H.E.A.T.

H.E.A.T II

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.02.2020
Jahr: 2020
Stil: Melodic Rock
Spiellänge: 45:29
Produzent: H.E.A.T

Links:

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Plattenfirma: ear music

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Bon Jovi

Boston

Def Leppard

Foreigner

Journey

Survivor

Toto

Titel
01. Rock Your Body
02. Dangerous Ground
03. Come Clean
04. Victory
05. We Are Gods
06. Adrenaline
 
07. One By One
08. Nothing To Say
09. Heaven Must Have Won An Angel
10. Under The Gun
11. Rise
Musiker Instrument
Erik Grönwall Gesang
Dave Dalone Gitarre
Jimmy Jay Bass
Jona Tee Keyboards
Don Crash Schlagzeug

In den 1980er Jahren – insbesondere in den Anfängen – war der Melodic Rock und AOR die vorherrschende Musikrichtung und Bands wie TOTO, FOREIGNER, JOURNEY, BON JOVI, SURVIVOR, BOSTON beherrschten die Szene und die Radiowellen sowohl in Nordamerika als auch in Europa und Asien. Und auch fast vier Jahrzehnte später sind das die Bands, die einem bei den beiden Genre-Bezeichnungen als erstes einfallen. Dabei hat auch die Gegenwart zahlreiche starke Bands in diesem Bereich zu bieten, die den bombastisch-melodiösen Klangwelten zelebrieren, wie etwa ECLIPSE, W.E.T. oder aber H.E.A.T.

(Foto: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion)

Die Schweden sind zwar noch jung an Jahren aber bereits reich an Erfahrung, denn das neue Werk der Band – obwohl mit “H.E.A.T II“ betitelt – ist der bereits sechste Studio-Streich der Band. Und die Gruppe gibt darauf Gas wie es sich für alte Szene-Hasen gehört. Rock Your Body und Dangerous Ground sind der perfekte Eröffnungs-Doppel-Schlag, der geradezu danach lechzt auf den Bühnen dieser Welt dargeboten zu werden. Mitreißend rockt die Band nach Vorne und lässt dabei die alte Garde ganz schön alt aussehen. Anschließend setzen sie mit Come Clean dann zum absoluten Höhenrausch an, eine Nummer wie sie BON JOVI schon seit Jahrzehnten nicht mehr hinbekommen hat, mit einem übergroßen Refrain, der einfach nach großen Arenen und tausenden Kehlen schreit.

Wer erwartet hatte, dass H.E.A.T damit ihr Pulberr an starken Songs wohl verschossen haben würden, der sieht sich im Anschluss getäuscht. Denn die Schweden legen hier eine Scheibe vor, die es – was die Hit-Dichte betrifft - mühelos mit Genre-Klassikern wie “Escape“ (JOURNEY), “Slippery When Wet“ (BON JOVI), “4“ (FOREIGNER), “Eye Of The Tiger“ (SURVIVOR) oder “The Seventh One“ (TOTO) aufnehmen kann. Hier reiht sich wahrlich eine Klasse Nummer an die nächste – egal ob es knackige Rocker wie Victory (mit einem feinen Doppel-Solo von Keyboard und Gitarre), Adrenaline, One By One oder Under The Gun sind oder aber ein kernige Bangerr à la We Are Gods. Daneben haben die Schweden aber auch mit Nothing To Say eine prima Ballade im Angebot, ehe das Album mit dem Rise einen packenden Abschluss findet.

Eine besonders wichtige Rolle fällt – wie eigentlich immer – dem Sänger zu, der mit seinen Vocals die Musik im besten Falle krönt (oder aber im schlimmsten Falle runterzieht). Nun haben H.E.A.T in Erik Grönwall einen besonders guten Frontmann in ihren Reihen. Aber selbst für seine Verhältnisse ist das, was er auf diesem Album bietet, eine wirkliche Meisterleistung. Hinzu kommen dann noch die starken Songs, die es genau schaffen, die Schnittstelle zu finden, die klanglich sowohl die AOR-Freunde anspricht, aber durchaus auch noch Anhänger des etwas härteren Rock zu erreichen vermag.

H.E.A.T haben in ihrer Karriere bisher mit jedem Studio-Album und natürlich auch mit ihren bisherigen Live-Werken vollauf überzeugen können, aber mit “H.E.A.T II“ legen sie die Latte noch einmal ein ganzes Stück höher. Der neue Longplayer könnte so etwas wie das “Pyromania“ (DEF LEPPARD) ihrer Karriere sein, also das Album, mit dem es der Band gelingt von einem respektierten Act zu echten Stars in der Szene zu werden. Und zudem dann auch irgendwann die Fackel von den Vorgängern zu übernehmen, die schließlich auch nicht mehr ewig weitermachen werden. Und dann sind – auch wenn die Konkurrenz ebenfalls bereits sehr starke Alben vorgelegt hat – diese fünf Schweden die ersten Anwärter auf den Melodic Rock-Thron.

 

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