 30 Sek Medium: CD
01. 3rd Man Introduction07. Read My Lips
02. Parasite Of Society08. Backs to The Wall
03. Silverskull09. Egomaniac
04. Remission10. The Calling
05. Doomsday For The Prayer11. Payback Time
06. 18 And Life12. Rapid Fire

Nun ist es also doch noch passiert. SCHMIER, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, bekannt als Sänger und Bassist der Thrash Metal Band DESTRUCTION gab dem Druck der Fans endlich nach, und ließ das Power Metal Trio HEADHUNTER wieder auferstehen.

Nach seinem Abschied von DESTRUCTION, gründete SCHMIER zusammen mit SCHMUDDEL und JÖRG MICHAEL besagte HEADHUNTER. Die Jungs spielten zwischen 1990 und 1994 drei Alben ('Parody Of Life' [1990], 'A Bizarre Gardening Accident' [1992] und 'Rebirth' [1994]) ein. Außerdem standen sie unter anderem erfolgreich als Headliner in Japan auf der Bühne und tourten ausgiebig mit SAXON. Leider ereilte das Projekt ziemlich bald das traurige Schicksal der Auflösung. Danach war für lange Zeit weder etwas von HEADHUNTER zu hören, geschweige denn zu sehen. Das änderte sich erst 2007. In jenem Jahr erweckte SCHMIER die Band wieder zum Leben und AFM Records legten die ersten drei Alben neu auf.

Inzwischen waren HEADHUNTER im Studio und spielten ein neues Album ein. Sie verpassten ihm den Titel 'Parasite Of Society'. Der Dreier blieb im Großen und Ganzen seinen Trade Marks treu und konservierte Power Metal der traditionellen Art, wie er in den 1990er Jahren gespielt wurde.

Die Tracks sind überwiegend von der melodischen Sorte. Man sollte sich davon jedoch weder täuschen, noch einlullen lassen, da sie sich zwar auch im mittleren Tempobereich bewegen, aber immer wieder in Thrash Metal-Regionen vorstoßen und dadurch ein erhebliches Potential an Wucht und Durchschlagskraft freisetzen. Ab und zu darf der Hörer dann in den vereinzelt eingestreuten und kurz gehaltenen ruhigeren Passagen etwas entspannen, bevor es dann erneut richtig zur Sache geht.

HEADHUNTER bieten auf 'Parasite Of Society' größtenteils Eigenkompositionen zum Hörgenuss an, lassen aber fremde Einflüsse wie bei Read My Lips ganz offen zu Tage treten. Bei diesem Tune standen SAXON mit Princess Of The Night Pate.
In zwei Fällen betätigen sich die Power Metaller als Coverband. Da wäre zum einen 18 And Life von SKID ROW ('Skid Row', 1989) und zum anderen Rapid Fire, das im Original von JUDAS PRIEST ('British Steel', 1980) stammt. Beiden Nummern drücken sie hörbar ihren Stempel auf und fügen sie ohne Probleme in den Gesamtkontext des Albums ein.

Man merkt natürlich bei jedem Ton, dass HEADHUNTER ausgefuchste Studiocracks und erprobte Live-Musiker sind. Das verwundert kaum, wenn man bedenkt, welche Erfahrungen SCHMIER mit DESTRUCTION, SCHMUDDEL mit TALON und JÖRG MICHAEL bei Bands wie STRATOVARIUS, SAXON, RUNNING WILD, GRAVE DIGGER, RAGE und MEKONG DELTA sammeln konnten. Hinzu kommt noch ihre gemeinsame Vergangenheit mit HEADHUNTER. Die Jungs werfen all ihre Erkenntnisse in die Waagschale und erzeugen zu dritt einen unglaublich komplexen und gewaltigen Sound.

Eine Empfehlung geht an alle, die erkunden möchten, wie sich Power Metal ursprünglich mal angehört hat und ob sich eine Zither mit diesem Stil verträgt.

Michael Koenig, 25.08.2008

 

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